High Tech trifft High Touch: Warum KI ein Führungsthema ist

Shownotes

In dieser Folge spricht Maike July, Gründerin der July Leadership Consulting, über menschenzentrierte Transformation, moderne Führungskultur, Wissenssicherung im Mittelstand und die Rolle von KI als strategisches Führungsthema.

Wir gehen den zentralen Fragen nach:

  • Warum betrifft der drohende Wissensverlust durch den Generationenwechsel den Mittelstand besonders stark?
  • Wie kann Wissensmanagement im Alltag konserviert und aktiv genutzt werden?
  • Warum scheitern viele KI-Projekte, wenn sie rein als IT-Thema statt als strategisches Führungsthema verstanden werden?
  • Wie baut man Transparenz und psychologische Sicherheit auf, um Ängste vor Jobverlust durch Automatisierung abzubauen?
  • Welche Rolle spielen Multiplikatoren und Stakeholder-Management bei der Einbindung der Belegschaft?
  • Wie sieht der Wandel von der direktiven Führungskraft hin zum Coach und Impulsgeber aus?

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Kontakt: Marco.Lohrey@fir.rwth-aachen.de

Mehr zu July Leadership Consulting: https://july-leadership-consulting.de/

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/maike-july-leadership-consulting/

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich glaube gar nicht mal, dass der Mensch vergessen wird oder bewusst vergessen wird.

00:00:05: Sondern der Mensch, der Umgang mit den Mitarbeitenden und da schließe ich jetzt die Führungskräfte auch mit ein ist kompliziert oder es häufig kompliziert und damit eben

00:00:15: auch anstrengend.

00:00:19: Herzlich Willkommen zu Tu Was Talkler dem Podcast zum Thema Wandel der Wertschöpfungsketten im Antriebsstrang.

00:00:23: Wir befinden uns hier gerade in der Aufnahme stage bei der New Work Evolution Messe in Karlsruhe wo sich alles rund um die Zukunft der Arbeitswelt dreht.

00:00:31: Und so mehr freue ich mich, dass ich hier heute Michael Juli zu Gast habe.

00:00:34: Du bist Gründerin der Julie Leadership Consulting und unterstützt Unternehmen dabei Wissen im Unternehmen zu sichern Führungskräfte zu entwickeln und stabile Organisationsstrukturen aufzubauen.

00:00:45: Mit über zwanzig Jahren Erfahrungen im HR-Umfeld unter anderem als Chief People Officer und in internationalen Führungsrollen kennst du die Herausforderung von Unternehmen aus der Praxis Fachkräftemangel, Wissensverlust.

00:00:58: Dein Fokus liegt darauf, Unternehmen so aufzustellen dass sie auch in Zeiten von Transformation handlungsfähig bleiben.

00:01:04: Schön das du heute hier bei mir bist.

00:01:06: Erzähl doch mal was treibt dich persönlich eigentlich an?

00:01:09: Herzlichen Dank erstmal für die Einladung.

00:01:11: ich freue mich auch sehr hier zu sein und bei eurem tollen Podcast beteiligt zu sein mit dieser interessanten Folge.

00:01:18: ja was treibt mich persönlich an?

00:01:21: Mich persönlich treibt an Impact zu erzeugen oder Wirkung zu ermöglichen also Einmal Wirkung, die ich selber einbringe oder erzeuge.

00:01:31: Aber eben auch Menschen – also sprich wir jetzt auf die Unternehmen bezogen – Führungskräfte aber auch die Mitarbeitenden in die Lage zu versetzen, eben Wirkung zu erzeugen.

00:01:43: Das heißt aus so bisschen Befähigung wirklich für die Führungskräfte anzubieten?

00:01:47: Einer deiner Zentralen ist ja auch nicht zitier an der Stelle.

00:01:50: im Mittelstand ist das größte Risiko oft unsichtbar.

00:01:53: Es geht abends durch die Firmentünerhause, wenn Experten gehen oder Führungskräfte an ihre Grenzen stoßen.

00:01:59: Grät das Wachstum ins Stocken?

00:02:01: Wieso ist das deine Erfahrung nach größter Risiko?

00:02:03: und wie betrifft es den Mittelstand?

00:02:05: scheinbar stärker als Großunternehmen?

00:02:09: Das ist mein Erfahrungswert oder meine Beobachtung.

00:02:12: Warum betriffe das den Mittel- mittelstand besonders?

00:02:16: Weil, wie du weißt es gibt natürlich große Mittelständler die schon fast konzernähliche Strukturen haben.

00:02:21: Aber wenn wir jetzt mal auf den klassischen Mittelständlers schauen dann ist das häufig so dass die ich sage mal dass das Personal oder die Personaldecke relativ knapp gehalten ist und das Wissen sitzt.

00:02:34: und wie gesagt das meine eigene Erfahrung als Personalleiterin in diversen mittelständischen Unternehmen ist, dass das Wissens in der Regel bei einer Wenn man Glück hat sogar zwei Personen setzt im Kopf.

00:02:47: Und das ist das, was ich meine mit dem Bild.

00:02:50: Das Wissen geht abends nach Hause und im Idealfall kommt das Wissen morgens wieder.

00:02:55: Wenn das Wissens aber dann mal ausfällt, krankheitsbedingt urlaubsbedingt oder wenn man das Unternehmen verlässt reißt es in der Regel eine große Lücke und es reicht eben nicht Arbeitsanweisungen Handbücher zu haben.

00:03:08: dass alles schön das deckt einen gewissen Teil ab.

00:03:11: Aber das eigentliche Wissen, also wo drehe ich die Schraube jetzt wenn die Produktionsstraße gerade stehen geblieben ist oder die Maschine.

00:03:19: Drehe ich sie halt wie in einem Handbuch beschrieben eine komplette Umdrehung?

00:03:23: Oder weiß ich?

