Transformation braucht Mut: Warum die deutsche Industrie neue Wege gehen muss
Shownotes
In dieser Folge spricht Benedikt Hofmann über die aktuellen Entwicklungen in der produzierenden Industrie und darüber, wie Unternehmen mit technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen umgehen können. Als Chefredakteur der MM Maschinenmarktgruppe bei Vogel Communications Group GmbH & Co. KG beobachtet er zahlreiche Branchen und Unternehmen und gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Digitalisierung, KI, Kreislaufwirtschaft und neue Geschäftsmodelle. Wir gehen den zentralen Fragen nach:
- Welche Rolle spielen Digitalisierung und KI für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie?
- Was können Unternehmen aus erfolgreichen Transformationsprojekten lernen?
- Warum wird Kreislaufwirtschaft zunehmend zu einer strategischen Frage von Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit?
- Warum suchen immer mehr Automobilzulieferer nach neuen Branchen und Betätigungsfeldern?
- Was unterscheidet Unternehmen, die Transformation erfolgreich gestalten, von denen, die sich damit schwertun?
- Wie könnten Digitalisierung, Automatisierung und Kreislaufwirtschaft die produzierende Industrie in den kommenden Jahren verändern?
Mehr zu TuWAs: www.tuwas-hub.de Kontakt: Marco.Lohrey@fir.rwth-aachen.de LinkedIn Benedikt Hofmann: https://www.linkedin.com/in/hofmannbenedikt/ Industrial Benchmark Summit: https://www.industrial-benchmark-summit.de/
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00:00:00: Wir werden ein bisschen mehr Risikopereitschaft haben müssen.
00:00:04: Eben wenn Disruptionen passieren, wenn großer Wandel passiert dann ist immer mal wieder eine Wette auf eine Zukunftsentwicklung dabei.
00:00:12: und aber wenn man die Wette überhaupt nicht eingeht andere werden Gewinnen.
00:00:15: als auch das müssen wir glaube ich ein bisschen haben.
00:00:24: Herzlich Willkommen zu Tuva's Talkline dem Podcast zum Thema Wandel der Wertschöpfungsketten im Antriebsstrahl.
00:00:29: Mein Name ist Marco Lorey und heute habe ich Benedikt Hofmann zu Gast.
00:00:33: Benedikt Hofmann ist Chefredakteur der MM-Maschinenmarktgruppe und seit vielen Jahren journalistisch im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der produzierenden Industrie tätig.
00:00:42: Inhaltlich bewegt er sich an der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft & Strategie mit Schwerpunkten auf Automatisierung, Digitalisierung, Industrie – Viertpunkt Null neuen Geschäftsmodellen und nachhaltiger Produktionen.
00:00:54: Als Chefredakteur verantwortet er mehrere Fachmedien der Vogel Communications Group, darunter MM-Maschinenmarkt, Blechnett, MM Logistik und Maschinenmarkt Österreich.
00:01:04: Darüber hinaus ist er regelmäßig als Podcaster und Moderator von Fachveranstaltungen aktiv.
00:01:10: Sein Anspruch ist es, industrielle Entwicklungen nicht nur an Trends und Präsentationen zu betrachten sondern kritisch einzuordnen komplexe Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und sichtbar zu machen wie Transformation im Unternehmen tatsächlich umgesetzt wird.
00:01:24: Schön dass Sie heute hier bei mir sind.
00:01:26: erzählen Sie doch mal was treibt sie persönlich eigentlich an?
00:01:30: Ich freue mich natürlich auch sehr, dass ich dabei sein darf.
00:01:33: und ja auf die Frage muss ich eigentlich auf den letzten Teil ihrer Vorstellung zurückkommen.
00:01:39: Das ist nämlich genau das Thema Themen verstehen, Themen einzuordnen zu zeigen welche Bedeutung sie haben vielleicht auch welche Auswirkungen die man nicht im ersten Schritt sieht und das eben in einem Feld, dass auch selbst nicht immer die Sichtbarkeit hat.
00:01:56: Die es eigentlich verdient hat bei unseren Medienmarkens sind ja wirklich auch ganz viel richten sich an mittelständische Unternehmen auch kleinere Unternehmen, die eben in der deutschen Industrie viel mehr Bedeitung haben als man das versteht wenn man nur die großen Medien konsumiert was dann immer um die großen Konzerne geht für Wissen zu sorgen und auch ganz persönlich.
00:02:18: Ich bin einfach verdammt neugierig, ich freue mich immer wenn es ein Thema gibt von dem ich noch nichts weiß und wo ich noch was lernen kann und das passiert mir fast wöchentlich und deswegen passt mir das gut und das hilft auch dabei einfach immer weiterzumachen weil langweilig wird dann in diesem Bereich nicht.
00:02:35: Das verstehe ich.
00:02:35: Sie haben gerade gesagt dass sie sehr neugärig sind auf sehr viele neue Entwicklungen sehen?
00:02:40: Was hat Sie sagen wir mal den letzten zwei Jahren so richtig positiv überrascht oder so richtig neugierig gemacht, was für ein Themenfeld.
00:02:48: Ja also es ist.
00:02:48: am Ende muss man da so langweilig wie es ist, muss man schon KI sagen mit allem was das damit sich bringt.
00:02:55: aber das ist jetzt nicht sehr überraschend dass aber dieser Weg vom ich kann jetzt da etwas eingeben und plötzlich kommt dann im Bild raus diese Spielphase bis hin zum Jetzt wo aus meiner Sicht gerade so langsam sind dieses zu finden, was kann man damit eigentlich machen?
00:03:10: Was kann man dann auch in den industriellen Anwendungen machen abseits von ich lasse mir da meinen Text erstellen oder ich lass mir ein Bild erstellen.
00:03:18: Das ist schon extrem spannend aber eben auch wegen der Grenzen die wir noch nicht absehen können also man kann das ja auch wenn man eine Weile mal solche Entwicklungen beobachtet stellt man das immer wieder fest es ist an dem Moment dass Es gibt keine Grenzen, die Möglichkeiten sind unerschöpflich.
00:03:37: Auch da sind wir jetzt langsam so an einem Punkt wo doch an der einen oder anderen Stelle das Thema aufkommt.
00:03:42: Ja, es sind vielleicht die Grenzen näher als man denkt und was ist eigentlich möglich?
00:03:46: Und was nicht?
00:03:47: Und diese Ära herauszufinden in dieser Zeit, wo man dann guckt was ist wirklich möglich, was ist noch immer wieder Überraschungen gibt.
00:03:55: Das ist natürlich gerade beim Thema künstliche Intelligenz auch sehr verdichtet.
00:03:59: dadurch dass sie so schnell gingen macht das schon sehr, sehr spannend.
00:04:05: Und es glaube ich so ja wirklich kann am Ende einen Scheidepunkt markieren in der Industrie aber eben auch in der Gesellschaft und es wird immer besonders spannend dann wenn Industrie- und Gesellschaften die Grenzen da ein bisschen aufbrechen und man sieht dass das überspannt wirklich alles.
