Neue Chancen für Zulieferer: Die Wertschöpfung nach dem Verbrenner
Shownotes
Wie verändern Elektromobilität, Ladeinfrastruktur und neue Energiesysteme die industrielle Wertschöpfung? Und welche Chancen entstehen dadurch für Unternehmen und Zulieferer? In dieser Folge von TuWAs Talkline spricht Marco Lohrey mit Robert Steinböck, Steinböck Consulting GmbH. Gemeinsam sprechen sie darüber, warum die Transformation nicht nur den Antrieb verändert, sondern ganze Wertschöpfungsketten neu gestaltet. Dabei geht es um den Aufbau von Ladeinfrastruktur, die Verbindung von Energie und Mobilität sowie die Frage, warum Unternehmen künftig stärker in Systemen statt in einzelnen Produkten denken müssen. Außerdem diskutieren wir, wo Deutschland und Europa bei Elektromobilität und Ladeinfrastruktur aktuell stehen, welche internationalen Märkte überraschen und welche neuen Chancen sich für Zulieferer durch Batteriegehäuse, Energiespeicher, Trafostationen und weitere Komponenten ergeben.
Show-Notes:
In dieser Folge spricht Robert Steinböck über die Transformation von Mobilität und Energie sowie die neuen Wertschöpfungsmöglichkeiten für Industrie und Zulieferer. Als ehemaliger technischer Geschäftsführer der Moon Power GmbH hat er den Aufbau von Ladeinfrastruktur und Elektromobilitäts-Geschäftsmodellen im Volkswagen-Konzern mitgestaltet. Wir gehen den zentralen Fragen nach:
- Aufzählungs-Text
Welche Erkenntnisse entstehen aus dem Aufbau eines internationalen Ladeinfrastruktur-Geschäftsmodells? Warum muss Elektromobilität als Ökosystem aus Fahrzeug, Energie und Infrastruktur gedacht werden? Welche Rolle wird sauberer Strom zukünftig für Industrie und Wettbewerbsfähigkeit spielen? Wo steht Europa aktuell bei Elektromobilität und Ladeinfrastruktur? Welche Länder gelten heute als Vorreiter und was können Unternehmen daraus lernen? Warum scheitern viele Ladeinfrastrukturprojekte nicht am Lader, sondern am Energiesystem?
Mehr zu TuWAs: http://www.tuwas-hub.de
Kontakt: marco.lohrey@fir.rwth-aachen.de
Robert Steinböck: https://www.linkedin.com/in/robert-steinboeck-00070a213/
Transkript anzeigen
00:00:00: Aber ein Strom würde in den nächsten Jahrzehnten das werden, was des Öl im zwanzigsten Jahrhundert war.
00:00:05: Ein strategischer Produktionsfaktor und wer Zugang dazu hat der hat einen Wettbewerbsvorteil.
00:00:12: für die Industrie heißt es ganz konkret Energiekosten werden.
00:00:15: zur Standortfrage
00:00:23: herzlich willkommen zu Tuva Start Line dem Podcast zum Thema Wandel der Wertschöpfungsketten im Antriebstrang.
00:00:28: mein Name ist Marco Lorai und heute habe ich Robert Steinberg zu Gast.
00:00:32: Er war viele Jahre bei der Porsche-Holdigen Salzburg tätig und hat dort maßgeblich den Aufbau von Elektromobilität und Ladeinfrastruktur mitgestaltet.
00:00:39: Besonders prägend war seine Rolle beim Aufbau Moon Power GmbH, einem Energie-und Lade-Infrastrukturmarke des Volkswagenskonzernen die heute in zahlreichen Ländern aktiv ist.
00:00:49: Dort verantwortete er unter anderem Innovationen R&D sowie Vertriebsbereiche und tat damit aktiv an der Entwicklung von Geschäftsmodellen rund um Ladenfrastrukturen, Energiesysteme und Elektromobilität gearbeitet.
00:01:01: Heute berät der Unternehmen bei der Umsetzung von Energie- und Mobilitätsstrategien, von Ladeinfrastruktur über Batteriespeicher bis hin zu skalierbaren Geschäftsmodellen.
00:01:11: Schön dass du heute hier bei mir bist!
00:01:12: Erzähl doch mal was treibt dich persönlich an?
00:01:15: Erst einmal Groskott aus Salzburg in Österreich.
00:01:18: Danke Marco für die Gelegenheit.
00:01:21: Ja und was treib mich an?
00:01:22: Also erstens wir erleben gerade die größte industrielle Umweltsung seit der Elektrifizierung Und mit über dreißig Jahren in der Elektrotechnik, da habe ich viele Wellen mitgemacht.
00:01:34: Aber das hier ist eine ganz andere Liga weil sie zwei Industrien gleichzeitig verändert.
00:01:40: Mobilität und Energie also sauberen Strom meine ich damit ja die Wachsen gerade zu einem System zusammen.
00:01:48: Das passiert jetzt und nicht irgendwann.
00:01:52: und das Spannende daran Hier ist alles gleichzeitig in Bewegung, Technik, Geschäftsmodelle, Regulatorik, gesellschaftliche Akzeptanz etc.
00:02:03: Also eine solche Phase erlebt man als Ingenieur und Unternehmer vielleicht einmal im Leben würde ich sagen ja Und was hat mich bei Moonpower damals als technischer Geschäftsführer geprägt?
00:02:17: oder was habe ich damals gelernt?
00:02:19: Das war der Unterschied zwischen Strategie und Wirkung liegt nicht in der Powerpointfolio.
00:02:24: Das war so ein wesentliches Erkenntnis für mich damals, er liegt an der Umsetzung also am Tum.
00:02:30: Da verfolgt mich ein Zitat schon ewig ja auch seit vielen Jahren nämlich das Geheimnis des Könnens ist das Wollen und genau das träute ich heute an.
00:02:40: viele Unternehmen erkennen zwar die Richtung aber an der Übersetzung in ein tragfähiges Geschäftsmodell.
00:02:48: Da scheitert dann noch viele und ich glaube, da kann ich helfen.
00:02:52: also mir geht es nicht um darüber reden sondern darum wie wir es miteinander bewegen.
00:02:59: Du hast damals ja auch den Aufbau von Moon maßgeblich mitgestaltet.
00:03:03: Was war denn damals so die Ausgangsidee?
00:03:05: Und welche Probleme wolltet ihr konkret lösen?
00:03:08: Naja wenn ich das so an die späten zwanzigzehn Jahre zurückdenken, dann war vor allem eines im Konzern klar wir wollen E-Autos in Masse produzieren und verkaufen.