00:03:24: naja eigentlich höre ich vor der ersten kompletten umdrehungen auf und dann ist genau der Punkt ab wann wieder alles optimal läuft Und dass es halt häufiger im Mittelstand anzutreffen Ich nenne das mal das Wissensmanagement oder wie mit Wissen in den Köpfen umgegangen ist, häufig nicht damit aktiv gearbeitet wird im Sinne von archiviert und unkonserviert.

00:03:48: Das hört sich ja auch ein bisschen nach so einem übergreifenden Thema an, auf der einen Seite halt das ganze Thema Wissen-Management zentral mitzuverankern.

00:03:55: Hast du dir vielleicht ein Best Practice was du da im Laufe deiner Karriere erlebt hast?

00:03:58: Von einem jetzt in dem Fall halt Mittelschändler, der es geschafft hat wirklich eine Strategie dagegen zu finden.

00:04:05: Also das Thema Wissensmanagement sollte eigentlich jedem, nicht eigentlich sondern sollte in jedem Unternehmen und vor allen Dingen in jedem mittelständischen Unternehmen ein zentrales Thema sein.

00:04:13: Weil wie wir alle wissen Wir haben einmal den Fachkräftemangel.

00:04:17: Wir haben die erfahrene Mitarbeiter, die jetzt zunehmend eine Baby Boomer Generationen, die in den Ruhestand geht In den nächsten Jahren.

00:04:24: Und dass eben entsprechend ich sage mal zu sichern Das Wissen und aufzufangen Ich arbeite mit einer mit einem KI Hersteller zusammen oder Entwickler zusammen Deiner Firma, ich nenne die jetzt hier nicht.

00:04:36: Aber sie haben sich das, die haben einen Tool entwickelt wo man eben ganz, ganz simpel das in dem Unternehmen einführt und dann kann jeder so auf den Weg, ich sage mal zur Kaffee Küche auch jetzt fällt mir gerade nur ein, dass es wichtig in dieses Tool sprechen und das Tool bereitet das dann wie man Zeit gerade möchte gerne auf.

00:04:54: also Es gibt Unternehmen, die das schon nutzen und diese sind sehr fortschrittlich.

00:04:59: Die meisten nicken, wenn das Thema aufkommt und sagen ja stimmt sollten wir uns drum kümmern.

00:05:05: Aber wie du sicherlich auch weißt dann ist das Tagesgeschäft wieder dringender und wichtiger und das ist auch alles wichtig.

00:05:12: aber das Wissen ist irgendwann dann weg.

00:05:14: Wenn ich nicht rechtzeitig damit anfange mich mit der Thematik zu beschäftigen und eben wie gesagt es dann zu konservieren.

00:05:20: Und wie gehst du dann davor, wenn wir jetzt dann Unternehmen dahingehend bereizt?

00:05:24: Wie sie das aktiv in den operativen Alltag überführen können.

00:05:27: Hast Du da vielleicht ein zwei Leitwerten Beispiele die du uns vorstellen kannst?

00:05:31: Eher ist es ein Beratungsprojekt zum Thema Leadership.

00:05:34: also was weiß ich habe ein thematik meinen Führungskräfte meiner Führungs-Ebene mein mittleren Management und dass ist so wo ich dann ins Gespräch komme mit Geschäftsführungen oder Managern.

00:05:48: Im Laufe des Gesprächs gucken wir uns an, wo sind denn diese vermeintlichen Führungsthemen?

00:05:53: Und dann stellt sich raus, dass die führen zum Beispiel noch im alten Stile.

00:05:58: Also wie es vor zehn, fünfzehn Jahren üblich war und der Hang zur Micromanagement eher Kontrolle anstatt vertrauenbasiert zu führen usw.

00:06:06: Dann kommen wir darauf okay, wie ist denn die Altersstruktur der Führungskräfte?

00:06:10: Das ist häufig eine Durchmischung aber eben auch das sind eher so die Älteren, die quasi geprägt sind von den früheren oder den, ich sag mal altmodischeren Führungsstil.

00:06:18: Und dann kommen wir dann ja und was ist wenn die jetzt... Wir können die trainieren, wir können sie darauf aufmerksam machen aber was ist denn das Unternehmen verlassen?

00:06:26: So und dann sind wir beim Thema Wissen.

00:06:27: wie sicher ich wissen, wie transferiere ich Wissen?

00:06:30: also es ist nicht unbedingt der Initialimpuls.

00:06:34: okay jetzt wir reden jetzt mal mit der Maike weil wir haben ein Thema mit dem Wissen.

00:06:39: Das landet dann häufig in den Learning und Development Abteilung, so nach dem Motto ja wir haben da ein Team oder wir haben eine Person im Mittelstand ist vielleicht eher die Person.

00:06:47: Eine Person, die kümmert sich dann schon darum, wirst du wegdelegieren?

00:06:50: So nach dem Motto hier haben wir erversorgt aber es geht natürlich weiter darüber hinaus als jetzt nur jemand zu haben der im Thema Learning & Development oder Entwicklung des Personals sich darum kümmelt.

00:07:02: Wir sehen ja auch schon einfach Dass das Thema Wissensmanagement auch in so eine gesamtheitliche Transformation ja mit rein spielt, dass ich wirklich es schaffen muss.

00:07:10: Mich als Unternehmen im Rahmen der ganzen Babyboomer darauf vorzubreiten was passiert denn wenn meine Fachkräfte gehen?

00:07:15: Aber wenn wir häufig damit unternehmen reden stellen wir fest, dass diese dann erst mal vielleicht an Geschäftsmodelle Produkte Prozesse und IT-Programme denken zum Beispiel im Rahmen von Digitalisierung.

00:07:24: Wie siehst du das?

00:07:25: Warum vergessen deiner Meinung nach Unternehmen in der Transformation den Menschen so häufig?

00:07:31: Das ist eine sehr gute und zentrale Frage.

