Transformation mit TCO: Wann Elektromobilität wirtschaftlich wird

Shownotes

In dieser Folge spricht Maximilian Mader über die wirtschaftliche und strategische Transformation der Elektromobilität, den Wandel im PKW- und Nutzfahrzeugmarkt sowie die Rolle von Software, Ladeinfrastruktur und Energieverfügbarkeit für neue Mobilitätskonzepte.

Wir gehen den zentralen Fragen nach:

  • Warum unterscheiden sich PKW- und Nutzfahrzeugmärkte grundlegend in der Elektromobilität?
  • In welchen Anwendungen ist batterieelektrische Mobilität heute bereits wirtschaftlich attraktiv?
  • Was kann Europa aus der Entwicklung der Elektromobilität in China lernen?
  • Welche Rolle spielen Ladegeschwindigkeit, Ladeinfrastruktur und bezahlbarer Strom für den Markthochlauf?
  • Wann wird Elektromobilität zum nachhaltigen Business Case?
  • Warum sind Total Cost of Ownership im Nutzfahrzeugbereich besonders entscheidend?

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00:00:00: Eine Herausforderung bleibt jetzt gerade beim Stadtbus sicherlich die Ladeinfrastruktur, aber auch da gibt es gute Initiativen.

00:00:08: Ich habe mir das vor kurzem für Österreich angeschaut und da gibt's zwei große Betreiber, die gerade massiv in Lkw- und busbaugliche öffentliche Ladeparks investieren.

00:00:19: Das heißt, die Umstellung von Busflotten ist nicht mehr abhängig davon dass der Busbetreiber auf seinem eigenen Depot Megawatts an Ladeleistung zur Verfügung stellt.

00:00:30: Das kann man im Hochlauf zum Start auch anders organisieren, aber von den TCOs her ist die Messe gelesen.

00:00:36: Da sind die batterieelektrischen Busse schon nach wenigen Jahren in Vorteil und haben den höheren Anschaffungspreis über beträchtlich niedrigere laufende Kosten schon hereingespielen.

00:00:50: Herzlich willkommen zu Tuva's Talk Line dem Podcast zum Thema Wandel der Wertschöpfungsketten im Antriebsstrang!

00:00:55: Mein Name ist Marco Loray und heute habe ich Maximilian Maader zu Gast.

00:00:59: Herr Maader verfügt über langjährige Erfahrungen in der Automobilindustrie und der Transformation hin zur Elektromobilität.

00:01:05: Er war unter anderem bei der Daimler AG tätig, wo er im Finanz- und Kontrollingbereich für Fahrzeugprojekte und Antriebsstränge verantwortlich war.

00:01:13: Weiterhin war er als CFO in einem Joint Adventure mit BYD und Daimlers tätig und hat dort den Aufbau eines Elektromobilitätsgeschäfts aus nächster Nähe begleitet.

00:01:22: Weitere Stationen führten ihn zum Elektromobilitätsunternehmen Kreisel-Elektrik, wo er die Entwicklung und Skalierung innovativer Lösungen mitgestaltet hat.

00:01:30: Heute ist ein Managing Partner bei VRISE GmbH und unterstützt Unternehmen dabei, die Transformation zur Elektromobilität und zu Software getriebenen Geschäftsmodellen erfolgreich umzusetzen.

00:01:40: Schön dass Sie heute hierbei uns sind!

00:01:42: Erzählen sie doch mal was treibt Sie persönlich an?

00:01:46: Ja hallo, vielen herzlichen Dank.

00:01:48: erstmal für die Einladung und da für die freundliche Einleitung zu Ihrer ersten Frage.

00:01:53: Was mich persönlich antreibt, kann ich sagen seit Kindertagen tatsächlich Mobilität alles was sich bewegt am besten auf Achsen und Reifen.

00:02:03: in meinen ersten Erinnerungen kommen immer Autos vor in unterschiedlichen Spielzeuggrößen auch richtige Autos.

00:02:12: Kann mir noch erinnern wie ich meinen ersten Auto Prospekt in die Hände bekommen habe denn den hab' ich nicht mehr losgelassen bis auseinander gefallen ist.

00:02:19: heute würde ich sagen bin ich etwas breiter aufgestellt.

00:02:23: Ich habe tatsächlich irgendwann auch die Leidenschaft für Nutzfahrzeuge entdeckt und stelle immer wieder fest, wie spannend es ist Anwendungsfälle zu erschließen, zu optimieren oder weiterzuentwickeln durch Software, durch Elektromobilität, durch die Verbindung der technologischen Ansätze.

00:02:44: Es wird nicht langweilig!

00:02:45: Und ich höre sicherlich zu den Menschen die sagen dürfen, dass sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen konnten.

00:02:53: Das empfinde ich nach wie vor als großes Privileg.

00:02:56: Es ist ja auch schon mal eine sehr spannende Einleitung dafür für die Themenfelder über die wir heute sprechen wollen.

00:03:00: Sie haben ja mit Ihrer Vielzahl an Erfahrungen sowohl klassische OM-Strukturen in der Elektromobilität erlebt als auch verschiedene Startups in der Branche gesehen.