00:03:22: Aber an ein Ökosystem rund um das Auto da hatte damals überhaupt keiner dran gedacht und es hat irgendwo gefehlt.
00:03:30: die Kunden haben eine Elektroauto gekauft und mussten sich dann selbst drum kümmern.
00:03:34: ja Wallbox Installation Stromtarif öffentliches Laden gefühlt massive Bremse und ehrlich gesagt auch ein Glaubwürdigkeitsproblem würde ich sagen.
00:03:46: Und die Idee von Moon war deshalb relativ einfach, wer Elektromobilität verkauft muss die gesamte Lade- und Energiekette mitliefern.
00:03:55: Wir haben innerhalb des Konzerns damals einen Startup aufgebaut, das war schon etwas kompliziert aber es hat funktioniert.
00:04:05: das Geschäftsmodell, die kam eigentlich nach dem Titelskandal in zwei Tausend Fünfzehn.
00:04:10: Zwei Tausendssechzehnte haben wir dann Unternehmen gegründet und ob zwei Taussensiebzehn weiter hat der technische Geschäftsführer.
00:04:16: Und im Wesentlichen haben mehrere Themen parallel angefangen.
00:04:22: Erstens haben wir gesagt Komfort alles aus einer Hand.
00:04:26: Zweitens sind wir gesagt Wirtschaftlichkeit Wirtschaftlichkeit, also Ladeinfrastruktur alleine, die trägt sich wahrscheinlich nicht.
00:04:33: Aber in Verbunden mit Auto-, Energie-, Service wahrscheinlich sehr wohl.
00:04:38: und drittens das Wachstum.
00:04:40: da hatten wir die Gelegenheit, das über zwei Anziegländer zu machen und dass gleichzeitig... Das war eine spannende Aufgabe, wir haben es gelöst und es hat funktioniert.
00:04:49: aber was viel übersehen ist vielleicht damals haben wir eigentlich schon und das ist jetzt zehn Jahre her indirekt eine komplett neue Lieferkette gebaut für Wallbox, für Gehäuse, für DC-Lades, für Steckverbindertraffustationen, Schaltschränke.
00:05:05: Eigentlich ist damals ein ganz neuer Markt für Zulieferer entstanden würde ich sagen.
00:05:10: und der Wox bis heute.
00:05:12: Du hast gerade schon gesagt ihr habt seit damals mit Moonpower in zwanzig verschiedenen Ländern gestartet?
00:05:17: Wo war da so der Bereich wo du sagst das hatte ich richtig überrascht dass da Elektromobilität so stark boomt?
00:05:22: oder wo warst du vielleicht auch enttäuscht?
00:05:24: Hast du da Best and Worst Practice Erfahrungen aus diesen Bereichen in den Ländern?
00:05:29: Vor allem weil, habe ich an den Anfang gedacht der Osten Süd-Osteuropa ist eher langsam und sehr zögerlich in dem ganzen Rollout Thema bei der Elektromobilität.
00:05:41: Ich kannte ja die Zahlen, die Planzahlen, die der VW Konzern geplant hatte auch wo sie abgesetzt werden sollten Und da gab es so was wie einen eisernen Vorhang damals.
00:05:52: Also Westeuropa war so das, wo alles geplant war und Osteuropa auch so das was vielleicht der Markt später sich entwickelt.
00:06:01: Auch mit einem klaren Argument ist dass ein neues Elektroauto erst angekauft wird wenn ein altes quasi Gebrauchtes verkauft wird.
00:06:08: also jetzt könnte man sagen hat man die gebrauchten Autos geplant aus dem besten in den Osten zu verschieben?
00:06:14: ja was vielleicht auch passiert ist.
00:06:16: aber wohl überrascht war dann zum Beispiel von Ländern wie Rumänien oder heute noch überrascht bin, wo der Ausbruder-Ladeinfrastruktur extrem groß ist und extrem gut voranschritt.
00:06:28: Dieses Thema Immobilität viel besser ankam kann sein dass es durch OEMs die dort auch in dem Land sind.
00:06:33: so ist ja Bulgarien komplett unterschätztes land.
00:06:36: Albanien war für mich eines der ersten Länder.
00:06:38: die haben die in Tirana die Polizei mit Elektroautos ausgestattet.
00:06:42: also da waren wir noch lange nicht.
00:06:43: dort hatten die länder schon eigentlich da schon zugänge zur immobilität.
00:06:49: Wenn man auch sich mit dir und deinem Profil auseinandersetzt, ist auch einer deiner zentralen Aussagen die du auf LinkedIn sagst Clean Electricity is not just energy.
00:06:59: It's the new currency of the twenty-first century.
00:07:01: I believe in future built on intelligent decentralized and zero emission Energy Systems.
00:07:07: Was bedeutet das konkret für Industrie und Mobilität?
00:07:11: Ja so haben wir vor ein paar Jahren nochmal gesagt würde ich heute immer noch behaupten.
00:07:15: also für mich war es ganz eine klassische Beobachtung.
00:07:18: Der sauberer Strom würde in den nächsten Jahrzehnten das werden, was des Öl im zwanzigsten Jahrhundert war ein strategischer Produktionsfaktor.
00:07:26: Das ist Fakt und wer Zugang dazu hat der hat einen Wettbewerbsvorteil.
00:07:32: Wer nicht hat wird abgehängt werden.
00:07:34: Für die Industrie heißt es ganz konkret Energiekosten werden zur Standortfrage Wer heute zum Beispiel in Batterie oder Halbleiterproduktionen investiert und wer planet etwas zu bauen der Plan vernünftigerweise.
00:07:48: zuerst einmal die Energieversorgung und nicht das Gebäude, wenn er es schlau macht.
00:07:52: Ein Fotovoltaik als Speicher sind heute Absicherungen für Preisspitzen oder auch für Thema CO-Zweibepreisung.
00:08:01: Das ist längst kein Nachhaltigkeitsthema mehr, das ist ein Wettbewerbsthema.
00:08:06: Und für die Mobilität bedeutet es dass das Fahrzeug Teil eines Energiesystems wird.
00:08:12: Jetzt komme ich ein bisschen näher zu dieser Aussage Verbraucher, sondern bidirektionales Laden oder Vehicle-to-grid.
00:08:20: Heute Pilot.
00:08:21: in fünf Jahren wird das Standard sein.
00:08:24: Also ein Auto, wie es man steht so, ist zu einem Prozent herum und diese Zeit wird monetarisierbar.
