Innovation braucht Mut: Wie Zulieferer ihre Zukunft gestalten können

Shownotes

In dieser Folge spricht Felix Hake, Head of Innovation bei der Marquardt Gruppe, über die Entwicklung des Innovationsmanagements in der Automobilindustrie und die Frage, wie Unternehmen angesichts zunehmender Veränderung ihre Zukunft systematisch gestalten können.

Wir gehen den zentralen Fragen nach:

  • Wie hat sich Innovationsmanagement in der Automobilindustrie verändert?
  • Warum entwickeln sich klassische Zuliefererstrukturen zunehmend zu Innovationsökosystemen?
  • Welche Rolle spielen Partnerschaften, Start-ups und regionale Netzwerke?
  • Warum brauchen Unternehmen Ambidextrie, also die gleichzeitige Weiterentwicklung des Bestehenden und Exploration neuer Geschäftsfelder?
  • Welche Rolle kann KI bei der Identifikation von Trends und der Verarbeitung großer Datenmengen spielen?

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Kontakt: Marco.Lohrey@fir.rwth-aachen.de

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00:00:00: Ich glaube das was ich in den letzten Jahren hier gelernt habe und mitgestalten durfte, ist einer der wesentlichen Schlüssel.

00:00:06: Also dieses Thema Ambidextrie und sich nicht nur auf die Effizienz also diese Vorentwicklungsschiene zu konzentrieren.

00:00:13: Nicht nur mit dem sich beschäftigen indem man sich auskennt also in der eigenen Komfortzone sich aufhält sondern dass man hier nochmal ganz konkret sagt, wir müssen uns neben dem was absolut relevant und wichtig ist auch noch mit der Zukunft beschäftigen.

00:00:28: Und mit der Entwicklung in beispielsweise neue Märkte rein also außerhalb der Komfort.

00:00:41: Herzlich willkommen zu Tuva's Talkline!

00:00:43: Dem Podcast zum Thema Wandel der Wertschöpfungsketten im Antriebsstrahl.

00:00:47: Mein Name ist Marco Lorey und heute habe ich Felix Haake von der Marquardt Gruppe zu Gast.

00:00:51: Er set off Innovationen und verantwortet dort die Identifikation neuer Innovationsfelder sowie die Entwicklung strategischer Zukunftsperspektiven für das Unternehmen.

00:01:01: Gemeinsam mit seinem Team beschäftigt er sich mit der Frage, welche Technologien Märkte- und Geschäftsmodelle langfristig relevant werden?

00:01:09: Und wie daraus konkrete Innovationsstrategien entstehen?

00:01:12: Zuvor leitete er das Produktmanagement für Innovation und verantwortete die Entwicklung neuer Human Machine Interface Lösungen für die Automobile- und Industriebranche.

00:01:22: Dabei wirkte er unter anderem an mehreren Demonstratorfahrzeugen sowie dem mehrfach ausgezeichneten Konzeptfahrzeug The Centrum mit.

00:01:30: Schön, dass du heute hier bei mir bist!

00:01:31: Erzähl doch mal Felix – was treibt dich persönlich eigentlich an?

00:01:35: Und was fasziniert Dich so an dem Thema Innovation?

00:01:38: Ja, hi Marco!

00:01:40: Erstmal vielen Dank für die Einladung und die schöne Einstiegsfrage.

00:01:43: Ich habe mir dazu ein bisschen Gedanken gemacht Irgendwann glaube ich auch zu viel.

00:01:46: Ich bin immer irgendwie so wieder auf den Punkt zurückgekommen, dass es eigentlich diese Neugierde ist.

00:01:51: Diese Neugiere an dem was auf uns zukommt, an Trends und Indikatoren, an irgendwelchen Signalen die uns schon ein bisschen abzeichnen was in der Zukunft auf uns zu kommen könnte und dann dieses strategische Denken dahinter zu überlegen was für Probleme kommt denn damit auch auf uns Zu-und welche Produktlösungen brauchen wir dann zukünftig auch dafür?

00:02:10: Diese Neugier an der Kreativität, an all den Themen die auf uns zukommen.

00:02:16: Ich glaube das ist einer dieser Antriebe, der relevant oder besonders wichtig bei mir ist.

00:02:21: Dazu kommen natürlich auch noch viele Aspekte wie Arbeitsumfeld, meinen Team mit dem ich unglaublich gut und viel Zusammenarbeit ohne die das Ganze gar nicht funktionieren würde und sich mit alldem drum und dran mit der Zukunft beschäftigen zu dürfen jeden Tag... Das ist wirklich spannend!

00:02:37: Es macht mich immer wieder neugierig.

00:02:39: Und wenn man dann am Ende, du hast gerade schon die Demonstratoren angesprochen, am Ende so ein physisches Objekt vor sich hat oder auch eine Produktlösung und die auf positive gute Resonanz stößt.

00:02:51: Dann ist es also diese Bestätigung, dass das mit dem man sich jetzt wirklich lange Zeit beschäftigt hat.

00:02:56: Am Ende der Schlüssel sein kann für die Zukunft und man wirklich einen nachhaltigen Beitrag für den Unternehmiserfolg haben kann.

00:03:06: und alles zusammen ist der Hauptgrund, der mich wirklich antreibt.

00:03:12: Du hast gerade eben auch schon zum Thema Feedback Resonanz gesprochen.

00:03:16: aber noch mal zu dir zurück was hat dich denn so sagen wir mal in den letzten zwölf bis vierundzwanzig Monaten so richtig begeistert von der Technologie vom Innovationsgrad her entweder natürlich von Marquard selber oder auch im automobilen Umfeld?

00:03:28: Was hat dich richtig begeistert

00:03:30: also richtig begeisert?

00:03:32: Wir haben bei Marquards in den Letzten monaten strukturell bei Innovations Einiges angepasst einfach um uns auf die derzeitigen Herausforderungen besser konzentrieren zu können und auch struktureller besser koncentrieren.