00:07:36: Das ist meine Antwort vielleicht ein bisschen provokativ, aber das ist meine Überzeugung.

00:07:41: Ich glaube gar nicht mal dass der Mensch vergessen wird oder bewusst vergessen wird sondern Der mensch.

00:07:48: der umgang mit den Mitarbeitenden und da schließe ich jetzt die führungskräfte auch mit ein Ist kompliziert oder ist häufig kompliziert und damit eben auch anstrengend.

00:07:57: Das heißt, wenn ich eine Strategie entwickle... Wenn ich mich entscheide, einen Tool in das Software einzuführen oder ein Prozess zu verändern dann arbeite ich mit klaren Daten und Fakten.

00:08:10: Aber wenn der Mensch, die menschliche Komponente reinkommt dann muss ich mir überlegen wie hole ich die Menschen ab?

00:08:15: Dass sie bei der Veränderung mitmachen.

00:08:18: Ich muss permanente Kommunikation halten und unterschiedlich kommunizieren.

00:08:26: Ich darf mich mit Ängsten auseinandersetzen und das ist häufig eben sehr anstrengend.

00:08:31: Das kostet Zeit, das kostet Energie Nicht vergessen, aber ein bisschen hinten angestellt.

00:08:43: Glaubst du das kommt dann auch so ein bisschen daher dass es teilweise eher schwierig ist menschliche Faktoren zu greifen?

00:08:48: Auch weil es komplett divers ist in einem Unternehmen was es an Personengruppen und Eigenschaften und Charakteristiker gibt?

00:08:55: Oder wie gehst du damit um?

00:08:56: Weil du wirst jetzt, wenn du in so ein Unternehmen kommst, sagen wir mal mit ein paar Hundert Mitarbeitern und die befinden sich in der Transformation, wirst du ja auch vermutlich dann so Early Adopter haben.

00:09:03: Die dafür sehr zu begeistern sind noch so haben, die da total skeptisch sind.

00:09:07: Und dazu hat man ja auch eine gesamte Bandbreite.

00:09:09: Wie gehst Du denn sowas um?

00:09:11: Ja also ich würde mir erstmal genau angucken, wie du schon gesagt hast quasi dieses Stakeholder.

00:09:16: Also Stakeholders sind eben nicht nur ist jetzt der Geschäftsführer, der jetzt dieses Projekt auf den Weg gebracht hat sondern eben alle.

00:09:25: Also da gehört dann eben auch ein Betriebsrat dazu, die unterschiedlichen Führungskräfte und dann gibt es eben jüngeren Führungskräfte.

00:09:32: Die älteren Führungen Kräfte, die die Mitarbeitenden usw.

00:09:36: Und sich das genau anzuschauen und auch zu schauen okay wie sind sie bisher in diese Transformation schon eingebunden?

00:09:43: Das heißt nicht immer dass jeder aktiv sein muss aber wir sind Sie von der Kommunikationsseite her eingebundet Und dann eben zu schauen, okay wo ist quasi das Unternehmen schon gut aufgestellt und wo sind halt noch die Gaps zu finden.

00:09:56: Und die dann entsprechend mit dem Auftraggeber der Auftrag Geberin zu adressieren und dann eben ich sage mal so eine Art Kommunikationsplan Stakeholder Management Plan wie immer du das nennen möchtest aufzusetzen und zu entwickeln.

00:10:08: und wichtig ist eben nicht einfach.

00:10:11: Am Anfang des Projektes wird dann mal eine Mitarbeiterversammlung gemacht und alle sind informiert.

00:10:16: Und irgendwann, ja später gibt es wieder eine Information.

00:10:19: Das reicht natürlich nicht.

00:10:20: also das muss schon sehr... ...das Individuum braucht das Gefühl konstant in diesen Kommunikationsprozess eingebunden zu sein auch wenn ich als Unternehmensführung nicht immer regelmäßig irgendwelche News zu verbreiten habe.

00:10:37: aber es geht darum den Mitarbeitenden Wie gesagt, wenn ich das sage immer wieder inklusive Führungskräfte.

00:10:43: Dass die sich sicher fühlen.

00:10:46: also stichwort psychologische Sicherheit.

00:10:49: und gerade wenn ich transformiere wo ich sag mal dass unterste zu oberste Kehre Und nichts mehr so bleibt wie es Mal gewesen ist Ist das extrem wichtig

00:10:59: spielt hier der Faktor Teilhabe aus der Belegschaft auch eine sehr große Rolle.

00:11:02: Also vielleicht die, früher ich die Belegtschaft mit einbinde oder je mehr ich sie vielleicht in dem Prozess integriere?

00:11:08: Was sind da so deine Erfahrungen und ist das dann eher förderlich um die Sicherheit zu geben auf die Teilhube?

00:11:13: Oder bist du da vielleicht schon teilweise auf den Hindernis gestoßen weil dann plötzlich zu viele Köche verderben in Brei zu viel Interaktion?

00:11:20: Wo zieht man da die Grenze?

00:11:22: Ja, ich hätte dich jetzt gefragt bevor ich antworte was meinst Du mit Teilhabel?

00:11:26: also eben zu viele die verderben das Essen oder den Brei, wie man so schön sagt.

00:11:31: Also das geht nicht und ich muss jetzt auch nicht die Meinung bis sich, sagen wir mal, fünfhunderts Mitarbeiter es einholen.

00:11:37: Das ist nicht.

00:11:38: aber Es geht darum, den Menschen das Gefühl zu geben dass sie Teil des Prozesses sind.

00:11:44: Das heißt nicht Dass Sie aktiv sich unbedingt einbringen Aber Ich bin quasi Wie beim Fußballspiel?

00:11:51: Ich sitze im Stadion Und Bin Teil Des Spiels Ohne Dass Ich auf dem Spielfeld selber Bin.

00:11:58: Wird das so deutlich?