00:04:22: also da kann ich leider nichts kreativere sagen weil das wäre gelogen.
00:04:27: da muss ich einfach sagen Künstliche Intelligenz.
00:04:29: Dann gehen wir direkt einmal auf dieses Themenfeld genauer ein.
00:04:32: Wir beschäftigen uns ja auch im Rahmen von Tuva's mit den ganz großen vier Megatrends Elektrifizierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Wandel der Arbeitswelt.
00:04:40: Sie haben es gerade schon gesagt dass KI sie am meisten auch neugierig macht das das ja auch in den letzten paar Jahren stärker im Kommen ist.
00:04:48: Wenn wir jetzt mal ganz speziell auf die Industrie schauen was glauben sie?
00:04:51: Ist tatsächlich die Digitalisierung auch der Megatrennt der die industrie derzeitlich am meisten stärkt?
00:04:56: oder glauben sie dass es da auch große Synergien gibt.
00:04:59: Wie kriegt man das sauber zusammen diese vier Megatrends, sauber abzubilden in der gesamten Automobilzulieferung und produzierenden Industrie?
00:05:07: Auf jeden Fall ist Digitalisierung, also wenn man es jetzt mal größer fasst über die KI hinaus wahrscheinlich das wichtigste Thema dass wir da aktuell haben in all seinen Bestandteilen.
00:05:18: Es ist ja für mich ein großes Thema auch das Zusammenwachsen eben dieser unterschiedlichen Trends.
00:05:24: Also Digitalisierung und Automatisierung wird man irgendwann nicht mehr voneinander trennen können.
00:05:29: Das muss so sein Wenn man den Weg der Automatisierung oder Digitalisierung weitergehen will Und da bildet es dann am Ende einfach Basis, das bildet auch die Basis dafür wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben.
00:05:42: Und es ist auch die Lösung für ganz viele Themen, die uns bevorstehen und die manchmal aus meiner Sicht noch nicht überall groß genug auf der Agenda sind.
00:05:54: Ich will da mal als Beispiel des Thema der industriellen Datenräume Nennen, wo jetzt im Automobilbereich man mit Katena X für mein Gefühl schon ziemlich weit ist.
00:06:05: Produzierende Industrie mit dem Thema Manufacturing X... bisschen hinterher hinkt, aber jetzt auch immer mehr passiert und bei dem mir manchmal noch so ein bisschen das Verständnis fehlt.
00:06:16: Wie weit reichen diese Themen eigentlich funktionieren?
00:06:19: Und es nicht nur darum geht ich habe da irgendwie einfach eine Cloud die dann alle nutzen und die gemeinsame Regeln haben sondern man muss das ja auch vor dem Hintergrund von Dingen wie Digital Product Passport und all diese Themen sehen.
00:06:32: wo führt man denn das weiter?
00:06:33: was nutzt man?
00:06:34: da braucht man auch da brauchen wir die digitalen Infrastrukturen um das voran zu bringen.
00:06:39: Und ich bin ganz sicher, dass das ein Riesenthema weiter sein wird und ein ganz großer Punkt der darüber entscheidet wie erfolgreich oder eben nicht erfolgreich sind Unternehmen gleichzeitig.
00:06:50: Der Journalist in mir ist ja immer auch ein bisschen ein.
00:06:53: Maner muss sich auch sagen wir haben natürlich da einen riesengroßen Gap zwischen denen.
00:06:58: was ist möglich?
00:06:59: Was sieht man vielleicht an dem eine oder anderen Leuchtturm Beispiel und den wo stehen ganz viele andere.
00:07:06: Das zeigen wir so.
00:07:07: Diskussionen, die jetzt durch KI wieder aufkommen zum Beispiel zum Thema der Stammdatenqualität und insgesamt der Datenqualität.
00:07:14: Da sind Themen, die haben wir diskutiert in den ersten Tagen von Industrie für Null.
00:07:18: Die sind jetzt schon ein paar Jahre her, also was waren das?
00:07:21: vor zwölf, dreizehn Jahren wurde der Begriff geprägt.
00:07:25: Da wurde ab dem ersten Tag quasi das Thema diskutiert.
00:07:28: und jetzt da KI kommt kommen wir wieder bei dem Thema an, was auch zeigt in der Masse und in der Fläche haben wir das Thema in alten Jahren nie in den Griff bekommen.
00:07:36: und dass darf man natürlich dann nicht überkarschieren mit den einzelnen Leuchttürmen die man heraushebt sondern muss auch weiter verstehen es gibt Ganz große Möglichkeiten, die sich ergeben.
00:07:48: Man darf aber auch die Basisarbeit nicht vergessen und sich nur auf die shiny Cases konzentrieren, sondern es geht auch wirklich weiter um die Basüs.
00:07:57: Gerade bei so einem Thema wie KI ist natürlich das ganze Thema Datenstruktur, Datenqualität zur Verfügung stellen ja auch sehr wichtig, um das Ganze in ein stimmiges System zu bringen und es nicht nur als technologische Transformationen zu sehen, sondern halt auch organisatorisch dass da alles bereit sind, dass die Mitarbeitenden damit umgehen können.
00:08:15: Sie haben gerade gesagt, es gibt einige Leuchtturmprojekte.
00:08:17: Wenn wir jetzt anschauen diese digitale Transformationen was haben sie wenn sie an ein Best Practice aus diesem Bereich denken?
00:08:24: Was fallen Unternehmensnahme schreibt in deinem Kopf und warum?
00:08:27: Sie haben mir vorhin angekündigt, ich moderiere auch immer wieder Veranstaltungen und da würde ich wirklich einen Case nehmen der bei unserem letzten Industrial Benchmark Summit vorgestellt worden ist.
00:08:38: Kleine Eigenberg-Bunkte findet am neunzwanzigsten Oktober wieder in Würzburg statt.
00:08:42: Sorry dafür das muss ich tun!
00:08:44: Da hat das Unternehmen König & Bauer also traditionell Druckmaschinenhersteller die aber mittlerweile natürlich auch viel mehr machen und das Beispiel kann ich auch glaube ich so nennen auch schon in unserem Industrial Benchcast, wo sie das vorgestellt haben und man sich das anhören kann.
00:09:01: Da ging es um die Einführung einer Digitalisierungsplattform für dieses Unternehmen also genau... das Thema, worüber wir eben gesprochen haben.
00:09:10: Und mir geht's am Ende da gar nicht so sehr um.
00:09:13: was war das Ergebnis?
00:09:14: Wie sieht diese Plattform aus?
00:09:15: Was kann die?
00:09:16: Weil das finde ich immer schwierig zu sagen dass sie super und schlechter kommt es einfach stark auch auf das Unternehmen an.
00:09:22: Sondern es geht mir viel mehr um den Weg denn das Unternehmen genommen hat um dahin zu kommen wo sie eben aus meiner Sicht genau dieses Das ist eine Transformation hier ist vieles anders Umgehen verstanden haben.