00:03:44: Und was mich wirklich fasziniert und begeistert hat in den letzten Monaten war zum einen, wie sehr man mitwirken durfte an der Lösung das erst mal strukturiell sich darauf vorzubereiten?

00:03:52: Auch wie neue Themen angenommen worden sind.

00:03:55: also dieser Mut auch neue Themen angehen und diese Bereitschaft technologisch gibt es glaube ich gerade viele kleine Indikatoren tagtäglich die dich irgendwie begeistern können alles was im Zusammenhang mit KI grade auf den Markt kommt was unglaublich schnell Innovationszyklen mit sich bringt.

00:04:11: Das ist dann eher so.

00:04:11: die Faszination an der Technik.

00:04:13: begeistert und motiviert hat mich in den letzten Monaten aber tatsächlich diese neue Struktur, mit dem Ambidextriansatz jetzt wirklich auch die Zukunft zum explorativen Märkte angehen zu können.

00:04:23: und da freue ich mich jetzt auch drauf auf die ganzen nächsten Schritte und Themen die wir da identifizieren werden.

00:04:29: Du hast gerade auch schon das Stichwort gesagt, Ambientextrie.

00:04:31: Du beschäftigst dich ja schon sehr seit vielen Jahren mit dem Themenbereich Innovationen.

00:04:36: Wie hat sich denn Innovationsmanagement im Allgemeinen in der Automobilindustrie den vergangenen Jahren verändert?

00:04:43: Von mir berichtet, ich bin seit circa acht Jahren jetzt bei Marquardt.

00:04:46: Ich habe dort angefangen als Student und bin dann relativ direkt ins Innovationsmanagement als Produktmanager eingestiegen.

00:04:53: Ich hab dort also in einem frühen Stadium probiert rauszufinden was sind so die Bedarfe?

00:04:59: Was ist so die Trends und Ideen unserer Kunden im Automotivbereich für die nächsten kommenden Serien?

00:05:04: Also wirklich diese klassische Vorausentwicklung.

00:05:07: Wir konnten dadurch mit einem Horizont von ich sage mal drei bis fünf Jahren relativ gut auch schon an Produkten arbeiten, die unsere Kunden dann auch wirklich bis zum Serien-Einsatz wollten.

00:05:16: In den vergangenen Jahren hat sich Diese Konstellation ganz massiv verändert.

00:05:21: Natürlich gibt es immer mehr Marktdruck, wir haben Wettbewerbsfaktoren aus Asien die uns sagen mal die bisherigen Strukturen so ein bisschen disruptiert haben.

00:05:30: Wir haben mittlerweile nicht nur diese klassische Zulieferer und OEM-Schiene also OEM Tier I, Tier II sondern wir reden hier mittlerweile von kompletten Ökosystemen in denen wir uns auseinandersetzen müssen mit denen wir zusammenarbeiten müssen an innovativen Lösungen.

00:05:47: auf der einen Seite Innovationen nochmal spannender, weil es irgendwie noch mal unbegreifbarer ist oder komplexer wird.

00:05:54: Aber genau dadurch auch nochmal ein bisschen herausfordernder.

00:05:56: also wir kommen von einer wirklich mehr technologisch orientierten Vorentwicklung hin jetzt zu einem Innovationsmanagement welches sich wesentlich schneller entwickeln muss also schneller nach vorne kommen muss sich mit schnelleren Entwicklungszyklen auch auseinandersetzen muss und eben mit diesen Ökosystem wo wir auch weiterhin immer noch lernen müssen mit Partnern, mit Start-ups.

00:06:18: Mit vielen weiteren Unternehmen zusammenzuarbeiten um dann eben schnell innovativ zu sein um nach vorne zu kommen.

00:06:24: und dieses Netzwerken diese Ökosysteme das ist glaube ich einer der Punkte der nochmal wesentlich mehr an Relevanz und ein Tragkraft bekommen hat?

00:06:32: Ja und ich denke... dann kommt noch oben drauf eben diese Geschwindigkeit.

00:06:35: Alles was über KI und Methoden, über Tools mit dazukommt auch diesen Mut schnell mal Ideen über den Haufen zu werfen um sich wieder den neuen nächsten Ideen zu widmen und das in einem wesentlich schnelleren Zyklus.

00:06:47: ich glaube da hat sich einiges getan in den letzten Jahren.

00:06:50: Du hast gerade eben auch davon gesprochen dass es sich von diesem klassischen Suli-Fahrmodell wegentwickelt hinzu wirklich einem Innovationsnetzwerk, einem Ökosystem.

00:07:00: Wie verändern sich da denn so Aufgaben, Verantwortlichkeiten wenn man jetzt in diesem Netzwerk drinnen ist?

00:07:08: Haben plötzlich dann die Zulieferer mehr Verantwortlichkeiten, mehr Bewusstsein dafür Innovation mit reinzubringen oder wie verändert sich denn da die Zusammenarbeit in dem Moment.

00:07:18: Ich würde tatsächlich sagen, dass wir eine höhere Verantwortung darin bekommen haben, offener miteinander über die Zukunft zu sprechen.

00:07:27: Ich glaube das ist ein wesentlicher Faktor!

00:07:28: Wir kommen aus dieser klassischen Struktur OEM Tier I und Tier II.

00:07:33: Wir sind viel parallel zu unseren Mitbewerbern gelaufen auch zu den ganzen Zulieferern, die uns dann bei den Entwicklungen und Produktionen unterstützt haben.

00:07:42: In den Ökosystemen geht es jetzt eben mehr um dieses Netzwerken zu schauen.

00:07:45: Was kann man gemeinsam an Lösungen aufbauen und dann auch diese Offenheit, diese gemeinsamen Lösungen und Visionen miteinander zu diskutieren?