00:11:59: Also, das ist das was ich meine mit Stakeholder Management oder auch Kommunikationsplan.

00:12:04: Den Leuten das Gefühl zu geben wenn sie mögen können Sie sich einbringen.

00:12:09: aber es heißt nicht dass ich basisdemokratisch quasi sage hier das ist der nächste Schritt.

00:12:14: was haltet ihr davon?

00:12:15: dann kommt man nicht vom Fleck.

00:12:16: Aber das ist schon wichtig dass die dann hat mitkriegen was passiert gerade aktuell?

00:12:19: und um in der Metapher zu bleiben etwas für Spielzüge werden grade durchgespielt, was für Programme prozess ist.

00:12:25: Wo stehen wir eigentlich aktuell?

00:12:26: Steht es drei Null oder wie läuft die Einführung?

00:12:29: und deswegen du hast eben auch einen Vortrag gehalten mit dem Titel Hightech trifft High Touch Haltung statt Code warum KI ein Führungsthema ist.

00:12:36: Und ich habe mir da eben auch ein kleines Zitat von Mit geschrieben KI ersetzt keine Führungen.

00:12:42: wer KI nutzt aber nicht führt hat am Ende nur Zahlen und keine erfolgreichen Teams.

00:12:47: Also ich frage jetzt einfach mal ganz direkt, warum ist denn in so einer Transformation, also der digitalen Transformation KI aus deiner Sicht nicht nur ein Technologiethema sondern wirklich ein aktives Führungsthema?

00:12:58: Ja.

00:12:59: Also warum ist KI ein aktive Führungsthema?

00:13:03: Es gibt ja in der Studie oder mittlerweile mehrere sogar die besagen dass ninety-fünf Prozent aller KI Projekte gescheitert sind.

00:13:11: Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

00:13:13: das ist krass und das ist jetzt unabhängig ob im Mittelstand.

00:13:17: Warum ist das so?

00:13:19: Weil in der Regel die Einführung von KI, von einem KI Tool oder mehreren KI Tools als reines IT-Projekt gesehen wird.

00:13:29: Bei uns bei einem der Unternehmen, wofür das sich gearbeitet hat, hieß es wir brauchen vor ein paar Jahren, wir brauchen ein neues ERP System für die Produktion und angeschlossene Bereiche wie Qualität

00:13:38: usw.,

00:13:39: damit zu integrieren.

00:13:41: So, was war?

00:13:42: Okay es wurde beschlossen.

00:13:43: Wir brauchen dieses ERP-System also wurde jemand von der IT beauftragt und noch jemand aus der Produktion das Ganze voranzubringen.

00:13:52: KI ist jetzt aber nicht die Einführung einer, ich nenne das jetzt mal punktuellen Software sondern KI eine Entscheidung, eine strategische Entscheidung.

00:14:02: Und wenn ich die als solche auch betrachte als Geschäftsführung eben strategisch und nicht so nach dem Motto auch im Recruiting brauchen wir jetzt was neues Tool fürs Onboarding dann muss sich das mich einmal damit auseinandersetzen.

00:14:15: also was bedeutet KI für mich?

00:14:17: Was bedeutet, wenn ich KI in meinem Unternehmen einsetze?

00:14:20: hat dass Auswirkungen Konsequenzen für mein derzeitiges Geschäftsmodell?

00:14:24: Wenn ja wie gehe ich da mit um usw.

00:14:26: Also was ich damit sagen möchte ist Die Frage Wie integriere ich die Nutzung von KI in mein Unternehmen, in meine Strategie und damit eben auch wie gebe ich das an meine Führungskräfte weiter?

00:14:39: Okay.

00:14:40: Interessant!

00:14:41: Das heißt es ist wirklich immer so dieser ganzheitliche Ansatz.

00:14:45: Hast du vielleicht ein Best Practice?

00:14:46: Ich meine, du hast jetzt gesagt, der Studienlage gescheitert.

00:14:51: Das wird sich vielleicht auch in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren dann noch mal ändern oder vielleicht auch einfach vorantreiben weil es so ein Bass wird mit dem man Auf der einen Seite sehr viel lösen kann, aber auch noch nicht weiß hundertprozentig was genau jetzt.

00:15:02: Hast du einem das Practice dass du uns in der KI-Transformation zeigen kannst?

00:15:06: So ad hoc?

00:15:07: also es wäre jetzt kein mittelständisches Unternehmen.

00:15:12: Otto ist zum Beispiel der Versandhaus Otto ist ein sehr gutes Beispiel dafür die schon vor Jahren angefangen haben KI Einzusetzen und sich genau zu überlegen.

00:15:23: okay behalte ich mein bestehendes Geschäftsmodell?

00:15:26: Nein, das haben sie nicht.

00:15:27: Sie haben zum Beispiel den gesamten Versandkatalog des Papierformat komplett abgeschafft und machen jetzt alles eben über KI oder vieles über KI und digital.

00:15:38: also es gibt Möglichkeiten.

00:15:40: aber das ist das was ich eben meinte.

00:15:41: Es ist wichtig sich damit eben wirklich auf der Führungsebene strategisch miteinander zu setzen Und dass im Prinzip dann von wenn man so will von oben Von top down durch das Unternehmen durchsickern zu lassen durchzukaskadieren.

00:15:53: Dann wird es ein Erfolg.

00:15:55: Und natürlich wichtig ist, die Führungskräfte trainieren darauf gefasst zu machen also dass sie auch ein offenes Mindset haben und so ein Stück weit spielerisch mit KI umzugehen und den Leuten, sprich auch den Mitarbeitenden zu ermöglichen testet doch einfach mal.

00:16:10: Guckt mal was geht?

00:16:12: Was geht nicht?

00:16:13: Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Tool gemacht?

00:16:15: Also das man so weniger wie früher dürfen keine Fehler passieren du musst das muss beim ersten Woops sitzen Sondern dass man da so ein bisschen, ich sag mal lockerer und spielerischer mit umgeht.