00:08:31: also die Standzeit, dass nichts tun wird zu Geld.
00:08:35: Das ist das Interessante!
00:08:36: Und vielleicht eine Größenordnung dazu.
00:08:38: In einem DNV-Report habe ich gelesen, dass erwartet wird das der Stromanteil am globalen Endenergieverbrauch von heute zwanzig auf siebenunddreißig Prozent im Jahr zweitausendfünfzig steigen wird.
00:08:52: die globale Speicherkapazität wächst von hundert Gigawattstunden auf zwei tausend achthundert Gigawatts Stunden.
00:08:59: Das ist ein Faktor.
00:09:00: Achtundzwanzig und da entstehen gerade Wertschöpfungskütteln deren Grösse wir uns heute kaum vorstellen können.
00:09:08: Und genau dort liegt auch für zum Beispiel die Umfangtechnik eine große Straß.
00:09:14: Jede dezentrale Energieranlage besteht zu großen Teilen aus Blech, Ausstands, aus Tiefzi-Komponenten, Drachwugehäuse, Speicherrex
00:09:22: etc.,
00:09:23: Schaltschränkewechselrichter.
00:09:25: und das ist nicht mehr nur Powertrain dass wir denken in dieser Transformation.
00:09:30: Das ist Energieinfrastruktur und da bewegen wir gemeinsam etwas, das sich in den nächsten zwanzig Jahren tragen wird.
00:09:37: Wenn du jetzt heute sehr energieintensive Unternehmen bereits die vielleicht auch schon ihren Standort dann in Deutschland haben.
00:09:44: was gibst du denen denn dann so für konkrete Tipps vielleicht mit?
00:09:47: Wie können sie vielleicht ihr Energiesystem, ihrem Mobilitätssystem oder ihre Produktion systematisch umstellen damit Sie diesen ganzen Themenfelder systematich angehen können?
00:09:57: Umstellen ist wahrscheinlich die komplexere Aufgabe.
00:10:00: Die leichteste Aufgabe ist immer etwas neu zu machen, da kann man Standortfragen lösen und so weiter
00:10:05: etc.,
00:10:06: umstellen.
00:10:07: und speziell in den Unternehmen wo ich gerade viel tätig bin das ist in der Logistikbranche, da bedeutet es einmal zu analysieren und zu schauen was vorhanden ist und dann stoßt man sehr schnell an Grenzen.
00:10:20: mittlerweile in den letzten eineinhalb Jahren als Beispiel sind Schwächerpreise sehr gesunken und anstatt in einen großen Netzanschluss zu investieren, rate ich heute viele Unternehmen im Batteriespeicher zu investiert.
00:10:35: Also nicht nur zum Beispiel weil ich das Thema Pick-Shaving also die quasi die Netzlast reduzieren kann ausnehmen kann sondern weil dieser Speicher auch schon eine netzdienliche Leistung erbringen kann wenn er nicht benutzt wird.
00:10:48: aber er kann auch Energie sozusagen Energieleistungen haben wo er mehr Energie marktmatizipiert.
00:10:55: Im Grunde geht es darum, nicht nur sozusagen in eine Richtung zu denken sondern in Ökosystemen zu denken und zu schauen welche Möglichkeiten habe.
00:11:07: Und wie kann ich es vernünftig umsetzen?
00:11:10: Hier zählt jetzt nicht nur das Invest, sondern für mich zählen hier langfristige, also nicht die Cupbacks kosten, sondern langfristig die OPEX-Kosten nach zehn Jahre gerechnet.
00:11:21: Das ist glaube ich der Heber!
00:11:22: die man hier ansetzen muss und das verfolge ich ganz stark.
00:11:27: Hast du denn da vielleicht mal so aus Deiner Erfahrung ein Best Practice, wo Du sagst, dass haben die echt sehr systematisch eingegangen sind?
00:11:33: Sind sie sehr gut angangt oder waren vielleicht selber auch von Ihren Resultaten überrascht?
00:11:37: Ja in Deutschland habe ich vor zwei Jahren ein Projekt in der Logistikbranche begleitet.
00:11:42: Wir hatten damals die Aufgabe im Studie zu erstellen wie sich dann die Elektrifizierung an diesem Standort auswirken würde.
00:11:52: aufs Netz jetzt als Beispiel und da ging es um ungefähr zweihundertsechzig Fahrzeuge die sukzessive elektrifiziert werden sollten.
00:12:01: Als ich zum Projekt kam, das muss man dazusagen ist ein geplantes Neubauprojekt, das da umgesetzt werden sollte, als ich zum Projekt kam war ein bisschen sozusagen die Power draußen was das Thema Umsetzung betrifft, weil selbst haben Sie es mal ausgerechnet und sie kamen damals wenn ich mich richtig erinnere auf zwanzig Megawatt an Anschlussleistung.
00:12:25: Und die Stadtwerke dort haben gesagt das kannst du im Leben wahrscheinlich nie bekommen.
00:12:29: hier und deswegen kann man sich vorstellen ist das Projekt jetzt nicht unbedingt so positiv aufgenommen worden.
00:12:36: also E-Mobilität ist nicht umsetzbar.
00:12:38: man kennt dann diese ganzen Themen.
00:12:43: Wir sind dann sehr systematisch dran gegangen, haben uns die Fahrpläne geholt und geschaut wie lässt sich die Flotte elektrifizieren über die nächsten zehn Jahre vielleicht.
00:12:50: Und wir sind sehr schnell draufgekommen dass man durch den konsequenten und eigentlich richtigen Einsatz der genannten Komponenten ihrer PV Anlage als Beispiel damals, eins Komma vier Megawatt Peak als Beispiel kombiniert mit einem großen Batteriespeicher dann nochmal im Endausbau noch einmal erhöhen sind wir dann auf einen Netzanschluss gekommen und auf Basis der Fahrplan-Daten, der irgendwo zwischen vier bis fünf Megawatt war.
00:13:21: Also das war ein Bruchteil von den zwanzig.
00:13:23: die Stadtwerke kamen da und haben gesagt naja interessant acht stehen hier zur Verfügung oder neun ich weiß es nicht mehr ganz genau und ich habe dann dem Unternehmen auch geraten diese auch sozusagen zu reservieren und auch dann zu kaufen.
00:13:36: also ich glaube dass ist Der Netzanschluss.
00:13:40: im großen Bild ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:13:44: Das ist so ein Beispiel, wo man die Stimmung wieder eingefangen hat und das Projekt jetzt auch positiv genauso umgesetzt wird.