00:07:53: Ich glaube das ist ein wesentlicher Punkt der stärker getrieben werden muss.

00:07:57: Ansonsten ist es vor allem wichtig, diese regionale Offenheit und dieser regionale Power auszuspielen.

00:08:03: Also wir haben hier in Deutschland unglaublich viele starke Unternehmen sowohl im Zulieferer als auch im OEM Sektor und hier offen und schnell miteinander an Ökosystem zu arbeiten die dann auch diesen Speed eben hinkriegen mit der Qualität die wir gewohnt sind.

00:08:16: ich glaube das ist eine Stärke.

00:08:17: da müssen wir auch noch mehr Vertrauen schenken um dann einfach auch mit der Geschwindigkeit mitkommen zu können und ja dann auch unsere Innovationskraft am Ende ausspielen zu können.

00:08:28: Du hast gerade gesagt, Innovationskraft ausspielen.

00:08:30: Wie gelingt das Unternehmen denn wirklich Innovation tatsächlich erlebbar zu machen und in konkrete Produkte Geschäftsmodelle oder Prozesse zu überführen?

00:08:39: Innovationsmanagement, Innovation an sich.

00:08:41: Ich sage mal wenn wir hier bei Innovation arbeiten dann kommt es sich ja für viele Außenstehende immer wie so ein Paralleluniversum an.

00:08:47: So werden wir uns hier um die tagtäglichen Probleme kümmern.

00:08:50: macht Innovations noch so ein bisschen die Zukunftsmusik?

00:08:53: das ist leider der Punkt wo Innovation oftmals in die Kritik gerät.

00:08:57: in Unternehmen weil wenn man Innovation treibt dann beschäftigt man sich mit der Zukunft und beschäftigt sich damit Wie kommen wir in die Zukunft?

00:09:04: Und wie sind wir auch?

00:09:06: Ja, erfolgreich.

00:09:07: Es ist eigentlich klassisch ein Change Management Prozess.

00:09:10: Das heißt in diesem Change Management Process Innovation müssen wir natürlich schauen dass wir über die Themen, die wir identifiziert haben als wirkliche Relevanz fürs Unternehmen auch dann wirklich zu verkörpern.

00:09:22: also Vorher haben wir ja schon darüber gesprochen, diese Demonstratoren beispielsweise.

00:09:27: The Sentom was letztes Jahr veröffentlicht wurde, also Sentom, Sentory, eine hundert Jahre Magwart das sind jetzt endlich genau diese Demonstratoren die diese Zukunftsvisionen am Ende greifbar oder begreifbar machen.

00:09:40: Und dann kann man auf einmal in einer ganz anderen Ebene über diese Zukunftsmusik sprechen.

00:09:44: Man hat auf einmal nicht nur irgendwelche Schlagzeilen oder irgendwelchen Leitwörter wie Digitalisierung, Elektrifizierung

00:09:53: etc.,

00:09:53: sondern man kann wirklich anhand eines Objekts darstellen was jetzt zum Beispiel die Elektrifozierung... Elektromotoren, elektrisches Fahren an Auswirkungen auf den Fahrzeug-Innenraum am Ende hat.

00:10:05: Wir brauchen neue USPs und neue Alleinstellungsmerkmale im Fahrzeuginnenraum weil die Motoren jetzt auf einmal alle gleich sind.

00:10:11: Das sind Themen die kann man an so einem Demonstrator einen physischen Objekt wesentlich besser... demonstrieren, zeigen besprechen und damit dann auch die Belegschaften und die Kollegen mitnehmen in eben diese neuen Themen.

00:10:23: Und dadurch kommunizieren, mitnehmen und durch dieses Storytelling dieser Use Cases anhand Demonstratoren auch wirklich verdeutlichen und erklären.

00:10:31: auf was bereiten wir uns ganz konkret vor?

00:10:34: Welche Produkte von Magwart müssen wir jetzt entwickeln um nachhaltig Erfolg in der Zukunft zu haben?

00:10:40: Das heißt, ein gutes Innovationsmanagement ist eigentlich auch immer mit Inbegriffen für die gesamte Transformation des Unternehmens.

00:10:48: Definitiv und ich glaube das ist in den letzten Jahren auch noch mal ein bisschen stärker geworden dass Innovation strategischer geworden ist.

00:10:56: also ich komme auf das Beispiel Automotive jetzt ganz konkret zurück.

00:11:00: wir kommen eben aus dem sehr bekannten Markt der sehr be kannten Strukturzulieferer OEM die in den letzten Jahrzehnten hervorragend funktioniert hat und gewachsen ist.

00:11:11: Jetzt gibt es verschiedene Einflüsse, vorher auch schon angesprochen Thema geopolitische Einflüße, ein starker Wettbewerb, auch Kosten- und Preise, denen man hinterher kommen muss – das sind alles Herausforderungen, die die Zahl von Playern auf diesem Markt in diesem Ökosystem unglaublich groß gemacht hat.

00:11:27: Und wir als Unternehmen uns da jetzt auch mit auseinandersetzen müssen.

00:11:30: wie werden wir uns dann als Unternehmen weiterentwickeln?

00:11:34: Wo wollen wir wachsen, wo wollen wir nachhaltig wachsen?

00:11:37: Und da wird Innovationen und gerade die strategische oder explorative Innovation ein wesentlicher Bestandteil sein um zu schauen welche Wachstumsmärkte kommen auf uns zu.

00:11:46: Welche Trends und dann diese Abstraktion von einem Megatrend runter auf die Applikationsebene umzuschauen.

00:11:53: Wo können wir mit unseren Kompetenzen Synergien anwenden und am Ende auch wirklich Erfolg haben in beispielsweise auch neuen Märkten?

00:12:02: Du hast gerade eben auch schon das Fahrzeug Decentrum noch mal erwähnt, als ein Demonstrationsfahrzeug für wie wirkt sich auch Elektromobilität auf den Innenraum aus.