00:03:09: Weiterhin haben Sie wie auch gerade schon besprochen so wohl die Elektromobilität im Pkw Bereich als auch um Nutzfahrzeugsektor da schon begleitet und haben dort Erfahrung sammeln können.

00:03:17: Erzählen Sie uns doch mal, was unterscheidet die Herangehensweise in diesen vier Dimensionen?

00:03:23: zwischen diesem bezüglich der Elektromobilität aber halt auch der Transformation.

00:03:26: Was mir durch die unterschiedlichen Sichtweisen also sowohl Fahrzeughersteller mit etablierten über ihr zehnte weiterentwickelten Geschäftsmodell und Start-ups wie zum Beispiel Kreis Electric wo ich eineinhalb Jahre mitarbeiten durfte auffällt ist sicherlich dass die Automobilherstelle über die Zeit einen Großteil der Wertschöpfungskette selbst abdecken, immer wieder mit unterschiedlichen Tendenzen Dinge hinein zu verlagern ins eigene Unternehmen und auch wieder stärker ins Outdoor-Sync zu gehen.

00:03:58: Während Startups typischerweise mit sehr nischigen zugespitzten Geschäftsmodellen beginnen und dann versuchen aus diesen Nischen herauszuwachsen und auch da natürlich mehr und mehr sich im Markt zu verbreitern Einmal getrieben durch Effizienz- und Skalenvorteile, zum anderen natürlich auch Getrieben durch Kundenbedarfe oder einfach auch wenn man so viel kapitalistischen Streben geschuldet den sogenannten Share of Wallet zu maximieren.

00:04:28: Das heißt möglichst viel von dem Umsatz an der Schnittstelle zum Kunden selbst abzuschöpfen.

00:04:36: Wie sieht es hier aus mit Ihren Erfahrungen in den verschiedenen Marktsegmenten beispielsweise PKW gegenüber Nutzfahrzeugsektor?

00:04:42: Gibt es da fundamentale Unterschiede?

00:04:45: Also was die Herangehensweise angeht und da ins Geschäft zu kommen, ein Geschäft aufzubauen, ein Geschäft weiterzuentwickeln sehe ich diese fundamentalen Unterschiede zwischen Start-up und wenn man so will etabliert dem Hersteller oder etabliers den Marktteilnehmer.

00:04:59: ganz grundsätzlich sieht man aber sehr starke Unterschiede.

00:05:02: Zwischen den Nutzfahrzeug und zum Beispiel dem PKW wo es beim Nutz Fahrzeug sehr stark darum geht wirklich ein Werkzeug einzusetzen mit dem Geld verdient wird der PKW eine größere Breite von Anforderungen, die dann gerecht werden muss.

00:05:20: Beispielsweise das Thema Marke.

00:05:22: Kunden wollen sich identifizieren mit der Marke und das ist in einem wesentlich größeren Ausmaß darauf entscheidend als bei Nutzfahrzeugen.

00:05:32: Wobei es auch beim Nutz- verzeigen beispielsweise Lkw-Flockenbetreiber gibt, die sagen ich kaufe diese Marke weil ich damit meine Fahrer im Unternehmen halten möchte.

00:05:44: Wenn ich jetzt von Scania zu MAN wechsle oder von Mercedes zu DAF, dann gibt es Floppenbetreiber die befürchten sozusagen dass ihnen die Fahrerinnen davor laufen würden, weil sie sehr markend auf ihn und sehr markendreu sind aber... Durch die Bank spielt das Thema Marke und Markenaffinität, Markentreue in meiner Beobachtung und aus meiner Erfahrung heraus eine wesentlich größere Rolle im Pekawesigment.

00:06:12: Was man sicherlich schon merkt ist dass in der letzten Dekade im Pekawee-Segment die Markenloyalität der Bank abgenommen hat, insbesondere weil sich die Anforderungen der Kunden verändert haben die Hersteller, denen sie in der Vergangenheit vertraut haben oder zu den Marken, zu denen sich früher stärker hingezogen gefühlt haben im Sinne der Kaufentscheidung.

00:06:38: Dass die vielleicht die Antworten, die heute gegeben werden müssen nicht so gut geben können heißt Software elektrische Triebstränge.

00:06:48: da wo sich diese Kunden Anforderungen verändern finden neue Herstelle gute Chancen sich zu etablieren.

00:06:54: Das heißt, man hört ja auch schon so ein bisschen raus.

00:06:56: Im Pkw-Bereich wird deutlich mehr mit Emotionen und Kundenbindung darüber gespielt während es im Nutzfahrzeugsektor vielleicht deutlich stärker auf eine wirtschaftliche Entscheidung ist und da deutlich mehr die Wirtschaftlichkeit das Werkzeug einer Rolle spielt.

00:07:10: Wo stehen wir denn wenn wir jetzt mal vor allem den zweiten Teil betrachten?

00:07:13: Wo stehen in der Elektromobilität, in der Nutzfahrzeugplotte und in welchen Bereichen wird sich das Mittel bislangfristig durchsetzen?

00:07:21: was glauben Sie da?