00:09:36: Also auch als Traditionsunternehmen mit langer Geschichte, trotzdem dann in der Lage waren zu sagen das Thema gehen wir anders an gar nicht wie wir es früher gemacht haben sondern wir machen hier ein Kernteam aus ganz unterschiedlichen Bereichen die zusammenkommen die sagen Wir haben auch Bock auf das Thema.
00:09:53: ich glaube dass ist in Anfangszeiten von Transformation immer wichtig dass man mal Leute hat die wirklich auch Lust Darauf haben und vorangehen.
00:10:01: Und anschieben, sammeln da ein Team zusammen und geben denen einfach auch... relativ weitreichende Freiheiten zu sagen.
00:10:09: Ihr probiert mal, ihr habt hier das Ziel, dass es unser Ziel da wollen wir hingehen.
00:10:13: aber wir schreiben jetzt nicht vor wie soll der Weg dahin sein sondern ihr erarbeitet das eben auch in neuen Strukturen.
00:10:20: Das hat so Themen wie dann auch einem Hackathon in dem Unternehmen geführt wo Lösungen entwickelt worden sind alle Sachen die es vorher zu meinen Bissen nicht gab und sicherlich auch für viele da neu waren.
00:10:32: und genau diesen Ansatz zu sagen Wir haben dieses Ziel, wir wissen aber auch das ist ein Thema.
00:10:37: Das funktioniert nicht wie unsere traditionellen Themen und wir müssen es auf eine andere Art angehen und dann eben damit auch erfolgreich zu sein und ich weiß es immer weiter im Unternehmen auszurollen des Ergebnis dessen.
00:10:49: Das finde ich da schon wirklich beispielhaft weil dass genau das ist was man aus meiner Sicht beim Thema Transformation eben nicht vergessen darf.
00:10:58: Es ist nicht nur ein Begriff sondern da steckt etwas drin.
00:11:03: Wir kaufen uns eine neue Technik, die stellen wir hin und dann geht es weiter.
00:11:07: Das ist nicht wie früher, wir kaufen einen neuen Bohrer und der ist etwas stärker und besser.
00:11:12: Und damit bohren wir schneller Löcher, den stellen wir hin und dann geht es los und das werden schneller Löchger gebohrt.
00:11:16: Sondern es geht um Strukturen, es geht auch um Prozesse haben sie ja auch schon mit angesprochen.
00:11:23: Es geht auch die Mitarbeiter, die dabei sein müssen, die man mitnehmen muss.
00:11:27: Und da sind einfach Themen, die muss man anders angehen.
00:11:30: Ich glaube dass muss man sich auch bewusst sein und das wahrnehmen best practices schaffen.
00:11:37: Wir haben jetzt gerade sehr lange über, wie kriegt man eigentlich die Digitalisierung hin?
00:11:42: Aber als Chefredakteur beobachten sie natürlich sehr viele Technologien breits erfüllt.
00:11:46: das heißt Sie kriegen viel mit.
00:11:47: was beschäftigt die Industrie derzeitig?
00:11:49: Was für Themenfelder kommen da rein?
00:11:51: Jetzt hatten wir auch eben schon die vier disruptiven Megatrends Die wir betrachten angesprochen.
00:11:56: aber ich stelle jetzt einfach mal die provokante Gegenfrage welche Themen werden denn derzeitig aus ihrer Sicht überschätzt?
00:12:03: wo sagen sie ist das Potenzial deutlich größer oder vielleicht auch Unterschätz.
00:12:07: Also wo sagen Sie im aktuellen Fokus, in der aktuellen Medienlandschaft gibt es da wirklich Themen die sind deutlich überschätzt, die sind gar nicht so stark und Themen die ist deutlich unterschätz, die laufen viel zu sehr unter dem Radar.
00:12:18: Das ist so Ihr Eindruck.
00:12:19: Ich fange mal mit dem Negativen an um dann mit den Positiven zu enden und werden mir da glaube ich gleich an mancher Stelle vielleicht keine Freunde machen.
00:12:28: auf der anderen Seite wer mehr folgt weiß dass ich gewisse, nennen wir es mal Zweifel im Umfeld des Themas Humanoid Robotik habe.
00:12:37: Und das ist ein Zukunftspotenzial.
00:12:39: also was man konzentrieren muss ist Marketing.
00:12:43: technisch funktioniert das natürlich super.
00:12:45: da sehen wir alle plötzlich schaffen's Industriethemen in die Tagesthemen und der Kanzler lässt humanoid Roboter vor sich psalters schlagen und wie auch immer Wegreden, wie wichtig das auch ist.
00:12:58: Ich sitze an einer Seite die für Öffentlichkeit zuständig ist.
00:13:01: also natürlich verstehe ich auch dass das auch schon mal ein wichtiger Aspekt als industrielle Themen überhaupt mal in die Öffentlichkei zu bringen und damit auch zu zeigen was es da eigentlich wichtig.
00:13:10: welche Unternehmen sind da wichtig?
00:13:13: aber am Schluss technologisch das Thema humanoide Robotik also Roboter mit menschlicher Form die eben auch etwas mir dann wichtig ist auf Beinen laufen und einen Kopf haben, da wo er bei Menschen sitzt.
00:13:28: Da möchte ich doch bezweifeln wie viel wird die in Zukunft, dass mir geht es immer um Industrie?
00:13:34: Es gibt dann immer das Gegenbeispiel... Mir geht's nicht um Pflege oder Ähnliches, wo das vielleicht ein Case sein kann.
00:13:40: aber in der Industrie habe ich doch meine Zweifel.
00:13:43: wenn man die eine oder andere Produktion aus Umgebung sieht weiß man meistens sind die Böden da flach.
00:13:48: also ich brauche nicht unbedingt Beine umtreppen.
00:13:52: und wir sehen jetzt auch schon immer mehr Robotiksysteme, die als humanoide Roboter bezeichnet werden.
00:13:59: Die sich aber auf Rollen oder Ketten bewegen.
00:14:01: das haben wir mal noch vor ein paar Monaten einfach als mobile Robotik bezeichnet.
00:14:06: Am Ende geht es aus meiner Sicht um die Enteffektoren, die greifen all diese Themen, die eben das möglich machen was ein Roboter machen kann.
00:14:14: Es geht um die Sensorik egal auf welche Art sie ist dass die Sachen erkennen und wahrnehmen kann.
00:14:20: ob die am besten immer da platziert ist wo der menschliche Kopf platzierte.
00:14:23: Das möchte ich auch infrage stellen.
00:14:26: also da ist ein riesiger Hype.
00:14:28: dieser Hype tut sicherlich auch der Industrie Gut, und ich möchte ihn gar nicht schlecht reden.
00:14:33: Ich glaube aber als Industrieentscheider und leutet ja wirklich in der Produktion sein sollte man doch genau einschätzen was daran sind die Dinge die mich interessieren und mir weiter bringen.