00:12:10: Kannst du da einmal eins zwei explizite Beispiele nennen?

00:12:13: Wie der vorangegangen seid für diejenigen, die Decentrum jetzt noch zum ersten Mal hören oder dass bisher nur nicht kennengelernt haben?

00:12:18: Also Decentrem ist ein Fahrzeugdemonstrator viele kennen es als Sitzkiste.

00:12:25: in dem Fall ist es wirklich eine Dimension von einem richtigen Fahrzeug einer Art Cabrio und In dem Fahrzeug stellen wir letztendlich Produktlösungen vor, die derzeit den großen Trends im Automotive-Bereich adressieren.

00:12:39: Beispielsweise Elektrifizierung, Digitalisierung alles was in Zusammenhang mit Software Define Vehikel auf uns zukommt und alle neuen Use Cases.

00:12:49: In diesem Demonstrator zeigen wir dann letztendling einmal die Produktplattformen der Business Units, die wir derzeit im Bereich Automotive haben.

00:12:55: das heißt wir starten meist beim Fahrzeug Zugang digitale Zugangs auf Smartphone-Plattformen, die auch wirklich den Sicherheitsstandards entsprechen.

00:13:05: Also CCC-Konform sind bis hin zu Elektrifizierungen.

00:13:09: wir haben unser Batteriemanagement System im Heck verbaut welches ein bisschen auch zeigt in welcher Größenordnung und Spanneweite wir uns in unserem Produktportfolio eigentlich befinden.

00:13:19: Und dann natürlich ja die HMI Komponenten im Fahrzeug Innenraum dann wirklich auch interaktiv genutzt werden können.

00:13:27: Und da sieht man ein schönes Zusammenspiel aus verschiedenen Stoffen, Materialien, Echtsteine in der Mittelkonsole Wir haben Kristallglas als Rotary oder Drehsteller in der Mittelkonsole verbaut, auch im Lenkrad und das ganze auch funktional.

00:13:42: Hybride Elemente also.

00:13:43: wir bringen mechatronik zusammen mit Displays und schaffen es dadurch Displayinhalte während der Fahrt bedienbar beherrschbar zu machen.

00:13:52: Also die Herausforderung, die wir heute auch auf der Straße haben dass Displays eben sehr komplex sind lösen wir durch unser Zusammenspiel der Technologien also der Kompetenzen Mechatronik und gleichzeitig eben Displays.

00:14:04: Und dazu lädt der Demonstrator ein sich reinzusetzen auszuprobieren Konzepte wie autonomes Fahren auch mal zu erleben.

00:14:10: Wie wird sich der Innenraum dann darauf zuschneiden?

00:14:13: Dann kommt man ganz gut und schnell ins Gespräch Die Gespräche und Diskussionen die dann so ins Laufen kommen einem Thema ins nächste rüber kommt, da kommt man dann wirklich auf den gemeinsamen Nähner.

00:14:23: Wie sieht die Zukunft aus?

00:14:24: Welche der Produkte sind vielleicht Ein Schlüssel für die Zukunft, aber auch ganz konkret das wichtige Feedback.

00:14:31: Welche dieser Produkte und Themen sind vielleicht gar kein Thema für die zukunft?

00:14:35: Und treffen gar nicht auf den Nerv von dem er ist es sowohl als auch ein sehr wichtiges Werkzeug für uns geworden.

00:14:41: Und letztendlich kommen wir hier von den Trends runter in die Produktgruppen und dann wirklich in die Technologien und Applikationen, die uns in der Zukunft beschäftigen werden.

00:14:52: Wie erkennst du denn an der Stelle, welche Trends tatsächlich relevant werden und welche lediglich kurzfristige Hype sind?

00:14:59: Und wie entwickelst du daraus dann konkrete Handlungsoptionen für jetzt in dem Fall Marquardt.

00:15:04: Lass mal wichtig zu verstehen was ein Trend und was ein Hype wirklich ist.

00:15:09: also einen Hype kennt man als ich sage mal sehr kurzfristig aufkommen sehr laute Vorkommens.

00:15:15: Also wirklich was wo man sagt es ist auf einmal sehr schnell präsent geworden kommt gar nicht mehr drum herum.

00:15:21: Eine sehr schnelle Anstiege an irgendwelchen Indikatoren, dieser Hype ist oftmals auch schnell wieder vorbei oder sinkt dann sehr schnell auch wieder ab so schnell wie er auch gekommen ist.

00:15:31: viel wichtiger ist dabei zu erkennen was sind denn eigentlich die Trends und die Trend Zeichnen sich dadurch ab, dass sie über eine lange Zeit wirklich immer wieder stetig ansteigen.

00:15:40: Und was da wichtig für mich war.

00:15:41: am Anfang war vor allem auch zu verstehen das Trends nicht einfach.

00:15:45: irgendein Bauchgefühl ist also dass man nicht einfach sagen kann ja da fühle ich jetzt gerade einen Trend kommt sondern dass Trends wirklich quantifizierbar sind.

00:15:51: wir können Trends messen mit verschiedenen Signalen und letztendlich messen wir darüber dass wir Vorkommnisse beispielsweise in den Medien auf Portalen oder vielleicht auch im Techie Leben, Social Media etc.

00:16:06: einfach wahrnehmen als Indikatoren, als Veröffentlichungen.

00:16:09: und je mehr dort tagtäglich drüber hochkommen und die Größe dieser Trend dann im Ende wirklich wird, desto mehr kann man eben von einem Trend und von dem Wachstum hinter diesem Trend reden.

00:16:19: Letztendlich kann man genau hier dann einsteigen und sagen was für einen Trend haben wir denn hier vor uns?

00:16:24: Da klassifizieren wir also wenn wir nach draußen schauen in drei verschiedene Ebenen.

00:16:29: einmal weit weg im Horizont ist so wie die Watch Ebene.