00:13:51: Man hat sozusagen aus einem Problem eine machbare Lösung transferiert und es ist umgesetzt.
00:13:56: Und mit der Status bin ich mir nicht ganz sicher wo wir sind aber viele Dinge glaube ich sind so ins Laufen gekommen.
00:14:04: Man merkt auch vielleicht einfach schon, wie sehr das Thema Zahlen dahinter hängt.
00:14:08: Wie gehe ich mit Energie um?
00:14:09: Wie viele Fahrzeuge sind da hinter?
00:14:11: Und man merkt ja auch schon an deinen Erfahrungen, dass du international aktiv bist und ich meine so ist es heute ja auch.
00:14:17: nun ihr habt mit zwanzig Ländern damals angefangen.
00:14:19: Ihr seid glaube ich mittlerweile in deutlich mehr Ländern aktiv.
00:14:22: was waren denn die größten Herausforderungen bei der Skalierung des Geschäftsmodells sowohl national als auch international in weitere Länder?
00:14:30: Ja, die wichtigste Elektion war sicherlich Wachstum ist nicht für Vielfältigung.
00:14:35: Was in einem Land funktioniert, scheitert im nächsten oft genau aus dem Grund der es im ersten Erfolg gemacht hat.
00:14:41: Das war so ein Punkt.
00:14:43: Drei Themen waren da besonders hart und zwar erstens unterschiedliche Regelwerke als Beispiel.
00:14:48: Eichrecht, Netzanschluss, Förderungen, Steuern, Roaming – in jedem Land ist das anders.
00:14:53: Es ist keine Übersetzungsarbeit wie beim Sprache, das ist Strategiarbeit, die da notwendig ist.
00:15:00: Zweitens, Servicenets als Beispiel.
00:15:02: Hardware-Verkauf ist leichter.
00:15:04: Es binnen vierundzwanzig Stunden wieder einsatzfähig zu haben.
00:15:08: Das ist aber die eigentliche Disziplin.
00:15:10: Also qualifizierte Elektriker sind in allen Märkten knapp und wir haben früh begonnen, Partnernetze aufzubauen, eigene Servicetechniker anzustellen, zu Schulen, zu zertifizieren.
00:15:21: Unsichtbare Arbeit für viele, aber entscheidend!
00:15:24: Und drittens die Wirtschaftlichkeit pro Land.
00:15:26: Gleiches Produkt?
00:15:28: Komplett andere Maschen.
00:15:29: Wer global wachsen will, braucht für jedes Land einen eigenen Business Case.
00:15:35: Nicht nur diesen Gesamtblick.
00:15:37: Man muss sich jedes Land für sich selbst entwickeln.
00:15:40: Das ist vielleicht ein wesentliches Lernen.
00:15:42: Was wir gelernt haben und das nämlich heute mit den Beratungsprojekten ist Wachstum gelingt nur Schritt-für-Schritt.
00:15:50: Wer viele Märkte parallel öffnet bevor das operative Rückgrat steht verliert Qualität und Marsch zugleich.
00:15:59: Das Thema für Zulieferer ist auch sehr spannend.
00:16:02: Die Hardwarehersteller in unserer E-Mobilitätsbranche, die suchen heute aktiv europäische Lieferanten.
00:16:11: Lieferkettenresilenz ist noch der Halbleib der Krise und nach den geopolitischen Spannungen, die wir haben ein eigenes Kriterium geworden große Chancen da sind im europäischen Markt hier zu sein und vor allem wenn man dann schaut Märkte wie Polen, wie Ungarn, wie Tschechien.
00:16:29: Das wird die nächste Welle sein, die dorthin gehen und dort wird sie jetzt auch Volumen gebraucht werden in diesen Ländern.
00:16:35: Jetzt
00:16:36: hast du schon verschiedene Länder einmal angesprochen?
00:16:38: Da gibt es natürlich sehr viele unterschiedliche Meldungen, die man ab und an mal wieder liest.
00:16:43: aber wenn wir die Schlagzeilen mal einfach beiseite schieben wo stehen wir aktuell im Bereich Ladeinfrastruktur und Elektromobilität?
00:16:49: wirklich?
00:16:51: Ja, wenn man sich das ein bisschen anschaut und wenn ich ehrlich bin sind wir aus der Halbphase draußen.
00:16:56: Wir sind jetzt eher in der Substanzphase.
00:16:59: die Technologie ist gelöst und was bremst es nicht mehr?
00:17:01: Das Auto und immer das Ladegerät.
00:17:04: Es ist heute Netz Genehmigung und vielleicht auch Geschäftsmodell Disziplin Wenn man ganz ehrlich ist.
00:17:12: Vielleicht ein paar Größenordnungen auch aus dem DNV Report von.
00:17:18: Wir haben heute fünfzig Millionen Elektroautos auf der Straße.
00:17:22: Sechzig Prozent davon sind in China und einer zwanzig Prozent davon ist in Europa.
00:17:27: Bis zwanzik dreißig werden so ungefähr zweihundert Millionen sein, und das wird definitiv ein Wendepunkt.
00:17:35: Und wenn man schaut was wird der Wendebumm sein?
00:17:37: Wann wird dieser Fünfzig-Prozent-E-Anteil bei Neuwagen sein?
00:17:41: Der ist heute vierzwanzigzweiunddreißig prognostiziert.
00:17:44: also das ist gar nicht mehr so lange bis das passiert.
00:17:48: Und es ist kein Wunsch und auch kein Wohnstenk, sondern ein eingepreister Marktverlauf der passieren wird.
00:17:54: Wenn man jetzt Europa anschaut, dann ist Europa irgendwo dreigeteilt würde ich sagen.
00:18:00: In Europa ist die Marktturchdringung in drei Geschwindigkeiten Norwegen.
00:18:03: Neunundachtzig Prozent ehanteil bei den Neuzulassen.
00:18:06: Also wir sind weltweit führend, würde ich heute sagen Dänemark, die Niederlande mit zuviel Prozent.
00:18:14: Diese drei Länder in Europa sind durch.
00:18:17: Deutschland und Österreich, die UK liegen so zwischen achtzehn- und einundzwanzig Prozent Anteil bei den Neuzulassungen würde ich im Übergang sehen und Italien und Polen liegen bei sechs bis sieben Prozent.
00:18:30: Die sind ziemlich weit hinten.
00:18:31: also wer pauschal von Europaspricht beschreibt drei verschiedene Märkte eigentlich heute gleichzeitig.