00:07:24: Es gibt Bereiche im Nutzfahrzeuggeschäft, wo das batterieelektrische Fahren schon heute deutlich günstiger ist als das verbrennungsmotorische Fahren.

00:07:36: Das sind zum Beispiel Delivery Rans also die Nutz Fahrzeuge, die für die Zustellung auf der letzten Meile genutzt werden.

00:07:42: Da sind City-Busse, da sind auch Regionalbusse.

00:07:46: Da wo z.T.

00:07:47: noch keine Kostenbarität ist bzw.

00:07:49: da wo noch technische Entwicklung notwendig ist, dass würde ich sagen ist der Fernverkehr im Bus und beim LKW, also der Güterverkehr über die lange Strecke.

00:08:00: Da braucht es sicherlich noch ein zwei Entwicklungszyklen in der Batterie und gleichzeitig auch einen weiteren Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur weil beim batterieelektrischen Fahren geht natürlich Mobilitätswende immer einher mit der Energiewende, sprich wenn bezahlbarer Strom entlang der Strecke nicht verfügbar ist dann hilft mir das Elektrofahrzeug natürlich auch nicht weiter.

00:08:30: Dann lasst uns jetzt ganz gerne noch mal Dediciter in das Marktsegment der Elektromobilität reinschauen.

00:08:35: Sie waren da ja schon sehr früh aktiv unter anderem in diesem besprochenen Joint Venture mit BYD.

00:08:40: Das war ja zu Beginn der Jahr als die Elektromobilität sich vielleicht noch nicht so stark durchgesetzt hat wie heute.

00:08:47: Wie hat sich denn Ihrer Meinung nach der Markt bis dahin, beziehungsweise seitdem auch weiterentwickelt?

00:08:53: Also das war für mich damals schon eine sehr spannende Erfahrung.

00:09:03: meinen dameligen Kollegen von Daimler und einem sehr engagierten und professionellen Team von BYD zusammen die ersten Schritte zu setzen und schon Venture zu gründen, in weiterer Folge die Marke Dänzer zu erschaffen.

00:09:18: Die Marke-Dänzer ist mittlerweile am Sprung nach Europa.

00:09:23: das finde ich natürlich auch persönlich immer sehr schön zu sehen was nach eineinhalb Dekaden dann hier entstanden ist und bis ich die Entwicklung auch fortsetzt, bezogen auf meine Zeit in China gerade die Anfänge wo ich auch sehr viele Gespräche mit Regierungsvertretern auf unterschiedlichen Ebernen führen durfte.

00:09:45: Ich sage diese Retrospektive umso gewaltiger weil vieles von dem was mir die Menschen mit denen ich sprechen durfte damals gesagt haben und was zum Teil wirklich unglaublich geklungen hat ist in der Zwischenzeit wahr geworden.

00:10:02: Ich erinnere mich noch an die Diskussionen, die wir damals hatten rund um das Thema Elektromobilität in China wo damals viele Experten zurechtgesagt haben dass das kein nachhaltiges Geschäftsmodell sein kann Fahrzeuge mit Strom zu betreiben der aus Kohlekraftwerken gewonnen wird.

00:10:20: Aber es hat sich eben genau das bewahrheit jetzt was ich damals vor fünfzehn Jahren schon gehört habe nämlich dass die Mobilitätswende und die Energiewende gleichzeitig vorangetrieben werden.

00:10:30: Das heißt Während auf der einen Seite die technologischen Grundlagen entstehen, die Marktakzeptanz für batterieelektrische Fahrzeuge geschaffen werden wird.

00:10:39: Auf der anderen Seite wird der Energiesektor umgebaut und die Zwischenbilanz Chinas was jetzt den Einsatz von Photovoltaikstrom angeht und auch Windstrom angehnt, ließ sich beeindruckend.

00:10:53: Wie hat sich denn, wenn wir uns jetzt einfach anschauen okay?

00:10:55: Wir sehen die Elektromobilität setzt sich nach und nach durch.

00:10:58: Die Energiewende wird auch nach und voran getrieben.

00:11:00: Sie haben ja aber auch sehr viel internationale Erfahrung sammeln können.

00:11:03: wie bewerten sie die Marktdifferenzen die hier aktuell stattfinden zwischen Europa und China Und was können wir uns vielleicht aus dem Ausland am schauen?

00:11:13: wo sind wir aber vielleicht auch stärker?

00:11:16: in der Retrospektive kann man sehen dass das speziell in China vor fünfzehn Jahren, wahrscheinlich schon länger davor begonnen wurde an einer Erfolgsgeschichte zu schreiben.

00:11:28: Und zu dem Zeitpunkt wo das begonnen würde konnte natürlich niemand vorhersehen ob diese Erfolggeschichte am Ende auch gut ausgeht also tatsächlich ein Erfolg wird.

00:11:39: aber heute ist es so dass man sagen kann ja der Plan ist aufgegangen und die Ausgangslage damals war dass der Verbrennungsmotor eine Domäne der japanischen, der europäischen bis zum Gewissen gerade auch der amerikanischen Hersteller ist und bleiben wird.