00:16:26: Und dann ist eben die Erfahrung... ...dass dann die Leute auch begeistert sind damit zu machen oder zumindest das Tolerieren natürlich nicht die Begeisterung da ist.

00:16:36: Jetzt bildest du hier ja auch eine spannende Connection zwischen HR- und Digitalisierung?

00:16:40: Oder KI jetzt halt in dem Fall?

00:16:42: Das was ja auch aktuell sehr stark umgeht Gerade bei KI das ganze Thema, durch KI wird mein Arbeitsplatz abgebaut.

00:16:49: Wie gehst du mit solchen Themen in der Transformation mit deinen Kundinnen und Kunden um?

00:16:55: Ja, das ist ein sehr großes Thema dass bei den Mitarbeitenden eben sofort da ist KI wird eingeführt okay dann rationalisieren jetzt meinen Job weg.

00:17:06: es gibt Jobs wo das tatsächlich auch im größeren Umfang oder Stile schon passiert ist ein Beispiel die Buchhaltung, das Rechnungswesen dafür.

00:17:14: Wenn ich da KI einführe, was die ganzen Rechnungbuchungen macht dann werden Menschen tatsächlich freigesetzt.

00:17:21: Das darf man nicht schönigen aus meiner Sicht.

00:17:25: Meine Beobachtung und Erfahrung ist aber wenn ich rechtzeitig meine Mitarbeitenden die Planung, dass es das Unternehmen plant KI einzusetzen bleiben wir bei den Beispiel der Buchhaltungen.

00:17:37: Ich auf der anderen Seite aber eben die Mitarbeiter auch ermutige sich mit KI zu beschäftigen Und auch schaue, okay was ist das Skillset jetzt und was brauche ich in Zukunft?

00:17:47: Dann ist die Person vielleicht nicht mehr in der klassischen Buchhaltung beschäftigt.

00:17:51: Also im Buchen selber beschäftigt, der Rechnungseingänge zum Beispiel sondern ich kann die abskillen und dann in einem anderen Bereich einsetzen also der schon buchhaltungsnahe ist aber der eben andere Aufgabenschwerpunkte hat.

00:18:06: Also was ich damit sagen möchte In den wenigsten Fällen ist die Angst wirklich begründet, aber das setzt voraus dass die Mitarbeitenden auch nicht sagen oh mein Gott da kommt jetzt was und dann in die Opferrolle rein marschieren.

00:18:17: Und dort bleiben sondern auch aktiv versuchen sich weiter zu bilden, weiterzuentwickeln.

00:18:23: und das auch ein fordern vom Arbeitgeber.

00:18:26: Ist dir das denn schon mal begegnet?

00:18:27: Dass du bei einem Kunden unterwegs bist es um eine digitale Transformation ging nicht klar direkt kommuniziert worden ist am Anfang an, ja wir werden damit alle Arbeitsplätze beibehalten.

00:18:39: Also wie wichtig ist dir als Beraterin da an der Stelle dass du zumindest alle klaren Karten auf dem Tisch hast und das dann gegenüber den Mitarbeitern auch weißt?

00:18:47: Wie sehr sich das arbeitskondigent verändern wird?

00:18:50: Mir persönlich ist es super wichtig weil mir ist eben ein Vertrauensverhältnis und eine transparente Kommunikation egal jetzt mit wem ist das A und O?

00:19:00: Das ist super wichtig.

00:19:01: also das heißt darauf achte ich auch im Vorfeld.

00:19:05: Und eben, wer sponsert das Ganze?

00:19:06: Also wird das wirklich von der Geschäftsführung vom Topmanagement gesponsert und ist der Sponsor hat ja ein Verständnis davon was bedeutet meine Sponsorelle?

00:19:14: also häufig ist es so naja okay wir haben jetzt einen Budget macht das mal dass ist wichtig das machen jetzt im Moment so gut wie alle.

00:19:21: hier ist das Budget und jetzt lasst das mal laufen.

00:19:24: also das wird nicht mit das.

00:19:26: also das läuft insofern das dann irgendwann die Technik funktioniert aber sie wird halt nicht angenommen und es wird nicht sinnvoll damit gearbeitet.

00:19:35: Also diese, das sind so Grundvoraussetzungen bevor halt eine Zusammenarbeit starten kann die ich mir genau angucke.

00:19:44: Dann lasst uns gerne noch einmal den Fokus zurückbringen jetzt auf kleine mittelständische Unternehmen.

00:19:50: was für Herausforderung in dieser menschen-hr zentrierten Transformation vielleicht auch mit oder ohne Digitalisierung?

00:19:56: Das kannst du jetzt gern entscheiden.

00:19:58: haben gerade diese Unternehmen denn in diesen Transformationsprojekten

00:20:02: Du meinst welches die größte Herausforderung ist oder?

00:20:04: Gerne, die größt es sei denn dir fallen mehrere ein und dann kannst du das gerne so ein bisschen drängen.

00:20:09: Also die größste Herausforderung aus meiner Sicht ist oder auch aus meiner Erfahrung ist... ...das Thema Mindset.

00:20:17: also ich gehe jetzt mal so ein bißchen genereller.

00:20:20: Das Thema MindSet heißt Mindset bei der Führung aber Mindset auch bei den Mitarbeitenden.

00:20:26: Wenn ich transformiere wenn nicht Veränderungen wenn ich Change habe Sie sagt die Change-Kurve ja was sicherlich, dann habe ich ja diese verschiedenen Phasen, die wir als Menschen durchlaufen und das mehr oder weniger ausgeprägt.

00:20:39: Das heißt also je offener ich mit mir bin in meinem Umfeld und auch den möglichen Veränderungen, desto einfacher und lässiger gehe ich dadurch eine zentrale Rolle dabei spielt.

00:20:53: im Sinne von Herausforderung ist die Führung Also egal, ob ich jetzt KI einführe oder nicht.