00:18:37: Und wenn man jetzt zum Thema Laden kommt, dann würde ich auch sagen beim AC-Laden ist Fläche gewacht.
00:18:43: Das ist erledigt!
00:18:44: Die Niederlande.
00:18:45: als Beispiel haben wir alleine hundertzweiundneinzig tausend AC Ladepunkte installiert.
00:18:49: Beim DC Hochleistungsladen wird die Sorte sich der Markt gerade... Jetzt erste Insolvenzen sind erkennbar oder gibt es auch schon von Ladepunktbetreibern?
00:19:00: Ist aber keine Krise, ich würde sagen das ist Marktbereinigung.
00:19:03: und beim Schwerverkehr Nächster Punkt ist aus meiner heutigen Sicht, weil es auch Schwerpunkt ist von Steinberg-Konsulting.
00:19:12: Die Landkarte noch komplett weiß.
00:19:15: über alle europäischen Vergleichsländer zusammen gibt's weniger als drei tausend Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge.
00:19:22: damit meine ich Ladepunkte größer dreieinhalbfünfzig KW die da auf der Landkate erscheinen.
00:19:29: und da liegt meiner Meinung nach die nächste große Welle und da bewegen wir auch etwas.
00:19:35: Das wird für den Schwerverkehr die nächsten zehn Jahre in Leute definieren.
00:19:40: Wir hatten vor kurzem auch einen spannenden Austausch mit dem CEO von MAN, der uns dann berichtet hat das im Bereich elektrifizierte Nutzfahrzeuge ist ein Zuwachs um hundred und achtzig Prozent gab.
00:19:52: was machen so Meldungen dann mit dir?
00:19:54: siehst du denn auch schon da den Weg hin positiv geht?
00:19:57: nicht in den Bereich Elektrifizierung des Schwerlastverkehres?
00:20:00: Ja, da bin ich immer skeptisch über solche Aussagen.
00:20:03: Ich glaube die Aussage muss man immer relativieren.
00:20:06: wo gab es denn den Zuwachs?
00:20:08: Zum einen sehe ich mich bestätigt in dem Thema dass der Elektrifizierung kommt und dass sie zum Einen auch im Schwerverkehr nicht mehr diskutiert wird ob wir dort jetzt noch Wasserstoff machen sollten oder noch was anderes fahren.
00:20:18: also das ist auch gesetzt.
00:20:20: mittlerweile Viele Unternehmen sehe ich hier den richtigen Weg eingeschlagen.
00:20:26: Deutschland definitiv am richtigen Wege, wenn ich jetzt auswendig die Zahl bei den Schweren Nutzfahrzeugen glaube und die Zulassung zahlen, wobei zwölftausend Stück letztes Jahr der Anteil verschwindet gering wäre man so will.
00:20:38: ja also deswegen bin ich von den hundertachzig Prozent nicht so begeistert.
00:20:42: aber es zeigt klare eine Tendenz.
00:20:45: Und das ist eigentlich die wichtigste Wichtige an seiner Aussage und da muss man sich die Märkte auch anschauen, also wenn man die verschiedenen Märkte anschaut wo eben diese quasi Transformation jetzt im Nutzfahrzeugsektor stattfindet dann merkt man auch hier wieder das was ich anfangs gesagt habe unterschätze niemals Märkte die man nicht am Rad hat.
00:21:08: Also die sind ja auch sehr stark und sie von den Regulatorien ganz ehrlich gesagt.
00:21:15: Also wenn man sich jetzt die Schweiz zum Beispiel anschaut, das ist jetzt nicht eins dieser Länder, die wir besprochen haben aber die Schweiz am Autobahn-Maut und für die ist es ein Business Case, ja?
00:21:25: Das Auto vom Diesel wegzuholen und zu auf Elektro umzustellen alleine wegen der Autobahnmaut in Österreich ist auch eine teilige Autobahn Maut, in Deutschland gibt's das genauso.
00:21:35: dann gibts natürlich verschiedene Förderprogramme.
00:21:37: ich habe jetzt für Unternehmen gearbeitet in der Busbranche die bei Ausschreibungen, wo heute Dieselfahrzeuge in Linienverkehr ausgeschrieben werden bewusst mit Elektrofahrzeugen eintreisen.
00:21:52: weil sie sagen wenn Sie sagen können das muss ich jetzt mal da hinstellen dass Sie Ihre Depot-Lade kosten also den Energiepreis im Depot relativ gut kalkulieren können.
00:22:03: Dass Sie über kurzer Sicht sogar effizienter und wesentlich wirtschaftlich erfahren müssen wie mit einem Diesel.
00:22:08: Hier wird viel passieren, passiert gerade viel.
00:22:12: Ich beobachte das ganz stark, ich stecke da ein bisschen zu mitten drinnen, ganz ehrlich gesagt.
00:22:17: Man hört es schon, dass du da auch mittendrin steckst?
00:22:20: Deswegen viele Unternehmen investieren ja aktuell auch in Ladeninfrastruktur und da ja dann auch mittlerweile halt nicht mehr nur im Pkw-Bereich sondern auch in den NFZ Bereich so wie man jetzt auch wieder von dir gehört hat.
00:22:30: Ja
00:22:31: Wenn wir mal schauen was wird denn dabei aus deiner Sicht am häufigsten falsch eingeschätzt?
00:22:37: Was mir in meiner Beratungspraxis immer wieder überrascht ist, dass die teuerste Komponente nicht der Lader ist.
00:22:44: Sondern es ist der Netzanschluss, Lastmanagement und das sind die Betriebskosten über Zehliare gerechnet.
00:22:50: Und das wird systematisch unterschätzt!
00:22:52: Fünf wiederkehrende Fehler sehe ich.
00:22:55: Erstens würde ich sagen, netzanschluss habe ich schon erwähnt.
00:22:58: viele Projekte starten mit der Annahme Ich hab's auch im Beispiel ja nennen, der Anschluss sei in wenigen Monaten verfügbar.
00:23:06: Die Realität ist zwölf, vierundzwanzig Monate oder länger.
00:23:10: Wer das in der Standortauswahl bei einem Neubauprojekt nicht berücksichtigt verliert des Projekts?
00:23:17: Das ist eindeutig.
00:23:18: Zweitens der Blick auf die Gesamtkosten und nicht nur auf Investitionen, Backend-Wartung, Stromkosten, Eichrechtupdates, Wanderlismus als Beispiel, Beschädigungen, die innen Depot zum Beispiel passieren kann an einen Spruch erinnern, alles was herumsteht wird auch dort umgefahren.