00:12:00: Und das die Optimierung dieses Systems wahrscheinlich den Chinesen keinen dauerhaften Erfolg auf dem Weltmarkt bescheren würde.

00:12:11: aber ein revolutionärer Ansatz nämlich voranzugehen um das Thema Elektromobilität aufzubauen und den Markt dafür zu machen.

00:12:22: Das hat man damals als Erfolg versprechenden Gegenentwurf gesehen, wie wir heute eben wissen ist dieser Plan auch aufgegangen.

00:12:32: Dazu gehört die Energie, die Infrastruktur dazu gehört natürlich auch eine Mischung aus Förderungen Anreizsystemen steuern Und letzten Endes natürlich auch, dass vorhanden sein attraktiver Produkte die Kunden auch kaufen.

00:12:50: Weil letztendlich enden da die Möglichkeiten sämtlicher staatliche Akteure wenn das Angebot für den Kunden am Ende nicht attraktiv ist.

00:13:00: und das was ich um auf ihre Frage zurückzukehren Das was sich heute in Europa noch nicht höhere ist diese Erfolgsgeschichte.

00:13:09: Wir erzählen einander gegenseitig noch nicht wie großartig, wie erfolgreich, wie nachhaltig und krisenfest die Mobilität sein wird an der wir gerade forschen entwickeln, industrialisieren oder wo die entsprechenden Produkte in den Verkauf gehen.

00:13:29: Das ist das was ich wahrnehme sozusagen, wo wir Europa den mentalen Aufholbedarf haben.

00:13:36: Gutes Stichwort ist das Thema Erfolgsgeschichte und Erzählungen.

00:13:41: Ich gehe davon aus, dass Sie das jetzt natürlich auch stark mitbekommen haben aber das BYD im Bereich Mega-Wattcharging vor kurzem sehr viral gegangen ist mit Lademöglichkeiten bis zu ca.

00:13:51: eineinhalb Kilowatt.

00:13:53: Wieso?

00:13:53: Oder was müsste denn die Europäische, die deutsche Automobilindustrie, Energieindustrie

00:13:58: etc.?

00:13:59: Und was müssten sie denn alles erreichen um wirklich auch mal solche Erfolksgeschichten erzählen zu

00:14:03: können?!

00:14:05: Zum einen braucht es die Innovation im Produkt.

00:14:09: Also genau dieses Verschieben von Horizonten ist aus meiner Sicht ganz entscheidend, also nur mit dem Nacharbeiten von Dingen, die anderswo erfunden wurden wird man langfristig keinen Blumentopf gewinnen können.

00:14:23: Wenn man jetzt zum Beispiel auf die Status schaut, mit der ich mich vom Berufswegen die letzten eineinhalb Jahre über sehr, sehr stark beschäftige.

00:14:33: Und sieht man beispielsweise das der gewisse Anteil der Hochvolt-Batterien an einem Startbus nach wie vor ca.

00:14:40: zwanzig Prozent ausmacht.

00:14:42: Das heißt wenn die Akkus entsprechend leichter werden dann werden die Fahrzeuge noch effizienter und am Ende noch kostengünstiger in der Anschaffung und im Betrieb.

00:14:55: Das sind beispielsweise Innovationen, die tatsächlich weiterhelfen würden.

00:14:59: Sie sprechen das Laden und die Ladegeschwindigkeit an.

00:15:02: Da merke ich an meinem eigenen Kaufverhalten wie sich die Dinge beginnen zu ändern.

00:15:09: Früher war mein Fokus eher auf der Frage ist die Batteriekapazität ausreichend um im Bedarfsfall längere Strecken, es sind nur dreihundert Kilometer ohne Pause zurückzulegen?

00:15:22: Heute sage Die Batteriekapazität ist mir eigentlich egal.

00:15:26: Mittlerweile gibt es an Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen sehr, sehr viele Schnelllade-Möglichkeiten.

00:15:32: Das heißt auf einmal rückt die Ladegeschwindigkeit in den Vordergrund.

00:15:36: Und ich stelle mal die Frage gerade jetzt wo wir sprechen ob mein nächster Dienstwagen beispielsweise mehr als Hundertfünfzig KW Ladeleistung haben sollte weil man das auch der Langstrecke einfach einen Vorteil in der Nutzung beschert.

00:15:52: sixty-fünfundsiebzig oder gar hundert Kilowatt Stunden Batteriekapazität mitbringt, ist für mich eigentlich gar nicht mehr so vorderköntig relevant.

00:16:02: Dann lassen Sie uns ganz gerne auch mal nachdem wir jetzt viel über das Produkt gesprochen haben können auch zu dem größeren Bigger Picture zu sprechen.

00:16:09: sie kommen ja stark aus diesen Bereichen Stadien und Finance.

00:16:12: erzählen Sie was es so aus Ihrer Sicht.

00:16:14: welche betriebswirtschaftlichen Herausforderungen sind für OEMS und Zuliefer bei der Elektromobilität aktuell am größten Und ab wann wird Elektromobilität eigentlich zu einem nachhaltigen Business Case?