00:14:45: Und was ist dann eben der Hype?
00:14:47: Was es für eine große Masse einfach verständlich macht und das sieht nach Science-Fiction aus und das ist irgendwie cool und das schaut man sich gerne an.
00:14:54: Aber ist es am Schluss wirklich humanoide Robotik?
00:14:58: oder ist es eben doch immer flexibler werdende mobile Robotik, die wir da sehen werden.
00:15:03: Da bin ich eher bei zweiterem muss ich ganz ehrlich sagen.
00:15:07: also das wird mir ein bisschen hochgekocht gerade auch mit dem Begriff.
00:15:11: Ich will aber trotzdem auch ehrlich sein.
00:15:12: natürlich berichten auch wie über humanoide Robotik klar es geht grade gar nicht anders und wird zeigen was da los ist.
00:15:17: Wir schätzen aber eben auch mal kritisch einen dass sich glaube ich da jetzt an der Stelle auch gemacht habe Beim Unterschätzt.
00:15:24: da hab' ich ein ganz klares Thema Und das ist für mich das Thema Kreislaufwirtschaft.
00:15:29: Also das ist für mich in den Diskussionen, auch in der Industrie viel zu häufig noch zu eng verknüpft mit dem Begriff Nachhaltigkeit wie wir ihn vor ein paar Jahren verstanden haben.
00:15:39: Wo sehr viel eben um rettete Planeten gegenst.
00:15:44: stellt euch Grüner da auch ganz viel eigentlich gedacht aus einer Sichtung von Employer Branding.
00:15:49: Wir stellen uns als grüneres Unternehmen dar.
00:15:51: Sind es vielleicht auch im Idealfall und bekommen dadurch mehr Mitarbeiter?
00:15:56: Für mich ist Kreislaufwirtschaft da wirklich Schritt weiter, größeres Thema noch das einfach auch eine strategische Dimension dann bekommt.
00:16:04: Wir sehen ja gerade was auf der Welt los ist.
00:16:07: wir diskutieren fast schon wöchentlich über das Thema wie seltene Erden
00:16:13: etc.,
00:16:14: Probleme die zu bekommen auch bei anderen Rohstoffen über Verfügbarkeiten.
00:16:19: und wenn ich jetzt in der Lage bin die Rohstoffe zu nehmen die ich schon habe und die möglichst gut auch wiederzuverwerten und einen klaren Kreislauf hinzubekommen, ist das für mich wirklich eine Frage.
00:16:30: Eine strategische Frage?
00:16:31: Eine Frage von Resilienz?
00:16:33: Und eine Frage die wirklich über einfach nur wir sind weniger schädlich für den Planeten hinausgeht.
00:16:38: bei dem dass weniger Schädlich sein für den planeten eigentlich ein ding ist es dann mit kommt dass man aus meiner Sicht sehr gerne mitnehmen sollte.
00:16:47: Ich habe zwei Kinder, ich freue mich wenn der Planet für die auch noch funktioniert, wenn sie mal älter sind.
00:16:52: aber wir sind ja eben nicht mehr nur auf dieser Dimension sondern ein bisschen auf eine Dimension wo es wirklich ganz deutlich auch Geschäftsrelevant wird und deswegen natürlich ist das Thema in verschiedenen Orten da und wird auch besprochen.
00:17:06: aber ich würde sagen dürfte eigentlich noch größer auf der Agenda stehen an vielen Punkten und deswegen möchte ich das auch wirklich als Indikategorie unterschätzt einordnen.
00:17:16: Das Thema Kreislaufwirtschaft ist ja auch eines unserer Kernthemen, mit denen wir uns seitens des FI erst sehr viel beschäftigen.
00:17:22: Wo wir dann noch wirklich hingehen und sagen, das ist auch für die ökonomische Resilienz extrem wichtig.
00:17:26: Dass wir eben diese Ressourcen so effektiv wie möglich benutzen.
00:17:30: Und Sie haben eben auch das Stichwort Resilience genommen.
00:17:32: Ich würde das jetzt einmal als Überleitung mit reinnehmen Wie genau sehen sie denn eigentlich zu der aktuelle industrielle Lage?
00:17:38: Was ist denn so der Überblick?
00:17:39: Sie sprechen ja auch nahezu täglich wöchentlich mit.
00:17:42: Unternehmen sind in den verschiedenen Branchen mit drin.
00:17:45: Wenn wir so auf die letzten sechs Jahre zurückgucken, dann hatten wir erst den Start der Dekade mit Pandemie.
00:17:50: Dann den ein oder anderen Krieg, den einen oder anderen Zollkonflikte in den USA, die eine oder andere Verschärfungen in China mit hinein.
00:17:58: Wenn Sie auf diese letzten sechs Jahren einmal zurückblicken wie hat sich die Stimmung verändert?
00:18:03: Also wenn ich ein bisschen beide zurückschaue und ebenso die Ära nehme, die sie angesprochen haben war unterwegs für mich so dass Spannendste, das auffälligste was mir begegnet ist, dass meine Gespräche gerade auch mit Unternehmenseigentümern, Chefsentscheidern etc.
00:18:20: viel häufiger eine politische Dimension hatten.
00:18:23: also als ich angefangen habe mit diesem Job da war wenn man diese Gespräche geführt hat Politik eigentlich nie ein Thema.
00:18:29: es ging eher in die Richtung.
00:18:30: Wenn wir mal eine Frage zu politischen Entscheidungen gestellt haben er die Antwort nicht.
00:18:34: zur Politik möchte ich mich nicht äußern.
00:18:36: und interessanterweise in dieser Zeit Sehr umgesprungen und sehr viele hatten auch ein großes Interesse, sich zu Politik zu äußern.
00:18:44: Weil sie das Gefühl bekommen haben dass das nötig ist weil da aus ihrer Sicht Sachen in die falsche Richtung laufen.
00:18:51: ich muss sagen Ich befürworte das weil ich finde gerade so die produzierende Industrie ist da häufig noch zu leise Gerade der Mittelstand, über die Autobauer kann man das sicherlich nicht sagen und dann wahrscheinlich auch so die Tier eins etc.
00:19:07: Die kriegen das auch ganz gut hin was da drunter ist, da es häufig darf man und sollte aus meiner Sicht lauter sein.
00:19:13: also das war eine Entwicklung die ich da relativ spannend fand.
00:19:18: Und wenn man jetzt auf die kürzere Vergangenheit guckt, dann treffen wir uns wirklich zu einem guten Zeitpunkt weil ich jetzt doch in den letzten Monaten merke dass sich glücklicherweise die Stimmung an einigen Stellen auffällt.
00:19:31: also man muss wirklich sagen man muss da vorsichtig sein es ist punktuell aber es gibt immer mehr auch Gesprächspartner die sagen nein wir sehen es zieht wieder an es ist wieder mehr Interesse da Geschäft läuft wieder besser das merkt man schon letzten Wochen, dass das jetzt immer häufiger auch wieder passiert.