00:16:32: also wir beobachten erstmal geht in diesem Trend gerade vor, haben wir irgendwelche Themen die sich spannend anhören, die wir uns mal anschauen sollten.

00:16:41: Aber da ist noch kein konkreter Handlungszeitraum.

00:16:43: also auch diese Relevanz des Trends kommt erst in den nächsten zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren.

00:16:49: Da haben wir auch noch Zeit strategisch uns darauf vorzubereiten.

00:16:52: Spannender wird es dann im nächsten Horizont, da geht's um die Prepare Ebene also Vorbereitung auf das was auf uns zukommt.

00:16:58: Da gehts auch wirklich schon um die ersten Netzwerke, um das Ökosystem, um Kompetenzen die wir vielleicht aufbauen müssen und Produktlösungen.

00:17:07: ganz konkret wird es eigentlich letztendlich in der Mitte wenn es dann ganz nah an uns dran ist.

00:17:11: Dann sind wir eine Act-Ebene und haben diese drei Horizonte Act, Prepare und Watch und in der Act-ebene sollten vor Entwicklung oder sogar schon in der BU an unseren Produkten dran sein, um wirklich uns hier auf den Markt konzentrieren zu können.

00:17:27: Um eine Produktlösung auf die Probleme vom Markt parat zu haben.

00:17:30: Kannst du mal damit man das auch so ein bisschen greifen kann?

00:17:33: Ein Thema von dem du überzeugt bist dass es beispielsweise nur einen kurzfristiger Hype war und was derzeitig dann wieder abgeflacht ist aus deiner bisherigen Erfahrung

00:17:42: Also zu dem Thema Hype ist natürlich auch immer so die Größe und die Relevanz eines Hypes, also ein Hype kann ja auch immer innerhalb eines Trends passieren.

00:17:49: Wenn man jetzt mal schaut in welcher Zeit das Thema KI und ChatGPT etc.

00:17:54: auf uns zukommt diese ganzen large language Models an sich is KI definitiv nen Trend.

00:17:58: der wird uns nachhaltig auch wirklich beeinflussen und uns auch nachhaltige helfen und auch beschäftigen.

00:18:04: als dieser Trend aber wirklich merkbar wurde war es eigentlich eher so eine Art Hype, weil KI ging schon vor Jahrzehnten los.

00:18:12: Da war Chatchi Pity noch gar nicht so unbedingt bekannt.

00:18:14: Large Language Model ist auch kaum bekannt aber als es dann durch die Medien ging, dann ging's auf einmal los und das konnte man als Hype eigentlich ganz schön sehen.

00:18:23: Jeder wollte Chatcha Pity, jeder hat sich auf irgendwelchen Large Language Modeln angemeldet, jeder hats ausprobiert.

00:18:29: und dann war dieser kurze Hype der Euphorie da.

00:18:32: Man hat diese Tools ganz exzessiv genutzt Und irgendwann kann dann aber auch wieder so diese Erkenntnis, was kann ich damit alles machen?

00:18:40: Macht doch noch viele Fehler.

00:18:41: Halluziniert noch sehr oft und da ging es auf einmal wieder so runter in die Senke.

00:18:45: Dann war dieser Hype auch ganz schnell mal vorbei.

00:18:47: Aber er ist nicht komplett vorbei denn aus dieser Senke heraus lernt man dann letztendlich mit... diesem Tool mit den large language Models beispielsweise, dann wirklich auch im täglichen Leben zu arbeiten.

00:18:59: und dann steigt das Ganze wieder an.

00:19:00: Man lernt auf einmal wie kann ich das ganze effizient und produktiv anwenden?

00:19:04: Und dann steig diese Hype am Ende dieser Hype-Seikel auch wieder an und pendelt sich irgendwo in einer Effizienzkurve letztendlich an.

00:19:11: Dadurch redet man eben von diesem Hype Seikel der schnell nach oben geht, dann irgendwann aber auch wieder abäppt und dann in die Normalität letztendly übergeht.

00:19:19: Lass uns ganz gerne auch noch mal das Themenfeld Ambidextrie aufnehmen.

00:19:22: Also die Herausforderung, dass bestehende Geschäfte erfolgreich weiter zu entwickeln und gleichzeitig neue Geschäftsfelder aufzubauen quasi eine strategische Perspektive mit reinzubringen.

00:19:32: Viele Automobilzulieferer in Deutschland stehen ja gerade heute genau vor diesem Spagat.

00:19:36: wie geht ihr damit

00:19:37: um?

00:19:38: Ja das Thema Ambidex-Tree ist tatsächlich ich glaube für uns so einer dieser Schlüsse geworden und Ambidexy hört sich jetzt erstmal auch kompliziert an und unbekannt.

00:19:47: Ambidextrie heißt letztendlich Beidhändigkeit, also so ganz klassisch während ich mit der linken Hand das eine mache, mache ich mit rechten hand schon was anderes und das Produkt aus beidem gemeinsam ist jetzt endlich dieser Mehrwert die sich am Ende ausspült.

00:20:02: Wenn wir dieses Konzept in die Innovation übertragen, heißt es nichts anderes als dass wir uns derzeit um unseren Bestand oder unsere Bestandskunden und Bestandsmärkte um unsere Business Units kümmern.

00:20:13: Das heißt wir schauen hier im exploitativen Feld Was wollen unsere Kunden als nächstes Produkt?

00:20:19: Wie können wir das Produkt dann auch besser machen, effizienter machen.

00:20:22: Gleichzeitig schauen wir aber dann eben auch mit einem anderen Team mit der gleichen Priorität auf den explorativen Zweig also alles was sich außerhalb unserer bekannten Sphären eigentlich schon befindet und da gehen wir dann eben in diese Trendfelder rein, alles was noch ungewiss ist.

00:20:40: Bei Marquardt haben wir diesen Ansatz genutzt um uns auch strukturell und organisatorisch umzustellen.