00:16:27: Was die betriebswirtschaftlichen Herausforderungen angeht, ist es natürlich zuerst einmal das Thema Rahmenbedingungen.

00:16:34: Also was soll entwickelt werden?

00:16:37: Ich hatte in meiner Zeit beim Mercedes die Gelegenheit an einigen sogenannten Neufahrzeugprojekten mitzuarbeiten also quasi an den Produkten zu arbeiten, die in den nächsten vier bis sieben Jahren auf die Straße kommen sollten Und die Investitionen, die dafür veranschlagt wurden.

00:16:57: Die Fahrzeuge zu entwickeln und zu industrialisieren und zu vermarkten waren schon beträchtlich.

00:17:03: und diese Milliardenbeträge, die da eingesetzt wurden... Die wurden natürlich auch nach einer einregelnder Kunst durchleuchtet.

00:17:10: Das heißt man hat sich tatsächlich die Frage gestellt, setze ich auf die richtigen Fahrzeugkonzepte?

00:17:14: Setz' ich auf den richtigen Technologien?

00:17:17: ist mein Production Footprint ausgewogen, produziere ich Markten ab?

00:17:22: bin ich gegen regionale Risiken vielleicht auch gegen globale Risiken bei all dem was ich tue ausreichend abgesichert?

00:17:30: und wenn es einen weltweit operierenden Hersteller in unterschiedlichen Regionen der Welt ganz, ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen vorfinden zu wie es gerade jetzt sich darstellt.

00:17:42: In China, Europa und den USA wo Elektromobilität ja zum Teil gar nicht mehr willkommen ist dann ist das schon eine extreme Hürde weil es geht zum einen mal um das Geld als solches Es geht zum anderen auch um die Frage Wo investiere ich denn eigentlich entlang auch der Kompetenzen, die ich im Haus habe?

00:18:04: Sonst ein Automobilhersteller mit mehreren Zehntausend Mitarbeitern in Forschung und Entwicklung kann aufgrund der Menschen, die dort arbeiten, die unterschiedliche Qualifikationen mitbringen nicht von heute auf morgen sagen.

00:18:18: Ich schmeiß jetzt alles weg was sich zum Thema Elektromotoren entwickelt hat, weil der Markt verändert sich und die gleichen Leute sollen ab morgen dann wieder Verbrennungsmotoren und Getriebe beispielsweise entwickeln.

00:18:31: Das funktioniert so nicht!

00:18:32: Hier sind die Rahmenbedingungen ganz entscheidend und hier entwickelt sich aus meiner Sicht die Welt in eine multipolare Ordnung weiter wo China sehr klar ist indem was in Zukunft gewünscht ist noch etwas unentschlossen ist und die USA möglicherweise für die nächsten Jahre sozusagen den Rückwärtsgang einlegen.

00:18:59: Alles aber unter tagespolitischem Vorbehalt, wenn man so will.

00:19:03: Ich glaube dass das sehr schwierig ist und diese Verunsicherung setzt sich aber fort durch alle Lieferketten, durch alle Zusammenarbeitsmodelle auf der Lieferandenseite.

00:19:15: Die setzt sich auch fort bis in den Handeln und natürlich bis an der Schnittstelle zum Endkunden der nicht überall sicher sein kann, dass das was er jetzt ausgibt um mobil zu sein gut investiertes Geld ist.

00:19:30: Wenn wir uns da mal historisch anschauen weil ja einer der OEMs der Electmobilität eigentlich sehr stark groß gemacht hat die Marke Tesla aus den USA und da ist jetzt ausgerechnet dieses Wettbewerbsumfeld in Electmobility gar keine Rolle spielt Wie haben Sie da Erfahrung?

00:19:46: wie geht so ein OEM in der aktuellen Situation damit um?

00:19:50: Was man liest ist, dass Tesla ja sozusagen den Schritt vom Automobilhersteller zum Roboter-Hersteller machen möchte.

00:20:00: Das kann ich persönlich noch nicht ganz greifen was das in der Konsequenz bedeuten wird weil eben Automobilwirtschaft mehr als nur Entwicklung und Produktion aber es ist sicherlich die Robotik ein sehr großes ein starker Entwicklung befindliches Zukunftsfeld, das in nächster Zeit, in den nächsten wahrscheinlich zwei Dekaden global gesehen an großer Relevanz gewinnen wird.

00:20:29: Bezogen auf dem Heimatmarkt von Tesla die USA wüsste ich nicht was sich Tesla raten sollte wie man mit der aktuellen Situation umgehen soll.

00:20:39: aber klar ist es wird nicht einfacher weil Kunden natürlich jetzt Das zeigen ja auch die Zulassungszahlen in den letzten Monaten.

00:20:49: Natürlich nicht besonders Appetit gemacht wird Elektrofahrzeuge zu kaufen, so viel kann man sagen

00:20:56: Wenn man sich jetzt als ein Automobilkonzern entscheidet okay wir gehen auf diese Reise Wir gehen in diese Transformation mit hinein.

00:21:03: Was haben Sie da erlebt basierend auf Ihren Erfahrungen?

00:21:06: Was sagen sie denn bei diesen beiden Feldern?