00:19:50: Wie gesagt punktuell damit kann ich kein Urteil über die gesamte Branche treffen und da wird es sicherlich auch nicht zustimmen.
00:19:56: aber oder würde sicherlich Auch Nicht stimmen.
00:19:59: Aber Ich Nehme Es Mal Als Indikator Dafür Und Nehmen Da Die Hoffnung Mit Dass Das Immer Häufige Thema Bei Gesprächen Seinen Wird.
00:20:07: Ich Glaube Auch Wir Haben uns Vielleicht An Mancher Stelle Ein bisschen Zu sehr In So Eine Kleine Industrie der Depression ...gesprochen, wo an manchen Stellen die der Rückgang war ein Rückgang von absoluten Hochs.
00:20:20: Da muss man auch immer aufpassen.
00:20:21: wenn wir vorher einen kompletten Boom hatte!
00:20:23: Der Boom geht halt... irgendwann mal vorbei.
00:20:25: Das hat ein Boom so an sich, sonst wäre es kein Boom.
00:20:28: und das geht dann zurück heißt nicht immer gleich dass eine komplette Industrie verschwindet sondern manchmal heißt auch man muss ich erst einmal wieder einleveln nach so einem boom muss man sich immer erstmal schütteln und dann gucken wie geht's weiter?
00:20:40: Und da habe ich schon das Gefühl dass wir da jetzt gerade hinkommen, dass wir in so einer Phase wirklich der Orientierung kommen wo viele Unternehmen sich mit beschäftigen.
00:20:48: was sind eigentlich meine Zukunftsmerkte, welche Technologien sind die, die für mich in Zukunft bedeutend sein können?
00:20:56: und das ist schon mal für mich ein deutlich positiverer Ansatz hinzugehen.
00:21:00: Dann spricht man wieder über Lösungen, man spricht wieder über Zukunft, man spricht über Entwicklungen und Weiterentwicklungen und das nämlich sehr freudig war dass das immer mehr in den letzten Wochen zum Thema wird.
00:21:12: Wenn wir jetzt ganz speziell dann auch mal auf die Automobil- und Zuliefererindustrie schauen, Sie haben sie gerade schon so ein bisschen mit dem politischen Standing angesprochen.
00:21:19: Aber wenn Sie sich speziell mit dieser Industrie unterhalten welche Herausforderungen wir in den Gesprächen aktuell am häufigsten?
00:21:27: Ich weiß gar nicht ob ich das in diesem Podcast sagen darf aber Journalisten müssen ja die Wahrheit sagen.
00:21:33: also ganz ehrlich gerade bei den Zulieförern ist die häufigste Fragestellung die mir begegnet Wie komme ich in neue Branchen, wie finde ich neue Betätigungswetter?
00:21:44: Das muss sich einfach ganz ehrlich sagen.
00:21:45: Also da mit den Beispielen Defense Medizintechnik, Branchen wo einfach großes Zukunftspotenzial gesehen wird bei Defense erklärt es sich das einfach über das Geld dass da in dem Markt einfach gerade gespült wird gerade in Europa und besonders auch in Deutschland.
00:22:02: Und zu sagen wie kann ich mich da erweitern?
00:22:05: und dann haben wir wieder eine Begriff Resilienz resilienter aufstellen.
00:22:10: Also das ist nicht eine Abkehr oder ein Abschreiben der Automobilindustrie, auch als Kundenmarkt aber es ist ein zu sehen.
00:22:19: okay möglicherweise Wachstum wird nicht ewig weitergehen.
00:22:22: dass zu glauben wäre wahrscheinlich auch blauäugig.
00:22:24: also wenn ich jetzt als Unternehmen weiter wachsen möchte wozu wir ja alle ein bisschen verdampft sind auch weil sonst nicht funktioniert.
00:22:32: im ganzen wirtschaftlichen Kontext muss sich mich damit beschäftigen vielleicht Branchen daneben noch zu finden, wo ich mein Know-How das was ich habe auch meine Produktionsstätten, meine Produkte eben vielleicht etwas angepasst aber in neuen Branchen einfach auch bringen kann oder mit dem Know-how dass sich habe.
00:22:50: Vielleicht auch ganz neue Produkte entwickeln kann.
00:22:52: und das muss ich ganz ehrlich sagen Das ist da schon ein Thema, dass wir in diesem Umfeld viel hören und wo wir auch großes Interesse dann sehen an dem Thema.
00:23:04: Wenn Sie jetzt mal so die Branchen untereinander ein bisschen
00:23:06: vergleichen,
00:23:07: glauben sie dass es da andere Branchen gibt die sich viel von der Automobilindustrie anschauen können was zur Transformation angeht sind zu neuen Märkten oder Digitalisierung.
00:23:15: Oder auch umgekehrt wo die Automobilenustrie deutlich vorsichtiger ist wo sie sich vielleicht ein anderes Beispiel an der Elektronik Industrie in der Kunststoffindustrie etc.
00:23:22: nehmen können.
00:23:23: haben sie da so Empfehlungen Tipps oder Best Practices Worst Practices wie sagen Da könnten die Branche untereinander noch viel von lernen.
00:23:31: also für mich das Best Practice, das habe ich vorhin schon mal angesprochen.
00:23:35: Das wäre für mich so ein Thema wie wirklich gemeinsame Datenräume des Thema Katerna X, wenn man das vorangetrieben hat.
00:23:42: Ich glaube dass kommt aus der Struktur der Automobilindustrie die über dieses Zulieferersystem und Netzwerk schon immer eben genau da sehr vernetzt Arbeiten muss.
00:23:53: Und dann zieht diesen Bedarf, das auch auf Plattformen zu tun wo der Austausch wirklich möglichst reibungslos funktioniert, möglichst klar funktioniert und auch möglichst nachvollziehbar funktioniert.
00:24:05: um das da hinzubekommen dass es sicherlich etwas, wo man einfach sieht dass das da deutlich schneller aus meiner Sicht vorangehen und auch wirklich beispielhaft an meinen Stellen ist sicherlich noch nicht am Ende seiner Entwicklung aber für mich wirklich ein positives Beispiel auf das ich ja dann ganz viele weitere Themen aufsetzen lassen.
00:24:25: Das ist ja das Wichtige daran.
00:24:26: Man schafft mal die Basis, da lässt sich aber dann ganz vieles aufsetzten.
00:24:30: Manches was man sich gerade vielleicht noch gar nicht vorstellen kann muss erstmal einen schlauen Kopf braucht.
00:24:34: er sagt hey die Basi haben wir damit könnten wir doch auch dieses oder jenes machen bis hin zu vielleicht komplett neuen Geschäftsmodellen.
00:24:40: Also das ist da sicherlich was man mitnehmen kann, womit sich meine Perspektive nach die Automobilindustrie und alles was dazugehört in den letzten Jahren etwas schwerer getan hat wo sich andere Industrien nicht unbedingt leichter getan haben.