00:20:47: Wir kommen aus dieser Zuliefererstruktur Tier eins, tier zwei Zusammenspiele.

00:20:53: Wir haben eben gemerkt, wir haben uns sehr auf unsere Kunden auf den Markt, der sehr gut funktioniert hat konzentriert.

00:20:57: Also wir wussten welche Produkte kommen als nächstes wie können wir die vorbereiten vorentwickeln effizienter werden?

00:21:03: jetzt müssen wir natürlich gerade mit dem genannten Herausforderung auch schauen Wie können wir in neue Märkte einsteigen und wie wollen wir uns nachhaltig auch wirklich aufstellen als Unternehmen?

00:21:13: Und dann war es für uns eigentlich unabdingbar diese Struktur aufzubrechen zu sagen wir haben nicht nur einen Innovationsteam sondern eins welches sich eben um diese Vorentwicklung kümmert und eines welches außerhalb explored.

00:21:26: Und dadurch haben wir jetzt genau diese zwei Teams, die mit der gleichen Priorität gleichzeitig das machen für was sie da sind.

00:21:34: Gleiche Daseinsberechtigung auch gleiche Priorität und das gemeinsame Zusammenspiel ist letztendlich dann der Erfolg, der dahinter steckt.

00:21:42: Natürlich ist es auch bei Innovation immer so du kannst bis zu einem gewissen Punkt treiben aber du brauchst irgendwann auch so diesen Handover.

00:21:49: Also, du musst irgendwann überlegen wie weit kann ich das Thema jetzt auch im Team treiben?

00:21:53: Wie viel Power haben wir?

00:21:54: Welche Stakeholder müssen wir schon wann mit reinziehen um das ganze Thema irgendwann auch zu übergeben in neue Strukturen, in Projekthäuser, in Business Units und die Standardisierung oder Zentrale Entwicklung.

00:22:07: da geht es dann wirklich schon rein in eine Art Future Model of Operation.

00:22:12: nennen wir das Ganze also wie werden wir mit dem Thema zukünftig weiter machen?

00:22:16: Genau hier bildet eigentlich für die derzeitige Situation, an den Märkten eine ganz gute Lösung von der Methodik.

00:22:25: Und dann eben mit den Schnittstellen schon angesprochen darf das nicht irgendein Paralleluniversum sein was Innovationen treibt sondern es muss auch in der Organisation verankert sein.

00:22:35: Es muss wirklich das an dem man arbeitet gut kommuniziert sein und dann auch die Bereitschaft da sein diese neuen Themen auch anzunehmen dass man sich auf neue Märkte neue Themen vorbereitet.

00:22:46: Wenn wir jetzt das ganze Thema auch noch mal international angehen wollen würden, wie ist dein aktueller Überblick?

00:22:51: Wie gehen andere Märkte, andere OEMs, andere Zulieferer-Märkte mit dem ganzen Thema Innovationen, Amidextrie, Strategic Foresight.

00:22:59: Um?

00:23:00: hast du da Erfahrungen, Referenzen?

00:23:01: bist du deinem Austausch vielleicht auch international

00:23:05: Gut, wir haben natürlich international unser Netzwerk innerhalb Markwarz was schon unglaublich spannend ist zu sehen welche Themen werden auf welchen Kontinenten und in welchen Ländern ganz anders wahrgenommen.

00:23:15: Und das ist auch ein ganz wichtiger Aspekt dass man bei dem geopolitischen Einfluss auch wirklich schaut welche Märkte mit welchem Trends und welchen Potenzialen tun sich denn gerade auf?

00:23:27: Denn nur weil das jetzt vielleicht gerade eine gute Opportunity oder eine gute Möglichkeit hier in Europa ist, heißt noch lange nicht dass es der gleiche Trend auch in Amerika oder Asien sein kann.

00:23:37: Was ich sehen kann und fühlen kann ist, dass genau dieses Netzwerk dieser Austausch auf globaler Ebene unglaublich wichtig geworden ist.

00:23:43: wir müssen mehr Unterwegs sein, wir müssen draußen sein.

00:23:47: Wir müssen lernen was für Herausforderungen kommen auf uns zu um davon ableiten zu können welche Lösungen müssen wir parat haben?

00:23:53: Das macht der Markt das machen andere Märkte auch ganz aggressiv.

00:23:56: Wir Müssen die Geografischen Zusammenhänge auch verstehen.

00:24:00: Wir MüsSen Verstehen Welche Märkte Auf welchem Kontinent an welcher Stelle gerade stehen.

00:24:04: also auch hier Time to Market und Synergien.

00:24:07: Und klar der Markt ist gerade unglaublich dahin unterwegs zu priefen.

00:24:10: wo kann man sich aus Reiten, wo kann man vielleicht auch sich auf die Zukunft noch vorbereiten in Wachstumsmärkten?

00:24:16: und wie kann ich jetzt beispielsweise schon konkret tätig werden um Trends wie Robotik, humanoide Roboter etc.

00:24:23: auch wirklich frühzeitig mit definieren und mit etablieren zu können?

00:24:28: Wie schätzt du denn die internationalen Märkte ein?

00:24:30: Wo glaubst du dass wir in unserer Innovationskraft in irgendeinem gewissen Themenfeld stärker sind als die, ich nenne es mal internationale Konkurrenz?

00:24:39: Das ist schwierig, glaube ich per se zu beantworten.

00:24:41: Ich glaube wir haben viele Stärken die wir noch nicht komplett ausspielen und da komme ich zurück auf den Punkt dass wir offen miteinander sprechen müssen über Veränderung und Zukunft also offen in diese Ökosysteme reingehen müssen weil was wie hier in Deutschland und Europa haben sind unglaublich starke Innovatoren.

00:24:58: Wir haben unglaublich starker Unternehmen Die in der Fertigungstiefe auch wirklich viel können.