00:21:08: Die größten Treiber und Hindernisse in der Transformation beispielsweise zur Elektromobilität?

00:21:14: Die Transformation beginnt ja nicht gerade erst, sondern wir stecken schon mittendrin.

00:21:19: Die Transformation hat je nachdem auf welche Region der Erde man schaut, hat vor zehn bis fünfzehn Jahren begonnen.

00:21:27: Wenn man sich erinnert auch in Deutschland gab es mit dem BMW i-Trei schon vor über einer Dekade ein durchaus wettbewerbsfähiges Elektrofahrzeug.

00:21:39: Es ist nur die Geschwindigkeit diese Transformation vielleicht in der frühen Phase nicht gleich greifbar macht.

00:21:46: Es ist keine lineare Veränderung, Leute wie wieder von mir sehr geschätzte Zukunftsforscher Lars Thompson ziehen sehr gerne Analogien und vergleichen dann die Verbreitung bei Elektromobilität mit der des Smartphone.

00:22:00: und wenn man da in den ersten Jahren sich angeschaut hat, wie die Marktanteile das iPhone sich entwickelt haben relativ zu den Marktanteilen von damals etablierten Herstellern wie Nokia, dann hätte man bei linearer Extra-Polation glaube ich bis ins XXI.

00:22:19: Jahrhundert warten müssen bis das iPhone signifikant an Marktanteilen erreicht.

00:22:25: Aber so ist es nicht passiert.

00:22:27: Es gibt die berühmten Tipping Points, es gibt Shops und Krisen So wie vielleicht jetzt auch der Reankrieg Der etwas auslöst, der eine Transformation beschleunigt.

00:22:37: Und deswegen denke ich die Transformation hat längst begonnen und wir stecken schon mittendrin in diesen Umbrüchen.

00:22:45: Und auch der Blick zurück zeigt ja vor zehn Jahren war, weil Elektromobilität sozusagen nicht präsent ist.

00:22:52: Heute haben wir in Ländern wie Österreich beispielsweise einen Zulassungsanteil von Elektrofahrzeugen zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Prozent.

00:23:02: also das Thema ist richtig angekommen.

00:23:05: Was braucht es, damit sich das gut entwickelt?

00:23:07: Wir haben wie gesagt klare Rahmenbedingungen, gute Produkte und vielleicht auch ein eingreifendes Regulat aus auf der steuerlichen Seite Steuern-Steuern.

00:23:17: Das heißt in dem man Sachen, die wir gesellschaftlich haben möchte, günstiger macht und Sachen, denen wir gesamtlich nicht haben möchten oder nicht indem Ausmaß haben möchte stärker besteuert kann man auch was erreichen.

00:23:29: Dem laufen natürlich aktuelle Diskussionen zum Thema Spritpreisweckel sicherlich ein Stück weit entgegen.

00:23:35: Aber da merkt man auch, es geht nicht um Technologie alleine.

00:23:39: Wir erleben auch aktuell immer wieder eine Diskussion die den Antriebsstrang der Zukunft stärker diskutieren.

00:23:46: Wie bewerten Sie denn die Debatte aktuell hinsichtlich Technologieoffenheit?

00:23:51: Hinsichtlich wird das Verbrenner nach Wie sehen Sie diese Marktanalyse auch im internationalen Vergleich?

00:23:59: Ist sie vielleicht sogar förderlich oder eher gefährlich?

00:24:03: Also zum Verbrennungsmotor kann ich sagen, dass ich ganz persönlich, ganz privat hoffe.

00:24:08: Dass es nach einem Jahrzehntausende auch noch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor geben wird weil Modelle wie den legendären Neuneil von Porsche zu elektrifizieren das würde das Klima nicht retten.

00:24:22: Was ist aber meiner Ansicht nach schon braucht, ist diese Technologie Klarheit.

00:24:27: Dass insbesondere den privaten Konsumenten klar ist dass die Zukunft Batterie elektrisch ist und ich sage es durchaus montiert.

00:24:38: Nebelgranaten wie Wasserstoff E-Fuels, durchaus auch die Pluginhybride helfen da eigentlich nicht weiter sondern tragen eher zu einer Verunsicherung der Menschen bei und das ist nicht hilfreich.

00:24:53: Auf der anderen Seite muss ich bei aller Kritik auch sagen, Ich möchte da durchaus auch nicht in der Rolle eines Politikers stecken weil Mobilität ein hochkomplexes Geschäft und es ist wahrscheinlich für jeden Politiker auch schwierig Gesprächspartner zu finden die ohne eigene Agenda argumentieren versuchen neutrale Ratgeber zu sein.

00:25:22: Und insofern ist es wahrscheinlich unendlich schwierig, dass sich aus der Vielzahl von Stimmen, die jeden Tag irgendwo zu hören sind, herauszubicken und die, wie gesagt ohne Eigeninteresse helfen einen guten Weg in die Zukunft zu finden.

00:25:39: Und wie bewerten Sie die aktuelle Lage in den verschiedenen Marktsegmenten?