00:23:38: Das heißt die Schutzmaßnahmen da muss man auch etwas investieren.
00:23:42: deswegen das Thema Vandalismus.
00:23:44: Business cases liegen bei den Lebenszyklus kosten meiner Meinung nach und wenn ich welche sehe meistens dreißig bis fünfzig Prozent daneben.
00:23:51: also das ist auch ein wesentlicher Punkt.
00:23:54: Und drittens die Auslastung betrifft vielleicht jetzt mehr Diszipeos ja?
00:23:59: Die Prognosen sind systematisch viel zu optimistisch.
00:24:02: Wird schon kommen Ist jetzt keine Strategie eines CPOs im Wesentlichen, oder sollte keine sein.
00:24:09: Aber ist es sehr oft!
00:24:11: Und viertens und das beschäftigt mich am meisten die Energiearchitektur.
00:24:14: Ladeinfrastruktur wird oft isoliert geplant statt integriert.
00:24:19: PV Anlagenpufferspeicher Last Management Wer alles zusammen denkt ich nenne es immer Energie- und Mobilitätsökosystem halbiert auf die Energiekosten und entschärft die Netzanschlussfrage.
00:24:32: Auch in vielen Beispielen kann man sich das ausrechnen, weil am Ende zählt immer das was kommt im Fahrzeug an?
00:24:38: Und was kostet nicht das Laden quasi am Standort?
00:24:42: Und fünftens Schwerverkehr wird genau das, was ich jetzt erwähnt habe, im Debo massiv unterschätzt also das Laden im Debow unterschetzt.
00:24:52: haben wir uns ein Beispiel angeschaut es war eine Rehle-Fahrt Also einen Trip mit einem LKW mit dem Sattelschlepper der zweitausendfünfhundert Kilometer gefahren ist und da ganz genau aufgezeichnet hat, wann er geladen hat und wieviel dafür gezahlt hat.
00:25:07: Und wir haben das gegenübergestellt dem Debolladen und das öffentliche Laden war im Durchschnitt bei neununddreißig Cent.
00:25:14: Auch gar nicht so teuer würde ich jetzt einmal sagen.
00:25:16: Das Debollausen haben wir dann mit zweiundzwanzig Cent eingepreist und die Differenz auf dieser einzigen Tour war mehr als fünfhundert Euro.
00:25:24: Wenn man es dann hoch rechnen würde für Jahresfahrleistung Dann sieht man, dass das Depo-Laden für Afflote nicht nur optional ist sondern eine Voraussetzung sein wird.
00:25:34: Und da wird sich viel tun in Zukunft.
00:25:36: Also nicht nur der Ausbau des öffentlichen Ladennetzes auch für die Nutzfahrzeuge, sondern die Elektrifizierung der Logistikdepots und der Busdepots natürlich auch!
00:25:47: Hier sieht man jetzt auch schon deine vielfältigen Erfahrungen, auch direkt mit diesen fünf Herausforderungen was du dann einfach bisher schon mitgenommen hast.
00:25:54: Wir haben auch immer schon mal das Thema Internationalität mitgenommen und da hört man im internationalen Vergleich hört man halt häufig von Ländern wie Norwegen – Du hast es eben auch schon angesprochen – aber natürlich auch China die sehr stark dabei sind.
00:26:07: Welche Regionen sind aus deiner Sicht heute wirklich zielführend?
00:26:11: Die man vielleicht nicht so häufig in den Berichten
00:26:13: hört?
00:26:13: und warum Welche Länder?
00:26:16: Zum ersten Mal müssen wir die Frage stellen, führend worin.
00:26:18: Also glaube ich mal so generell müssten wir uns da Gedanken machen und was China erwähnt, Norwegen erwähnd, nehmen vielleicht ein paar andere Länder noch dazu also führend wohin in Tempo, in Wirtschaftlichkeit, in Innovationen, in Systemintegrationen und jeder führt woanders.
00:26:36: ja das ist der Punkt wenn man jetzt zum Beispiel Kinder nimmt.
00:26:40: die führen mit Sicherheit den Tempo- und Wertschöpfungstiefe Wenn man das nimmt.
00:26:44: Und noch einmal, sechzig Prozent aller Elektroautos weltweit sind in China.
00:26:50: Sechsundfünfzig Prozent der globalen Solar- und neue Installationen in China!
00:26:54: Sechzig prozenter Windinstallationen kommen zwanzig fünfundzwanzig aus China.
00:26:58: Hardwarekosten die wir in Europa schwer erreichen können.
00:27:03: Klare staatliche Industriepolitik.
00:27:05: Also dieses Modell kann man mögen oder nicht?
00:27:08: Ignorieren kann man es auf keinen Fall.
00:27:11: Norwegen führt in der Marktdurchdringung, aber wenn man ganz ehrlich ist die sind in einer Sondersituation.
00:27:17: Wasserkraft, Steuern kleines Land, ein Vorzeigemarkt ja Aber als Vorbild kann es nur begrenzt skalieren, wenn man ehrlich ist.
00:27:26: Die Niederlande sind aus meiner Sicht das spannendste europäische Beispiel.
00:27:31: Dichte und Roaming Integration Hundertzweiundneinzigtausend Arzelladepunkte nur als Beispiel unter nationaler Roaming Hub, der wirklich funktioniert.
00:27:40: Das ist Interoperabilität in der Praxis.
00:27:44: Und im Vergleich Deutschland und Österreich sind technologisch stark, aber regulatorisch träge.
00:27:50: also wir haben exzellente Hardware gute Beckentanbieter ambitionierte Konzerne das kann man nicht leugnen.
00:27:57: Aber die Genehmigungsdauer als Beispiel oder Eichrechtskomplexität Also super!
00:28:03: Und Netzanschlusszeiten bremsenmassiv.
00:28:06: Wir verlieren jetzt nicht den Technologie Wir verlieren definitiv immer an der Umsetzungsgeschwindigkeit in Österreich und in Deutschland.
00:28:16: Was mich am stärksten beschäftigt, ist eine andere Frage.
00:28:20: Was lernen wir von wem?
00:28:23: Als Beispiel vom Kinder das Tempo, von den Niederländern die niederlandende Interoperabilität, von Norwegen die Konsequenz, von Deutschland die Qualität.
00:28:32: und ja anderen Märkte wie Polen, Ungarn, Tschechien starten jetzt mit einer Auffoldjagd die nächste Region oder interessante Regionen für die anderen sein.
00:28:42: Also so viel zum Thema Länder und wie man Länder vergleicht, ja es ist schwer aber ich war mal gelernt.