00:20:59: Heutzutage braucht es eine, ich nenne das mal modernere Führung, ich will nicht sagen New Leadership aber es braucht eine Führungskraft die eben nicht mehr direktiv führt oder leicht patriarchalisch was wir leider immer noch sehr häufig in den Unternehmen finden sondern es braucht einer die sich eher als Coach, als Mentor, als Impulsgeber versteht.

00:21:21: Das ist total wichtig und dafür brauche ich Vertrauen in meine Mitarbeitenden, dafür darf ich denen auch Freiräume geben wie gehe ich mit Fehlern um

00:21:29: etc.,

00:21:29: also das heißt um deine Frage konkret zu beantworten aus meiner Sicht ist die größte Herausforderung eben eine gute Führung.

00:21:38: Das klingt auf so ein bisschen als wäre eine moderne Führungsrolle eigentlich auch erstmal die Grundbasis da für dass eine Transformation gelingen kann?

00:21:45: um diese menschlichen Transformationen daran zu bringen.

00:21:48: Ich hatte ebenfalls noch aus deinem Profil herausgefunden, dass du dich sehr stark mit Rollen und Strukturen auseinandersetzt.

00:21:54: Du hast ja jetzt gerade auch schon gesagt mit der Rolle der Führungskraft.

00:21:58: Und grade wenn wir uns mal nicht nur den Status Quo sondern so einen Zukunftsbild anschauen, sondern wirklich Veränderungen, Transformation welche Rolle spielen denn dabei?

00:22:06: ein klares Rollenverständnis?

00:22:08: Und eine klare Struktur.

00:22:10: Also ohne geht es nicht.

00:22:11: Es geht heute und es gab auch eine Frühjahr schon, ging jetzt nicht ohne klare Rollen und Strukturen aber man hat sich irgendwie so durchlavriert.

00:22:19: also ich kenne das selber in den Unternehmen wo ich gearbeitet habe dass wir da auch vermeintlich hatten Stellenbeschreibung, klare Stellenprofile und es hätte alles klar sein sollen aber es war nix klar Und das zeigt sich dann eben in der täglichen Zusammenarbeit.

00:22:34: und klare Rollen vor allen Dingen klare Verantwortlichkeiten Übernimmt die Verantwortung, wer trifft wirklich die Entscheidung und nicht dieses Ping-Pong-Spiel?

00:22:44: Das ist aber nicht mein Verantwortungswort.

00:22:45: Das macht der Thomas Schmitz aus der Nachbarnabteilung.

00:22:49: Das kann auch Christian oder sonst wäre sein.

00:22:52: Dieses Hin und Hergeschiebe erzeugt ja Unsicherheit in Transparenz und das Lämtunternehmen.

00:22:59: Also ich brauche Struktur und klare Rollen.

00:23:03: Ich bin aber kein Freund von Überstruktur oder Überstrukturierung.

00:23:06: Also es muss ein gesundes Maß sein, was zu dem Unternehmen passt.

00:23:12: Das heißt ich habe im Prinzip die Struktur wenn du so willst als Fundament oder als Rahmen Aber innerhalb dieser Struktur, die auch allen dann klar sein darf Da kann ich mich flexibel und agil bewegen.

00:23:25: Und das ist ein Stück weit die Kunst, da das richtige Niveau und das richtige Level an Struktur zu finden.

00:23:30: Also ich bin kein Fan jetzt alles nur zur Überformalisieren weil damit lämig mein Unternehmen auch

00:23:36: war.

00:23:37: Ist es denn anders als früher?

00:23:38: Also dass man früher in den starren Strukturen mit hierarchischen Führungskräften auch meistens sehr starre Rollenverständnisse und sehr stare Strukture hat.

00:23:46: und heute muss man das oder sollte man das flexibler und agiler ausleben

00:23:51: unbedingt, weil wir einfach in ganz anderen Zeiten leben.

00:23:54: Wir wissen ja selber was wir für eine wahnsinnige Komplexität im Außen haben allein die Informationsflut und die Schnelligkeit wie Faktoren sich verändern.

00:24:07: Geopolitische Faktore.

00:24:09: Man muss nur das hier mit den ganzen Veränderungen der Lieferketten nehmen.

00:24:12: also ich brauche extrem flexible Ich hätte es fast gesagt, Strukturen.

00:24:18: Also ich brauche Struktulen aber um dann eben flexibel und mit Sicherheit auch agieren zu können.

00:24:25: Und das war sicherlich vor zehn, fünfzehn Jahren hatten wir einfach eine andere Welt.

00:24:29: Aber wir haben jetzt Dauerkrisenmodus seit einigen Jahren schon und der ändert sich auch nicht wirklich.

00:24:35: Das heißt also früher hatten wir eine Krise und sind dann wieder in so immer gearteten Normalzustand gekommen.

00:24:41: Dann ging alles so wieder seinen gewohnten Gang und dann kam die nächste Krise.

00:24:44: Aber da sind wir längst raus.

00:24:46: Also wir haben Dauerzustandkrise.

00:24:48: Das ist ja nicht nur meine persönliche Meinung, das kann man auch allen halben nachlesen und sich darauf einzurichten.

00:24:55: dafür brauche ich Flexibilität aber nicht flexibilität so wie ein Gummi Effekt sondern ich muss den Mitarbeitenden oder den Führungskräften der Rahmenschaft Orientierung und damit Sicherheit.

00:25:10: Lass uns ganz gerne mal auch so über den internationalen Kontext sprechen.

00:25:13: Wie gehen denn andere Länder, andere Nationen und vielleicht auch globale Konzerne die mehrere Standorte haben mit dem ganzen Thema Rollen Strukturen und Führungen um?

00:25:24: Gibt es da internationale Unterschiede?

00:25:27: Ja also gibt es auf jeden Fall... Gutes Beispiel ist, gut wie jedes Unternehmen hat ja Werte oder einen Wertekanon.