00:24:59: Das wäre glaube ich falsch gesagt sondern gezwungen waren an mancher Stelle auch anders zu agieren.
00:25:04: es eben Genau dieses Thema Transformation von Kerngeschäftsmodellen.
00:25:09: Wo man sagt, okay ich habe ihr was das hat immer gut funktioniert.
00:25:12: damit habe ich super Geld verdient.
00:25:15: aber ich muss auch mal einfach die Realität ins Auge blicken und sagen dass funktioniert vielleicht in Zukunft nicht mehr.
00:25:22: Das wird auch in der Branche werden nie alle schaffen.
00:25:24: Ich hab vorhin von einem Druckmaschinenhersteller gesprochen wo dann auch bei rauskommt Das Unternehmen gibt es noch.
00:25:31: Einige in der Branche gibt es nicht mehr, das ist die älteren unter uns können sich erinnern an das große Thema als Print durch Internet weniger wichtig wurde.
00:25:39: Es ist jetzt auch schon ein bisschen her, was natürlich für diese Branche riesige Herausforderungen gestellt hat, die auch nicht alle meistern konnten muss man am Ende Aber eben die gemeistert haben, die sich darauf eingestellt haben.
00:25:50: Und sie gesagt haben selbst wenn mein USP bis jetzt in dem Bereich ist der nicht mehr so bedeutend ist dann muss ich eben dem ins Auge sehen und muss sagen Ich muss mir USPs in anderen Bereichen schaffen und ich muss gucken wie ich damit umgehe.
00:26:03: Und da, das ist jetzt so eine ja vielleicht auch ein bisschen polemische Sichtweise.
00:26:08: Aber da habe ich schon das Gefühl dass man sich im Automobilbereich in den letzten Jahren etwas schwerer getan hat und die Experimente die gemacht worden sind und die eigentlich guten Beispiele dann noch häufig nicht so durchgezogen wurden sind wie es hätte aus jetzt Nachbetrachtung passieren soll.
00:26:25: Ist aber auch einfach immer im Nachgang und ich weiß, da hängt auch vieles dran was jetzt in so einer schnellen Fernsehdiskussionsrunde dann eher nicht diskutiert wird und keine Rolle spielt und wo es nicht so tief reingeht.
00:26:37: Aber das ist glaube ich dieses ja wirklich verstehen und sich auch mal von lieb gewonnenem lösen können und sagen okay wir müssen jetzt auf was anderes setzen weil das funktioniert.
00:26:47: ich glaube dass passiert jetzt durchaus hätte aber früher passieren können muss jetzt dann auch schnell passieren glaube ich.
00:26:54: es hängt ja wirklich sehr vieles dran in der gesamten deutschen industrie dass das funktioniert und da habe ich wirklich große hoffnung.
00:27:02: hier merkt man auch einfach schon das ist das thema transformation als übergeordnete das Thema gerade sehr viele industrien sehr viele branchen aber auch sehr viele unternehmen betrifft.
00:27:11: Deswegen stelle ich jetzt einfach mal so die Frage, Sie haben einige Best Practices auch schon genannt.
00:27:15: Auch gesagt wie Unternehmen das angehen?
00:27:18: Was unterscheidet denn?
00:27:19: aus Ihrer Sicht dienen Unternehmen Die Transformation erfolgreich gestalten komplett von denjenigen die sich schwer tun.
00:27:25: wenn wir mal zum Beispiel bei den verschiedenen Beispielen bleiben sie haben es eben mit dem Druckermaschinen gesagt Wenn man dass die Unternehmen dies geschafft haben auf die Branche oder auf mehrere Unternehmen überträgt.
00:27:34: was muss ein Unternehmen machen um wirklich erfolgreich transformieren zu können?
00:27:38: Ich finde die Frage gar nicht so einfach weil's eine sehr individuelle Frage ist, weil Unternehmens sind sehr unterschiedlich.
00:27:46: Märkte sind sehr anders.
00:27:48: Produkte sind ganz anders.
00:27:50: Ich würde es versuchen auf das runterzubrechen was für mich übergreifend gilt und dass es zum einen zu akzeptieren zu durchdenken und zu strukturieren, was Transformation eigentlich bedeutet in all ihren Bereichen.
00:28:06: Also wie wir vorhin schon besprochen haben das geht da nicht nur um eine Technologie es geht um Prozesse Es geht um Strukturen und es geht die Menschen.
00:28:15: bei Prozessen gibt es ja aus dem Frühzeit der Digitalisierung den schönen Satz.
00:28:20: Wenn man einen schlechten, ich sag's mal so, Prozess digitalisiert hat man am Schluss einen schlechten digitalen Prozess.
00:28:27: Es wurde im orginalen anderes Wort vor mir mit SCH verwendet und das bildet sich ja da auch weiter.
00:28:32: Ich kann nicht Transformation machen und im Hintergrund alles gleich behalten wollen.
00:28:38: Ich muss mir über Strukturen Gedanken machen, ich muss mir auch über Prozesse Gedanken machen... ...ich muss mich auch über Menschen und ihre Rolle in dem neuen System Gedanken machen und wie es sich auf sie auswirkt.
00:28:49: Das ist das eine, das große ganz sondern gleichzeitig der zweite Punkt, der dem fast ein bisschen widersprüchlich klingt für mich aber nicht ist dann gleichzeitig aber auch mit einzelnen Schritten anfangen Weil das ist dann auch so eine Krux.
00:29:03: Wir nehmen uns dieses große Bild und wenn man es schafft, darf am Schluss aus meiner Sicht – gibt's aber sicherlich Leute die mir widersprechen – nicht rauskommen.
00:29:12: Das muss jetzt alles an einem Tag passieren und zum gleichen Zeitpunkt.
00:29:17: Man muss das Zielbild haben, man muss sehen wo sind die wichtigen Meilensteine?
00:29:22: Wo sind vielleicht auch die Hemmschuhe oder die Hindernisse, die man überwinden muss?
00:29:26: Und man muss das aber nicht alles mit einmal machen!
00:29:29: Punkte zu finden, wo man sagt da fangen wir an um auf dem Weg dann auch einfach Erfolge einfahren zu können und nicht in so einem Strudel aus.
00:29:38: überall hakt es irgendwie überall funktioniert.
00:29:40: Nicht ganz richtig wenn man zu viel auf einmal macht sondern wirklich anfangen manchmal auch mit kleinen Teams anfangen.
00:29:46: da.
00:29:46: ein bisschen Agilität ist auch so ein Thema, kommt aus der Software-Entwicklung muss ich aber glaube ich auch Industrie immer mehr mit Beschäftigten zu sagen wir gehen dahin.
00:29:57: und dann ein letzter Punkt.
00:30:00: Ich glaube es ist besser geworden aber immer noch verbessernungswürdig.
00:30:04: besonders in Deutschland ist eben das Thema der vieler Kultur.
00:30:08: Das ist ja ein bekanntes Thema, dass es das beispielsweise in den USA eine ganz andere Fehlerkultur haben als hier.