00:28:49: bei meinem Studium hat mir damals mein Professor gesagt da gab's zehn gute Regeln für Architektur als Beispiel Und die erste Regel war kopieren und verbessern.
00:28:59: Ich glaube das kann man auch ganz stark in der Industrie sehen wenn man will.
00:29:04: Man kann die Anderen anschauen, man sollte sie nicht nur bewundern Man kann auch kopieren, aber es wird sozusagen schwer integriert sein.
00:29:12: Da muss man sich verbessern und ich glaube das ist so ein Punkt.
00:29:16: wenn man so mitgeben kann
00:29:18: Man hört dir dann schon, dass es natürlich halt sehr unterschiedliche Arten gibt wie man das Ganze bewerten kann.
00:29:23: Aber Elektromobilität ist ja heute nicht mehr mitzudenken!
00:29:26: Wie gehst du denn mit Skepsis um?
00:29:28: Wenn jemand dir sehr skeptisch entgegenkommt mit Elektromobilität oder elektrischer Infrastruktur wird sich da in dem Rahmen nicht durchsetzen.
00:29:34: Wie gehste du mit so skeptischen Personen und Bereichen in deinen Projekten um?
00:29:40: Also mittlerweile wird ziemlich gelassen in dem Thema und ich habe auch gelernt, indem er da gelassen ist funktioniert es besser.
00:29:48: Wenn man vor fünf sechs oder zehn Jahren jemand damit gereizt hat dass das nicht funktionieren wird und dass das Reichweite und lauter Stationen gibt's keine und bla bla bla Dann muss ich ganz ehrlich sagen, dann lasse die heute in Ruhe diese Leute.
00:30:03: Also es gibt ja... Man muss sich immer unterscheiden!
00:30:05: Es gibt ja viele Personen, die lassen sich nicht überzeugen und schon gar nicht dann wenn jemand versucht sie zu überzeugen.
00:30:12: Die können sich meistens nur selbst überzeugen Und der Druck wird ihr zunehmen.
00:30:18: Das ist das eine.
00:30:19: Aber nicht nur der Druck wir zunehmend sondern auch die technologische Lösung Ist ja auch heute da Wenn ich vorrausschaue und mir anschau, was der bayerische Autoproduzent oder ein bayerischer Autopproduzent im Herbst bestellbar macht.
00:30:36: Schöne Limousine, die daraus kommt mit hundert oder neunhundert Kilometer Reichweite.
00:30:41: Damit wird das Reichweitenthema obsolet.
00:30:44: Wenn man schaut, was ein chinesischer Anbieter im Thema Schnellladen gerade zeigt – ja?
00:30:50: Mit Batterie gepufferten Ladelösungen von zehn bis acht, sieh Prozent in wenigen Minuten mein Auto voll, dann ist das Thema komplett durch.
00:31:01: Also da fehlen dann noch mehr.
00:31:02: so, also für mich gibt es noch mehr Argumente wie naja aber es ist zu teuer und so weiter.
00:31:07: ja der Gebrauchtwagenmarkt den gibt's vielleicht nicht so auch.
00:31:11: Das wird ein bisschen schwierig.
00:31:13: Restwerte ist vielleicht einmal so ein Thema.
00:31:15: natürlich wenn sich eine Technologie wie man heute schaut so rasant entwickelt Dann ist natürlich das Restwert Thema bei den gebraucht Fahrzeugen schon da und das ist präsent.
00:31:27: Das kann man jetzt, bei dem Verbrenner kann man das ganz gut kalkulieren.
00:31:30: Bei einem Elektroauto würde ich sagen, es ist ein Risiko, dass ihr hier mitten nehmen muss.
00:31:36: Und ich glaube, das sind so paar Dinge.
00:31:38: aber zurück zu deiner Frage.
00:31:39: Ich habe aufgehört jemandem zu überzeugen.
00:31:41: Überzeugt kann man sich nur selbst indem er sich Dinge anschaut in die man Dinge ausprobiert.
00:31:45: Heute gibt es dazu ganz, ganz viele Möglichkeiten.
00:31:48: und die Argumente von früher.
00:31:50: Ich kann nicht in den Urlaub fahren oder Reichweite oder Geschwindigkeit oder bla-bla-bla.
00:31:55: Ja also da kannst du ja zu viel darüber reden.
00:31:57: Glauben du ist das erst dann wenn ihr selbst erlebst?
00:31:59: meiner Meinung nach?
00:32:01: Wenn wir jetzt ein Bild zeichnen sagen wir mal jetzt so neun oder zehn Jahren also zwei tausend fünfund dreißig oder sechsunddreißig was ist deine Vorstellung wie Energie und Mobilitätssysteme dann zu dem Zeitpunkt ineinander greifen?
00:32:14: Ich habe ein schönes Projekt für einen Auto-Abo Anbieter aus Österreich gemacht, der in mittlerweile über viertausend Elektrofahrzeuge, reine Elektro Fahrzeuge im Abo hat.
00:32:24: Und das Projekt war dass wir alle Marken die er anbietet quasi auf eine Plattform digitalisieren.
00:32:32: Das heißt wir haben und ich kann mir erinnern an die RWTH in Aachen, an diese Aussage immer digitaler Zwillinge gehabt sind in der Industrie glaube ich auf der Uni immer wieder auch umgesetzt, bei der Produktion von euren kleinen Fahrzeug.
00:32:46: Das war ja auch die Industrie für Null oder so ähnlich oder wie wir das bezeichnen.
00:32:52: jetzt in der Richtung.
00:32:54: aber sobald ich ein Fahrzeug quasi weiß was es macht wo ist und wie es geladen ist wie es entladen ist sehe ich da einen Riesenpotenzial.
00:33:06: Zum einen wird das Thema Smart-Laden betrifft.
00:33:11: Das heißt, ein gesteuertes Laden eines Fahrzeuges über Energiemarkt regeln vielleicht oder von einem Netzbetreiber gesteuern.
00:33:19: Oder dann im bidirektionalen Laden, dass sie enormes Potenzial haben.
00:33:26: Das darf man gar nicht unterschätzen was da kommen wird.
00:33:30: Wenn ich die Anzahl der Fahrzeuge mir anschaue... was hier passieren wird in den nächsten Jahren und was hier quasi ein Potenzial vorhanden ist.
00:33:44: Wenn man es mal an oder durchrechnet, wenn man jetzt nur sagt wir haben in Deutschland zwei oder drei Millionen Autos im Markt und wir gehen dann davon aus dass man vielleicht dreißig Prozent davon sagen drei Millionen Dreißig prozent einfache Rechnung die in den Energiemarkt ergeben können, dann entstehen hier einfach enorme Potenziale.