00:25:03: Wir müssen uns hier aber auch die Mut zusammennehmen auch selber aktiv, proaktiv zu sein um Lösungen also gesamtheitliche Systemlösungen auch am Ende zu schaffen.

00:25:13: Und ich glaube dass wir da total stark sind.

00:25:14: Wir brauchen glaube hier noch ein zwei Treiber mit denen dieses Ökosystem wirklich wachsen kann und diese Offenheit aus bisherigen Strukturen auch mal auszubrechen Um eben mit Partnerschaften Start-ups Instituten zusammen in wirkliche Ökosesysteme zu gehen die nicht mehr Kunde und Zudieferer heißen.

00:25:33: Und ich glaube dann, wenn wir diese Offenheit haben, können wir da viel Stärke aufbauen und am Ende auch ausspielen.

00:25:40: Das heißt, wir müssen uns wirklich hinbewegen in diese schon zu Beginn auch genannten Innovations-Ökosysteme.

00:25:46: Dafür ist die Transformation natürlich unglaublich wichtig.

00:25:49: und stichwort dazu Sie haben ja im vergangenen Jahr auch hundert Jahre Marquardt gefeiert.

00:25:53: erst mal herzlichen Glückwunsch dazu.

00:25:54: Wenn wir auf diese Unternehmensgeschichte mal zurückblicken, hat sich Marquardt ja immer wieder neu erfunden.

00:26:00: Damals angefangen vom Schalterhersteller zum internationalen Mechatronik und Systemanbieter.

00:26:05: Welche Muster dieser Transformation und dieser erfolgreichen Transformation erkennst du denn rückblickend?

00:26:11: Und was ziehen Unternehmen oder in dem Fall Marquart für die nächsten zwanzig Jahre daraus, was könnt ihr lernen?

00:26:17: Ja ich mein... Wenn wir uns anschauen, also hundert Jahre ist ja schon mal ein Brett und diese Hundert Jahre kommen auch nicht von ungefähr.

00:26:24: Und ich glaube da steckt schon unglaublich viel davon drin was wir für die nächsten zwanzig Jahre brauchen.

00:26:30: Wenn man überlegt, hundert Jahre wo wir als Markwat angefangen haben mit den mechanischen Schaltern erstmal noch.

00:26:35: Also so richtige Anlagenschalter, wo man Hebel umlegt Klicklack hin zu kleinen Mikro-Mechatronikschaltern bis hin zu jetzt kompletten Batteriemanagementsystemen aber auch digitalen Zugangssysteme mit viel Softwareanteil dann ist es dieser stetige Wandel an Kompetenzen nicht nur Wandel sondern auch Weiterentwicklung an Komvetenzen und ich glaube Das hat in den letzten hundert Jahren bei Marquardt ganz gut funktioniert, dass man durch Unternehmertum diese Chancen früher erkannt hat und dann aber auch mutig war und investiert hat um zu sagen wir bereiten uns hier auf noch mehr vor was kommt.

00:27:08: Und ich glaube damals waren die Wachstumsmärkte ein bisschen klare definiert.

00:27:12: Damals konnte man stärker mit der Wirtschaft wachsen.

00:27:14: Diese Situation ist derzeit ein bisschen unklarer geworden, hier gilt es für die nächsten Jahre wahrscheinlich nochmal mehr Schärfe in den Fokus reinzukriegen auch zu überlegen wo wollen wir uns ganz konkret als Unternehmen weiterentwickeln und auf die nächsten zwanzig Jahre schauen was für mich für die nächste zwanzige Jahre und für Innovationen und für Unternehmensentwicklung aber ein wichtiger Punkt sein wird das dass wir uns sehr wie uns mit der Zukunft beschäftigen des vergangenen nicht komplett über den Haufen werfen.

00:27:43: Also ich glaube, da hat sich sehr viel geprägt auch sehr viel gefestigt.

00:27:46: es wird rumgehen auch wirklich sich ehrlich nochmal hinzusetzen schauen was können wir als Unternehmen wirklich gut und was können mit diesen Stärken auch an neuem angehen aber gleichzeitig dann eben auch mutig zu sein und zudem bereits bekannten auch in das ungewisse reinzugehen.

00:28:06: dass das natürlich nur bis zu einem gewissen Grad an Trendmanagement, Strategic Foresight etc.

00:28:12: vorher erarbeitet werden kann ist klar.

00:28:14: Risikomanagement ist immer noch ein wichtiges Stichwort.

00:28:16: nicht zu viel Risiko aber gleichzeitig auch noch genug Risiko aufzunehmen um wirklich dann auch möglicherweise in Lucky Punch landen zu können.

00:28:24: alles zusammengefasst glaube ich nochmal in dem Wort Mut und strategisch im Denken.

00:28:28: Ich glaube es ist wirklich was wo wir in den nächsten zwanzig Jahren nochmal verstärkt brauchen werden.

00:28:32: Wenn wir von dem strategischen Denken dann eine Ebene tiefer gehen, quasi wie gehen wir operativ eigentlich damit um?

00:28:38: Was glaubst du, wie wird sich Innovationsmanagement operativ in den kommenden Jahren verändern.

00:28:43: Welche Rolle werden dabei dann vielleicht aber auch künstliche Intelligenz oder datenbasierte Entscheidungsprozesse bei Trendanalysen, Entwicklung neuer Ideen und dann wiederum aber auch für die Ableitung für strategische Handlungsoptionen spielen.

00:28:54: was erlebt ihr da?

00:28:55: Thema KI ist ein sehr spannendes Werkzeug ganz explizit als Werkzeug auch betont.

00:29:01: KI wird uns für die Zukunft und auch für das Thema Strategic Foresight Trend Management nicht die Lösung bringen, dafür weiß KI zu wenig von der Ist-Situation also Stichwort Kontext.