00:25:35: Und diese Werte stehen in der Regel auf schönen bunten Postern hängen die an der Wand oder auch immer im Internet und so weiter.

00:25:41: Das ist toll.

00:25:42: ich will das gar nicht.

00:25:42: lächerlich machen wir dass es wichtig Unternehmenswerte definiert zu haben.

00:25:49: Weil wir hatten zum Beispiel auch ein amerikanische Mutter.

00:25:52: das Unternehmen selber ist in Deutschland also eine Tochtergesellschaft und wir haben tolle Werte.

00:25:58: Und allein in den Diskussionen mit den amerikanischen Kollegen und den Deutschen sind diese Werte schon unterschiedlich ausgelegt worden.

00:26:06: Und nicht oder interpretiert worden, und nicht weil jetzt die man sich missverstanden hat sondern weil wir einfach zum Beispiel von unserer Prägung kulturellen Prägungen im deutschen Raum oder deutschsprachigen Raum eben die Werte eine andere Bewertung der Werte vorgenommen haben als zum Beispiel die Amerikaner.

00:26:26: und da gibt es ja auch nochmal Unterschied ob ich jetzt eher Jemand aus Boston spreche oder jemand zum Beispiel aus San Francisco.

00:26:31: Und da ist es wichtig und eben für große Unternehmen gilt das ja noch viel mehr, wenn ich im asiatischen Raum eine Tochtergesellschaft nahm im lateinamerikanischen Raum etc.

00:26:42: Und Es gibt Unternehmen.

00:26:44: Ich überlege gerade ob ich hatte mich jetzt hier mit einem der Aussteller gestern unterhalten interessanterweise die haben ein ganz tolles Projekt.

00:26:51: mit den Namen des Unternehmens hat er mir nicht gesagt aber es ist eins aus der Foodindustrie Die Global über fünf Jahre ein Projekt jetzt erfolgreich abgeschlossen, was genau darum gegangen ist sicherzustellen.

00:27:04: Dass die Firmen die Unternehmenswerte tatsächlich und damit ja daraus abgeleitet ist dann auch mal Leadership Style

00:27:11: usw.,

00:27:12: dass die von allen egal ob ich jetzt in China bin oder in Ecuador oder in Frankreich oder sonst wo oder im arabischen Raum, dass die von den Führungskräften die Werte gleich verstanden werden und daraus abgeleitet auch ein sehr einheitlicher oder sehr ähnlicher Führungsstil gelebt wird.

00:27:35: Also es gibt es aber ich könnte es noch viel mehr geben weil das ist eher die Ausnahme des Unicorn als positives Beispiel dieses Unternehmen.

00:27:44: Lass uns ganz gerne auch mal noch schauen wenn wir über das ganze Thema New Work um moderne Führungen sprechen?

00:27:50: Wo sagst du denn Werden die einzelnen Themen vielleicht auch aktuell überschätzt oder unterschätzst?

00:27:55: Also gibt es ein Thema, wo du sagst das Thema wird im Bereich New Work überbewertet oder überschetzt und hat gar nicht so eine Relevanz verdient.

00:28:03: Dafür ist wenn du in deine in deine Projekte reingehst darauf wird deutlich zu selten geachtet.

00:28:09: hast du da stellst du da sowas fest.

00:28:13: also Dreh-und Angelpunkt ist tatsächlich weiß ich wiederhole mich aber es ist essentiell.

00:28:18: ist das Thema Führung tatsächlich Dann, man sagt so schön das Well-Being der Mitarbeitenden.

00:28:26: Also das Thema einen Obstkorb und frische freie Getränke – das ist alles nett aber das holt kein mehr hinterm Ofen hervor.

00:28:33: also schon dieses was zum Teil hier auf der Messe wieder zu finden in den Ausstellern oder bei den Ausstellen ist wie kreiere ich tatsächlich ein Umfeld im Büro wo sich die Mitarbeiterinnen und Führungskräfte wohlfühlen Atmosphäre, Inspirat der Kreativität und Innovation auch entsteht.

00:28:56: Und diese alten Entweder das Großraumbüro oder ich habe halt ein Büro wo zwei drei Leute drin sitzen, möglichst mache ich noch das Türchen zu.

00:29:04: Das hat sich aus überlebt aus meiner Sicht.

00:29:07: Das wird aber so ein Stück weit noch unterschätzt.

00:29:09: um deine Frage zu beantworten wenn es darum geht so New Work.

00:29:13: also das löst nicht alle Themen Aber es hilft auf jeden Fall in den Austausch zu gehen und dass der Mensch sich wohlfühlt.

00:29:23: Und das rückt immer mehr in das Zentrum, vor allen Dingen mit den jüngeren Generationen wird es einfach als Hygiene-Faktor schon gefordert so nach dem Motto wie?

00:29:31: Wie?

00:29:32: es gibt hier jetzt, ich sag mal nicht in die Möglichkeit mal eine Ruhezone oder du weißt sie.

00:29:37: Die ganzen Start-up oder jungen Unternehmen haben dann hier die Tischtennisplatte den Billiardtisch und so weiter.

00:29:44: das gibt es in etablierten Unternehmers in denen ich bisher gearbeitet habe.

00:29:47: gab's das nicht?

00:29:48: So sagt die Motto was zum Quatsch machen wir nicht muss gearbeitet werden.

00:29:51: Dann lass uns ganz ehrlich noch auf das verbleibende Thema schauen.

00:29:55: Wir betrachten ja in Tufas vor allen Dingen halt die Automobiliz-Refrei-Industrie.

00:29:58: und wenn wir jetzt da auf zum Beispiel die Transformationen hin zur Elektromobilität oder Digitalisierung schauen, was müssen Unternehmen intern verändern?

00:30:06: Damit auch Begleittransformationen zu neuen Produkten und Prozessen damit diese Transformation überhaupt funktionieren?