00:30:15: Wo das scheitern wirklich teilweise eher einen Orten an der Brust ist als negativer Punkt und das müssen wir in dem Zusammenhang einfach lernen.
00:30:23: wenn man Themen neu macht, wenn man sie transformiert wird nicht alles immer sofort funktionieren Und das muss nicht immer heißen, dass eine Person Schuld ist oder eine Abteilung schuld ist.
00:30:32: Oder dass alles schlecht ist.
00:30:33: Das heißt dann einfach sich anzugucken warum hat es nicht funktioniert?
00:30:36: Was sind die Punkte?
00:30:38: Waren die Ziele falsch und wir sind in die ganz andere Richtung gegangen?
00:30:41: oder waren es einzelne Punkte im Prozess die dazu geführt haben, dass es nicht funktionierte und dann denen zu arbeiten?
00:30:47: also ich glaube diese Fehlerkultur ist da wirklich auch wahnsinnig wichtig weil niemand wird ein transformiertes Unternehmen einfach so an die Wand malen wir das um und dann passiert es.
00:30:58: Es ist eine Entwicklung, und in der Entwicklung muss man immer auch bereit sein mal Fehler zu machen, auch mal mit was zu scheitern und so sagen okay wir haben etwas daraus gelernt dass uns dabei hilft beim nächsten Punkt noch viel erfolgreicher zu sein.
00:31:11: damit tun wir uns in Deutschland traditionell ein bisschen schwer.
00:31:15: Ich glaube, es wird anders.
00:31:16: Es hat sich da schon einiges getan.
00:31:18: Man muss aber einfach da auch dranbleiben und das weiterleben.
00:31:21: Und ich glaube wenn man das zusammenbringt – und das sehe ich eben bei Unternehmen, wo aus meiner Sicht das sehr gut funktioniert – sehe ich viele dieser Punkte zusammenkommen, wo man sagt, man nimmt sich diesen an und man ist sich dessen bewusst und man macht auch Transformation.
00:31:36: Man gestaltet sie ganz bewusst als letzten Punkt.
00:31:39: Man macht das nicht so nebenbei uns stolperterein sondern wirklich mal einen Punkt entdehm, uns jetzt damit beschäftigen und wir müssen uns wirklich transformieren, weil wir uns transformieren wollen.
00:31:50: Das kommt eben auch aus der ganz anderen Geschwindigkeit die Entwicklungen mittlerweile haben.
00:31:54: man kann nicht einfach mal so vor sich hinarbeiten und dann davon ausgehen.
00:31:57: Die Dinge werden sich schon entwickeln im Verlauf von zwanzig Jahren, da kommen wir zurück zur KI.
00:32:03: Wie schnell hat sich vieles verändert innerhalb von drei vier jahren durch dieses Thema?
00:32:08: Das wird nicht weniger werden.
00:32:10: Entwicklung wird nicht wieder langsamer werden sondern Entwicklung und Veränderung geht immer schneller Und das muss man einfach auch annehmen und sich dem dann stellen.
00:32:19: Ich würde ganz gerne so langsam zum Abschluss kommen und da wagen wir dann einmal nochmal den Blick nach vorne Wie wird sich Ihre Einschätzung nach die produzierende Industrie in Deutschland in den nächsten fünf bis zehn Jahren
00:32:37: verändern?
00:32:46: unterschiedlichen Entwicklungen, Transformationen, Disruptionen über die wir in den vergangenen Jahrzehnten gesprochen haben und da hat sich das immer wieder gezeigt.
00:32:56: Also ich finde nicht schwerer als Hund Blick darauf wie wird es in Zukunft aussehen weil genau der Punkt immer wieder zutrifft.
00:33:03: Es gibt Themen da ging man davon aus Da wird alles anders und am Ende hat sich eigentlich kaum was verändert Und es gibt anderen die hat keiner gedacht und da geht ganz großes.
00:33:12: Was ich aber ganz sicherlich glaube, ist das natürlich das Thema Automatisierung, Digitalisierung.
00:33:18: Das wird weiter voranschreiten und es wird besonders auch aus meiner Sicht in der Fläche viel mehr zum Thema werden.
00:33:25: also auch bei mittleren und kleineren Unternehmen wird das vielmehr einziehen.
00:33:30: wir sehen immer mehr Lösungen auch automatisierungslösungen die einfach für kleine Unternehmen interessant sind können, die natürlich da auch das Thema Fachkräfte ist gerade nicht mehr so extrem wie es mal war aber eben weil wir grade nicht mehr den großen Bedarf an den Fachkräften haben.
00:33:48: Die auf dem Markt sind.
00:33:49: jetzt müssen wir aber dürfen wir nicht vergessen es werden weniger werden.
00:33:52: das Thema Boomer Generation ist nicht plötzlich weg.
00:33:55: also bitte auch bei kleineren Unternehmen das Thema Automatisierung immer stärker sein.
00:34:01: ich glaube tatsächlich dass das vorhin angesprochene Thema Kreislaufwirtschaft einiges verändern wird in der Industrie, weil man vor dem Hintergrund Produkte anders konstruiert, Produkte an das produziert und auch mit den Produkten im Lebenszyklus dann anders umgeht bis hin zur Rückführung.
00:34:20: Also das verändert die ganze Sicht auf ein Produkt was das auch immer ist aus meiner Sicht.
00:34:26: Das verändert die Partnerschaft zwischen Lieferant- und Anwender Grundsätzlich, weil das auch... Diese Entwicklung sehen wir jetzt schon ohne Kreisaufwirtschaft immer weniger ein.
00:34:38: Du bekommst Geld und du bekommest dafür ein Produkt.
00:34:40: Und damit ist unser Deal fertig und wir gehen auseinander sondern immer mehr eine Partnerschaft über den Lebenszyklus hinweg wird.
00:34:47: Das sehen wir im Maschinenbau genauso wie wir es bei einem Auto sehen mittlerweile wo ich immer weiter vernetzt bin mit dem Hersteller meines Autos und der Services bekommen etc.
00:34:56: Also da sehen wir wirklich übergreifend.
00:34:58: Ich glaube dass wird großen Einfluss darauf haben, wie eine Industrie in fünf bis zehn Jahren aussehen wird und dass es um zwar mit ein paar Schlagworten zu verbinden ist aus meiner Sicht deutlich automatisierter.
00:35:12: deutlich vernetzter, und da meine ich nicht einfach nur Internet sondern in seinen ganzen Prozessen und in seinem ganzen Umgang zwischen den Unternehmen auch mit dem Produkten und den Lösungen die da angeboten werden.
00:35:24: Und im Idealfall mit einer positiven Sicht, die ich immer habe, auch deutlich flexibler eben flexipler in der Lage sich einzustellen auf Veränderungen in den Märkten und dann müssen wir ganz deutlich sagen globalen Märkten Wo neue Märkte auch weiterhin entstehen werden, wir sehen jetzt gerade das Manchmal wieder an der Schwelle ist, dass Indien sich aufschwingt wirklich ein bedeutender Markt zu werden.