00:34:10: Ich bin jetzt gerade auf der Suche.
00:34:11: Hier hat man nämlich die Zahl aufgeschrieben.
00:34:14: Also nehmen wir noch mal das Stichwort bidirektionales Laden auf oder Behege-to-Britz.
00:34:18: Wir haben ja erwähnt heute Pilot in vielen Ländern, Niederlande, Frankreichweise, Schweden und Deutschland, fast in der Schweiz.
00:34:27: In fünf Jahre denke ich ist es Standard.
00:34:30: Und wenn als Flexibilitätsasset im Energiesystem angeschaut, dann werden da wahrscheinlich zweihundertsiebzig Terawattstunden zusätzliche jährliche Stromnachfrage durch E-Fahrzeuge gedeckt werden zwischen zwanzig dreißig und zwanzigsächzig.
00:34:48: Also die Aussage auch aus dem DNV Report ist, zweihundertsiebenzigterawatt stundenzusätzliche jährlich Stromnachtfrage durch E Fahrzeug in der Flotte Wenn man das nimmt, oder die Aussage mit den stationären Batteriespeichern nur als Beispiel nimmt.
00:35:06: Das E-Fahrzeug per se ist ja auch wie ihr Speicher zu sehen.
00:35:09: Der globale Markt bis zum Jahr zwanzigfünfzig steigt ums achtundzwanzig Fache.
00:35:14: Also das ist für mich ein Riesenthema und ich glaube es gibt so viele Potenziale.
00:35:20: Alleine die Effizienz eines E-Antriebes ist unschlagbar Und ich glaube immer so, viele träumen ja immer davon, dass man mit dem eigenen E-Auto auch Geld verdienen kann.
00:35:31: Dann würde ich sagen das wird eine Realität werden.
00:35:36: Es würde schon genügend wenn ich nichts mehr fürs Laden bezahle.
00:35:39: Das wäre ja schon mal eine coole Geschichte.
00:35:41: und wenn ich da mein eigenes Haus anschaue... ...und es hat eine Befahrenlage mit fünfzehn KWT, es hat ein Batteriespeicher mit zehnzig Kilowattstunden.
00:35:51: Wenn wir die letzten zwei Monate so beobachten Dann habe ich heute, trotz Elektroauto bin ich auch tag mit mit sechsundneinzig Prozent.
00:35:59: Also vier Prozent holen wir nur aus dem Netz und das ist tatsächlich verschwindend wenig.
00:36:04: also die Kosten sind enorm überschaubar und ich würde behaupten guter Freund von mir hat noch mehr Geld investiert den Wochengrößern Speicher etc.
00:36:13: Ich würde behalten dass der Arzt es heute schon macht ohne dass er überhaupt am Energiemarkt teilhaut oder überhaupt das Thema bidirektionale laden hat dass er gratis ein Fahrzeug laden kann ja Nicht nur das, sondern auch sein Haus mit der Wärmepumpe auch quasi kostenlos die meisten Zeit des Jahres betreibt.
00:36:30: Hieran merkt man auch schon einfach wie sehr das Thema Energie und Mobilität plötzlich dann deutlich stärker zusammenhängen was es da alles für Potenziale gibt.
00:36:37: Wir kommen langsam zum Ende unserer Folge.
00:36:40: Möchtest du unseren Zuhörern zum Abschluss nach etwas mit auf den Weg geben?
00:36:43: Ja sehr gerne.
00:36:44: drei Gedanken zum Schluss vielleicht.
00:36:47: Erstens Die Umfarmtechnik verschwindet nicht.
00:36:49: sie verlagert sich Also von ICE, Powertrain hin zu Batteriegehäuse, Traffostationen, Ladegehäusen, Schaltschränken und Komponenten für den Schwerverkehr.
00:37:00: Wer das versteht hat definitiv alle Möglichkeiten.
00:37:04: Zweitens in Systemendenken nicht im Produkten Energie, Mobilität, Industriewachsen zusammen.
00:37:11: Wer da heute Anschlussgeschäfte aufbaut baut sich das für die nächsten zwanzig Jahre.
00:37:17: Und drittens, und das ist immer besonders wichtig.
00:37:20: Es gibt so einen alten Spruch eines Fußball-Trainers aus Österreich der irgendwo zwischen Kabine und Volksmund höre ich denn immer wieder und der singt so in meinem Ohr und er lautet du kannst aus einer Kuh eine schnelle Kuh machen aber niemals ein Rennpferd!
00:37:36: Und genau so ist es mit den Verbrennern.
00:37:39: Man kann ihn effizienter machen, man kann ihn sauberer und leiser machen aber niemals zu dem was die E-Mobilität heute strukturell ist.
00:37:48: Und wer als Industrie noch immer versucht die Kuh schneller zu machen statt aufs Rennpferd zu setzen?
00:37:55: Der hat das Rennen schon verloren meiner Meinung!
00:37:57: Das Rennenpferde steht nicht in Konkurrenz zur Kuh es läuft in einer anderen Disziplin.
00:38:04: Diese Transformation gewinnt niemand alleine.
00:38:07: Nicht der OEM Nicht der Ladebetreiber und auch nicht der Zulieferer.
00:38:12: Also wir bewegen das miteinander!
00:38:14: Und das war jetzt mein Schlusssatz, die Transformation ist ein Marathon aber sie ist gestartet.
00:38:21: Wer heute noch an der Startlinie steht und überlegt, der hat schon verloren.
00:38:26: Wenn man noch weitere Worte von den Hörnmischten oder Berichte von ihr lesen möchte wo kann man sich denn mit dir in den Austausch kommen?
00:38:30: Oder weitere Veröffentlichungen von die Hören und finden?
00:38:33: also Wer mit mir in Kontakt treten will, der kann das gerne über LinkedIn machen oder auch gerne über meine Homepage sich informieren.
00:38:42: Wo meine Schwerpunkte liegen.
00:38:43: Ich bin sehr reisebereit jederzeit und freue mich immer über einen Austausch und über ein Kennenlernen.
00:38:51: Dann
00:38:51: vielen Dank erstmal dafür!
00:38:52: Vielen Dank für deine Zeit und das interessante Gespräch.
00:38:55: Wir hoffen dass euch liebe Zuhörer diese Folge gefallen hat und schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein bei einer neuen Folge von Tu Was Togglein.
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