00:30:14: Ja, also das ist ja für mich wenn ich das richtig verstehe von der Frage her.

00:30:18: Wie ermöglicht ich ein Klima der Innovation?

00:30:21: Also wie stelle ich sicher

00:30:23: genau nicht nur sondern sagen wir mal Ich befinde mich jetzt in einer Transformation hin dass sich neue Produkte an den Markt bringen möchte und bereite gerade auf dem Shopfloor vor.

00:30:31: Und diese Transformation läuft bisher nicht, weil ich die menschliche Komponente zum Beispiel eigentlich noch nicht bis hierhin berücksichtigt habe.

00:30:36: Was würdest du so einem Unternehmen raten?

00:30:38: Die eigentlich sich in der Transformation hin zu einem anderen Produkt oder zu einer Dienstleistung befinden, wie sie trotzdem den Menschen mitnehmen können und wie Sie diesen Wandel der Arbeitswelt ebenfalls mit abdecken könnten damit auch diese Transfomation gelingt als

00:30:52: transmissionsförderlich

00:30:53: bedingtes.

00:30:53: Okay

00:30:54: ja also erst mal dann schauen wo steht das Unternehmen gerade?

00:30:57: also wie Du schon sagst Die Transformation wurde begonnen, aber offensichtlich sind die Shopfloor-Leute da so ein Stück weit außen vorgelassen worden.

00:31:05: So verstehe ich das ja jetzt.

00:31:06: Jetzt zum Beispiel in dem Beispiel ist es natürlich tief, aber passiert er häufiger?

00:31:10: Das ist eben das ist wieder wo wir gerade gesprochen haben der menschliche Faktor.

00:31:16: also mir zu überlegen okay wie kann ich die Leute ins Boot holen?

00:31:20: und da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten.

00:31:22: Also Ich kann eine große Mitarbeiterversammlung machen Ja, das ist immer nett.

00:31:27: Aber ich kann mir auch überlegen mit den... Also es gibt ja immer Personen, dass zumindest meine Beobachtung die und das hat nix jetzt ob ich Führungskraft bin oder nicht zu tun sondern die so ein Stück weit, ich sag mal, Advokaten ihrer Gruppe sind oder Sprecher ihrer Grupe.

00:31:45: also die haben das.

00:31:46: Es ist denen nicht offiziell zugedacht worden.

00:31:48: Die haben sich das auch nicht ausgesucht, aber es gibt so die, die so die Meinung beeinflussen.

00:31:53: oder wenn es also ein konkretes Beispiel in einem der Unternehmen wo ich mal gearbeitet habe, ist dass einer der zentralen Mitarbeiter der IT-Abteilung gewesen.

00:32:03: Warum?

00:32:04: Weil dem ist alles zusammengelaufen.

00:32:05: Also was ist gut gelaufen, worüber haben sich die Menschen beschwert?

00:32:08: und so weiter weil der eben immer ... am Rechner war, da ist irgendwie irgendwas funktionierte nicht.

00:32:14: Dann wurde er gerufen und dann hat man sich so unterhalten.

00:32:17: meistens hat das ein bisschen gedauert bis es dann wieder funktioniert hat... Und dann ergab sich das so im Gespräch.

00:32:23: Das heißt also solche Personen gibt es eben überall in den Unternehmen und auch nicht nur in der IT-Abteilung sondern egal in welcher Abteilung oder in welchem Team und die ausfindig zu machen und mit denen dann zu sprechen entweder individuell zu sprechen oder die sich zusammenzuholen und denen diese Transformationen zu erklären.

00:32:42: Also warum gibt es das neue Produkt?

00:32:44: Warum soll dieser Service jetzt angeboten werden, was bedeutet das für die Kunden, für die potenziellen Kunden, was ist das für uns?

00:32:51: Wo brauchen wir eure Unterstützung also die, die sozusagen mit rein zu holen ins Boot zu holten dass sie ja Unterstützer werden und die dann ganz gezielt zu bitten eben diese Informationen auch zu streuen da, ich sage mal mit abzuholen wo sie gerade stehen.

00:33:09: Also dass Sie dem nicht mehr entgegenstehen oder sehr skeptisch entgegengestehen oder im Zweifel sogar dagegen oponieren sondern das sie eher in die unterstützendere Rolle fallen.

00:33:19: Das heißt schon Bestandsmultiplikatoren suchen und schauen wie man die dann von dem von den Prozess von dem Transformationsprozess überzeugt kommt?

00:33:26: Ganz wichtig!

00:33:27: Deswegen wir kommen auch jetzt langsam schon zu dem Ende dieser Folge.

00:33:31: möchtest du unseren Zuhörern zum Abschluss noch etwas mit auf den Weg geben?

00:33:35: Sehr gerne.

00:33:35: Was möchte ich mit auf den Weg geben?

00:33:37: Mein Fazit ist, dass Transformation nur mit Technologie gelingt nicht oder in der Regel nicht verschwinden.

00:33:46: Also gelingt nicht entscheidend es eben klar zu sein also von der Führungsebene klar zu seien klare Kommunikation und gute Führungen das beinhaltet alles diese Elemente die wir jetzt hier in unserem Podcast Folge besprochen haben.

00:34:04: Und ich weiß, es hört sich so nach dem Motto die Leier das immer wieder runter aber das ist wirklich das zentrale Element.

00:34:12: Und mit diesem schönen Schlusssatz kommen wir dann auch zum Ende.

00:34:15: Liebe Michael vielen Dank dass du hier bei uns in einem Podcast dabei hast und für diese interessanten Informationen.

00:34:20: Wir hoffen, dass euch liebe Zuhörer diese Folge gefallen hat und schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein bei einer neuen Folge von Tu Was?

00:34:26: Herzlichen Dank!

00:34:27: Es hat mir viel Spaß gemacht.

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