00:35:51: Das hatten wir in den letzten fünfzehn Jahren parallel zu China immer mal wieder und China hat es geklappt.
00:35:56: In Indien irgendwie ist der Knoten im Filmbereich nicht so richtig geplatzt.
00:36:00: da gibt's jetzt Anzeichen die zeigen das könnte passieren.
00:36:03: auch das ändert natürlich wieder dann die Märkte und die Industrien weil es dann wieder andere Bedarfe gibt und darauf werden wir uns immer flexibler einstellen können müssen wenn einfach weiter erfolgreich sein wollen.
00:36:15: Ja, wir kommen langsam auch zum Ende unserer Folge.
00:36:18: Wollen Sie unseren Zuhörenden noch etwas mit auf den Weg geben?
00:36:22: Im Endeffekt wird das wahrscheinlich ein bisschen eine Zusammenfassung dessen was ich so erzählt habe.
00:36:27: also es mich umtreibt wirklich dass wir realitäten annehmen müssen, die sehen und verstehen müssen.
00:36:35: Und dann schauen wie können wir unsere Stärken, die wir da haben?
00:36:39: Also das war auch wenn manche Diskussionen in den letzten Monaten verfolgt hat, konnte ich mir zur Meinung kommen, in Deutschland kann gar niemand mehr irgendwas industriell.
00:36:46: Das stimmt ja so absolut nicht!
00:36:48: Wir haben super Unternehmen, wir haben super innovative Unternehmen, ganz viele Dinge, die kein anderer so gut oder überhaupt nicht kann.
00:36:57: und wir müssen einfach uns anschauen, wie ist die Realität?
00:36:59: Und wie können wir diese Stärken und diese Potenziale in diesen sich veränderten Realitäten zum Tragen bringen.
00:37:07: Ich glaube, wir brauchen mehr Offenheit und weniger Abgeschlossenheit.
00:37:11: Es ist einfach ein anderer Markt.
00:37:12: es geht nicht mehr um den Ingenieur der im Keller etwas entwickelt und dann um die Ecke kommt wenn's zu hundertzwanzig Prozent perfekt ist sondern wir müssen vielmehr miteinander reden mit auch Gründen und Anbieter müssen mehr miteinander reden, schon auf dem Weg hin zur Gestaltung von Produkten.
00:37:27: Das ist auch gerade in Deutschland ein bisschen so ein Mindset Change um jetzt mal so richtig die Anglizismen auszupacken.
00:37:35: aber dazu möchte ich aufrufen und natürlich auch bewerten ein bisschen mehr Risikobereitschaft haben müssen.
00:37:43: eben wenn Disruptionen passieren, wenn großer Wandel passiert dann ist immer mal wieder eine Wette auf eine zukunftsentwicklung dabei.
00:37:51: und aber wenn man die bette überhaupt nicht eingeht andere werden gewinnen irgendeine bette gewinnt und Wenn man keine eingeht kann, man auch keine gewinn.
00:37:58: also das müssen wir glaube ich ein bisschen haben.
00:38:00: Aber grundsätzlich geht es mir einfach darum auch positiv zu enden meines positiv ist.
00:38:04: Wir haben alles was es braucht um industriell in den unterschiedlichsten Bereichen weiter erfolgreich zu sein.
00:38:10: Das ist alles da.
00:38:12: wir müssen das nur einsetzen.
00:38:13: wir brauchen auch bin Ich auch ehrlich ein bisschen Hilfe in Anführungszeichen möchte ich sagen von der Politik, weil es geht nicht ums unter die Arme greifen sondern es geht darum die ein oder anderen Dinge die einfach hemmen aufzulösen.
00:38:24: Das ist sicher so.
00:38:26: aber wenn wir da das eine oder andere hinbekommen dann habe ich da auch keine schwarze herein die Zukunft sondern sehe ich da wirklich auch eine positive Zukunft weil auch immer mehr Themen relevant haben die genau den stärken deutscher Industrie entsprechend.
00:38:39: nehmen wir noch mal kurz die Medizintechnik raus.
00:38:42: Da geht's um Präzision und da geht zum Genauigkeit um niedrigste Fehler, Toleranz etc.
00:38:47: Das sind alles Dinge die wir wahnsinnig gut können und auch Autos können wir wahens nicht gut weiterhin bauen und das werden wir auch im Elektrozeitalter weiter tun können.
00:38:57: Wir müssen da jetzt schaffen dass was wir in anderen Bereichen hatten was uns schon zugeschrieben worden ist auf diese neue Mobilität zu übertragen und wenn wir das schaffen wird es da genauso funktionieren.
00:39:07: dann bin ich einfach sehr positiv.
00:39:09: Wenn sich jetzt einer von unseren Zuhörern über Sie oder ihre Arbeit informieren möchte, wo kann man sie antreffen?
00:39:14: Wo kann man sich über Sie informieren?
00:39:16: Ihre Artikel lesen.
00:39:16: Ihre Podcasts hören.
00:39:18: Was wollen Sie da noch loswerden?
00:39:19: Oder wie kann man Sie vielleicht auch erreichen?
00:39:21: Ja, also am einfachsen geht das immer über LinkedIn.
00:39:25: Das sollte ich unter Benedikt Hofmann einigermaßen einfach zu finden sein.
00:39:29: auf dem Bild habe ich genau das was ich gerade habe einen Podcast-Mikro vor meinem Gesicht und im größeren stehe ich auf einer Bühne her als genau die Zeitpunkte die wir angesprochen haben.
00:39:39: da kriegt man relativ viel von dem mit was ich tue und ansonsten kann ich natürlich nur empfehlen beispielsweise unsere Portale besuchen ob das Maschinenmarkt.de ist oder auch von den anderen Parteien wie Blechnet, MM Logistik, Industrial Explorer.
00:39:53: die findet man alle.
00:39:54: also da findet man vieles zu dem was wir machen und auch all Dinge die ich angesprochen habe wie den Industrial Benchcast etc.
00:40:00: Und natürlich auch gerne auf einer unserer Veranstaltungen persönlich treffen beispielsweise beim angesprochenen Industrial Benched Mark Summit im Oktober diesen Jahres als sich freue mich über hier jeden, der da mal vorbeikommt.
00:40:11: Er war am neunzwanzigsten Oktober und sagt hey ich habe dich im Podcast gehört jetzt bin ich hier hallo dann gebe ich dann einen aus.
00:40:20: Perfekt wir werden die Veranstaltung und die LinkedIn und Links auch natürlich in den Show Notes dieser Folge verlinken.
00:40:25: Herr Hofmann vielen Dank für ihre Zeit um das interessante Gespräch!
00:40:28: Wir hoffen dass euch liebe Zuhörer diese Folge gefallen hat und schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein bei einer neuen Folge von
00:40:34: Tu Was
00:40:35: Tauch Klein.
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