00:25:43: Wo glauben sie, dass sich der Pilger-WH und der Nutzfahrzeugsektor beispielsweise stärker unterscheiden werden wenn wir jetzt zehn bis fifteen Jahre nie Zukunft schauen.

00:25:50: Was zum Beispiel dem Stadtbus angeht ist es sehr aufwahlig zu sehen das selbst ohne staatliche Subventionen sich die Umstellung von Verbrennungsmotorischem Antrieb auf batterieelektrischen Antrieb bereits heute rechnet.

00:26:06: Eine Herausforderung bleibt jetzt gerade beim Stadtbus sicherlich die Ladeinfrastruktur, aber auch da gibt es gute Initiativen.

00:26:14: Ich habe mir das vor kurzem für Österreich angeschaut und da gibt's zwei große Betreiber, die gerade massiv in Lkw- und bussdaugliche öffentliche Ladeparks investieren.

00:26:26: Das heißt, die Umstellung von Busflotten ist nicht mehr abhängig davon dass der Busbetreiber auf seinem eigenen Depot Megawatts an Ladeleistung zur Verfügung stellt.

00:26:37: Das kann man im Hochlauf zum Start auch anders organisieren, aber von den TCOs her ist die Messe gelesen.

00:26:43: Da sind die batterieelektrischen Busse schon nach wenigen Jahren in Vorteil und haben den höheren Anschaffungspreis über beträglich niedrigere laufende Kosten schon hereingespielt.

00:26:54: das gleiche gilt für typische Logistikanwendungen wo heute Transporter oder Lkw seien gesetzt werden die batterieelektrische Mobilität auf dem Vormarsch befindet, weil sie wirtschaftlicher ist.

00:27:10: Im HKW-Bereich glaube ich dass tatsächlich der nächste große Schritt eben das Thema Ladegeschwindigkeit ist, weil was die Anschaffungspreise angeht haben wir glaube ich gibt unterschiedliche Prognosen aber ich glaube in ein bis zwei Jahren schon Kostenbarität erreicht Spätestens mit Euro sieben.

00:27:28: wahrscheinlich ist dann kostenbarer Detail zwischen einem Verbrennerfahrzeug und einem Batterieelektrischen Fahrzeug.

00:27:33: Und dann ist auf einmal der Nutzen entscheidend, das heißt auch da erwarte ich dass es in den nächsten Jahren noch mal eine richtige Welle nach oben geben wird was die Marktdurchdringung angeht.

00:27:46: Was die LKWs auf der Langstrecke angeht, denke ich einmal das ist das Brett an dem wir am längsten bohren werden nicht nur aufgrund der Ladeinfrastruktur, sondern auch weil nach heutigen Stand der Technik die Hochwolltakus für Langstrecken-Lkws einfach noch sehr schwer sind und damit durchaus den Nutzlast der Fahrzeuge reduzieren.

00:28:10: Und im Fernverkehr geht es um jeden Kubikmeter und um jedes Kilogramm Nutzlass das ich mitnehmen kann, d.h.

00:28:18: da sind vielleicht noch maximal zwei Entwicklungszyklen an einem guten Gleichgewichtspunkt entfernt.

00:28:25: Sie haben eben schon qualitativ gesagt, dass bei Stadtbussen es auch sehr schnell in die TCO geht.

00:28:31: Dass man nach wenigen Jahren ein Returner und Invest hat, auch bei höheren Investitionskosten.

00:28:36: Können sie das vielleicht mal mit so ein paar Prozentzahlen untermauen?

00:28:39: Wie viel mehr müsste ich für einen elektrischen Stadtbus investieren im Vergleich zu einem Mitverbrenner?

00:28:45: Und wie viele geringere sind die laufenden Kosten?

00:28:48: Unsere Analysen zeigen, dass ein Elektrobus im Vergleich zu einem performance-gleichen Dieselbus heute bis zu hundert Prozent mehr Kostet in der Anschaffung.

00:29:03: Und diese Hundert Prozent Mehrkosten in der anschaffung kann ich je nach Betrachtung, den fünf Jahren oder weniger heute schon über die laufenden Kosten einsparen und da ist jetzt noch gar nicht irgendein Krisenniveau unterstellt, sozusagen.

00:29:19: Also da ist nicht die aktuelle Panik an der Diesel-Zapfsäule abgebildet sondern das sind Bemissende wir seit einem Jahr im Wesentlichen stabil halten für den Dieselpreis, für den Strombezug, für die günstigeren Servicekosten, für vermiedene Steuern, für Gutschriften aus dem Treibhost Gas Handel all diese Faktoren zusammen tragen dazu bei Das, wie gesagt bei durchaus lebensnahe Betrachtung nicht so aggressiv gerechnet.

00:29:50: Nach vier bis fünf Jahren der Electrobus quasi break even ist also seine mehr Kosten im Vergleich zum Dieselbus amortisiert hat.

00:29:59: Klar ist aber auch neben den finanziellen Faktoren gibt es natürlich viele qualitative Faktore die jetzt für einen Busgetreiber kaufen entscheiden sind und diese Faktor sind überwiegend unabhängig von der eingesetzten Antriebstechnologie, verfügbarkeit von Ersatzteilen.