00:29:14: KI large language models beruhen auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Ja, die ganzen Modelle lernen eigentlich aus dem Content der bereits irgendwo besteht.

00:29:25: Neues zu schaffen aus gelerntem Inhalt, der bereits vorhanden ist... Ich glaube da ist KI nicht unbedingt der Schlüssel zum Erfolg!

00:29:32: Wir müssen ja noch mehr den Inhalt auf das transferieren oder auch betrachten wo wir heute als Unternehmen stehen und den Kontext einfach hinkriegen und die Bewertung von dem was eine KI rausbringt.

00:29:43: ich glaube da kommt man an uns Experten derzeit einfach noch nicht vorbei.

00:29:48: Deswegen wird KI uns dabei helfen, beispielsweise große Datenmengen auszuarbeiten.

00:29:54: Auch Indikatoren und Signale schneller zu erkennen wenn sich Trends verändern, wenn Trends auf uns zukommen die besonders auf Synergien treffen dann ist es auf jeden Fall ein sehr wichtiger Punkt und vielleicht auch in der einen oder anderen Kreativitätsmethode am Ende Aber immer noch drauf rauslaufen, dass die Personen, die KI am Ende dann auch wirklich bedienen, noch das Ergebnis bewerten müssen.

00:30:20: Und da wird KI auch im Bereich Innovationsmanagement uns beschleunigen und unterstützen aber uns definitiv die Arbeit nicht abnehmen.

00:30:28: Wenn du jetzt heute einen mittelständischen Automobilzulieferer ein Rat geben könntest?

00:30:33: Was sollte er heute beginnen um in zehn Jahren noch wertwertfähig zu sein?

00:30:39: Dafür, dass ich jetzt auch noch nicht allzu lange in dem Business drin bin, tue ich mich mit so einem schweren Rad natürlich ein bisschen schwer.

00:30:45: Aber ich glaube das was ich in den letzten Jahren hier gelernt habe und mitgestalten durfte... Ich glaube es ist einer der wesentlichen Schlüssel also dieses Thema Ambidextrie und sich nicht nur auf die Effizienz diese Vorentwicklungsschiene zu konzentrieren Also nicht nur mit dem sich beschäftigen indem man sich auskennt also in der eigenen Komfortzone sich aufhält sondern dass man hier nochmal ganz konkret sagt, wir müssen uns neben dem was absolut relevant und wichtig ist auch noch mit der Zukunft beschäftigen.

00:31:14: Und mit der Entwicklung in beispielsweise neue Märkte rein also außerhalb der Komfortzone.

00:31:19: Ich glaube das sind Punkte die unglaublich wichtig werden auch für die nächsten Jahre und für mich so einer der Hauptpunkte auch sein wird wann Innovation wirklich erfolgreich sein wird wenn wir aus der Komforzone rausgehen unbekannte Gewässer aufmachen, also den explorativen Zweig auch noch ein bisschen wichtiger werden lassen und vor allem organisatorisch das Thema Innovation wirklich ernst nehmen.

00:31:44: Also hier wirklich alle mitnehmen auf dieses Change Management, auf diese Reise nach vorne und dass Innovationen ernst genommen wird, vor allem weil es halt nicht innerhalb der nächsten ein zwei drei Jahre für Umsatz sorgen wird sondern immer Zeit braucht, immer Budget brauche was gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage schwerfällt.

00:32:06: Wir wollen uns um die hier und jetzt Probleme kümmern, wir müssen uns aber auch nachhaltig um die Zukunftsprobleme kümmeren mit diesem Ansatz an Bidextrie und diesen systematischen Screen von Chancen von Möglichkeiten und Trends.

00:32:20: ich glaube

00:32:21: Wenn wir das ernst nehmen und gut verankern, dann ist es auf jeden Fall schon mal ein guter Tipp für die Unternehmen in den nächsten Jahren.

00:32:27: Wenn sich jetzt einer unserer Zuhörer für dich und deine Arbeit interessieren will wie kann man dich denn erreichen und mit dir vielleicht auch in den Austausch kommen?

00:32:34: Entweder kann man mich ganz einfach erreichen über unsere Homepage markwat.com, da gibt es auch noch mal unter dem Reiter Innovation viel zu lesen über The Sentem und unseren Demonstrator über das Kontaktformular.

00:32:46: dazu kommt man entweder direkt zu mir wenn's darzufragen gibt.

00:32:48: ansonsten erreichen wir mich aber auch ganz gut über LinkedIn oder andere Singenkanäle etc.

00:32:54: Ja, liebe Herr Felix.

00:32:55: Erst mal vielen Dank für die ganzen Einblicke!

00:32:57: Wir kommen langsam auch zum Abschluss unserer Folge.

00:33:00: Möchtest du unseren Zuhören vielleicht noch etwas Persönliches oder irgendwelche Worte von dir noch mit auf den Weg geben?

00:33:05: Nicht explizit, ich glaube.

00:33:07: Ich kann es nur versuchen jedem so ein bisschen Motivation und Neugierde für Innovationen mitzugeben das sich für das Thema brennt.

00:33:13: Das hat man jetzt gemerkt und alles was da auf uns zukommt wird unglaublich spannend.

00:33:17: Es werden Herausforderungen, auch mal große Probleme sein.

00:33:21: letztendlich liegt an uns diese Lösung dafür zu finden und sich dafür zu begeistern.

00:33:25: Das kann ich nur mitgeben und hofft dass bei dem einen oder anderen so auch angekommen ist.

00:33:30: Man merkt ja auch schon, dass das wirklich ein begeisterungsfähiges Umfeld ist und gerade mit dir und den ganzen Einblicken.

00:33:35: Vielen Dank für deine Zeit und das Interessante Gespräch!

00:33:37: Wir hoffen, dass euch liebe Zuhörer diese Folge gefallen hat und schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein bei einer neuen Folge von TURAS Talkline.

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