00:30:17: Das Training der Werkstattmitarbeiter auf neue Produkte die Verfügbarkeit vorn Reparaturanleitungen

00:30:26: etc.,

00:30:27: das sind alles Themen die müssen auflaufen lassen sich jetzt in TCO Kalkulationen nicht abbiegen müssen aber auch funktionieren damit Elektromobilität in Summe funktioniert.

00:30:37: Man hört hier vielleicht auch schon raus, dass Elektromobilität halt nicht nur diese rein wirtschaftliche Betrachtung ist sondern auch immer eine ganzheitliche Transformation und sie unterstützen die Unternehmen bei dieser Transformation hin zur Elektromobilität.

00:30:50: Was ist denn Ihre Meinung nach?

00:30:52: Welche Teile der Wertschöpfung werden wir in der Transformation vielleicht verlieren.

00:30:55: aber welche können wir dazu gewöhnen als Automobilindustrie?

00:30:59: Also den Beitrag von V-Rise jetzt als kleines Beratungsunternehmen Business Development und Venturing Company, den sehe ich zunächst einmal ganz stark in Mut machen.

00:31:13: Also wir wollen durch funktionierende Leuchttürme Unternehmen einfach die Courage geben, die Flügel heben zu sagen das kannst du auch probieren, das könnt ihr auch probiert.

00:31:27: Das wird nicht schief gehen wenn ihr gut begleitet seid.

00:31:30: Wenn man so will.

00:31:31: unsere Hauptaufgabe um diese Aufgabe gerecht zu werden versuchen möglichst viel Praxiswissen einzusetzen.

00:31:40: und was wir gelernt haben über die letzten Jahre in der Praxis ist, dass es immer weniger auf die Hardware ankommt sondern immer mehr auf die Nutzung ankommt.

00:31:54: Wenn man jetzt mal vom autonomen Fahren absieht würde ich sagen haben wir schon sehr sehr viel erfunden was uns in Zukunft mobil halten wird.

00:32:04: Was uns dort und da noch fehlt ist tatsächlich die Software als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, damit es auch gut funktioniert.

00:32:15: Beispielsweise was hochrelevantes für Busbetreiber die Ladeinfrastruktur auf ihrem eigenen Depot errichten ist eine Simulationsrechnung, die ihnen hilft den Strombedarf unter verschiedenen Einsatz-Szenarien möglichst gut und treffsicher zu prognostizieren, weil abhängig davon dann der Ladeanschluss dimensioniert wird.

00:32:43: Der in der Regel für mehr kostet als ein oder zwei Elektrobusse und auch um mit den Netzbetreibern den laufenden Strombedarf richtig zu kalkulieren, dementsprechend die Bezugspreise für den Strom das aus dem Netz kommt zu steuern.

00:33:00: Das sind so Themen, die sind wahnsinnig relevant.

00:33:03: Einen hohen Einfluss auf ein Total-Cost of Ownership.

00:33:06: und hier sehen wir die Schwerpunkte.

00:33:09: Die Hardware selbst unterscheidet sich natürlich von Hersteller zu Hersteler aber ist bei Weitem nicht mehr alleine erfolgsentscheidend

00:33:18: In dieser multidimensionalen Transformation, in der wir uns ja alle befinden und auch mit der Energie und der Mobilität um den PKW-Bereich im Nutzfahrzeugbereich.

00:33:27: Wir müssen jetzt alles mal so ein bisschen noch in paar Sätzen zusammenfassen.

00:33:30: Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Automobilindustrie in den nächsten fünf bis zehn Jahren fundamental verändern?

00:33:37: Genau diese Gleichzeitigkeit macht die Herausforderung aus.

00:33:42: Es passiert Elektrifizierung... Digitalisierung ist passiert Robotik und die Entscheidern, sowohl auf der Herstellerseite als auch auf der Kundenseite haben keine Zeit durchzuschnaufen.

00:33:54: Denen ist gerade keine Pause vergönnt.

00:33:57: im positiven Sinn überschlagen sich die Ereignisse und es passiert grade sehr viel Fortschritt.

00:34:02: aber es ist nicht leicht auch kognitiv sozusagen mit dieser Dynamik Schritt zu halten und gleichzeitig verzieht sich auch der Hochlauf von Elektromobilität eher in Wellen als jetzt stetig geschweige den Linear.

00:34:19: Da gibt es immer wieder Rückschläge, dann gibt's wieder Boost da.

00:34:22: überraschenderweise sind seit sechs Wochen die Auftragseingänge bei Elektro-Pekavis in Europa stark steigend.

00:34:29: damit Schritt zu halten ist wie gesagt gar nicht einfach.

00:34:32: aber auch als Mutmacher sage ich diese Dynamik wird nicht weggehen.

00:34:37: was man tun kann ist dass man sich darauf vorbereitet, dass man zum einen neugierig bleibt und versucht einigermaßen am Puls der Zeit zu bleiben.

00:34:46: Vielleicht auch sich die richtigen Gesprächspartner zu suchen, die richtige Podcasts zu hören, die richtige Publikationen zu lesen – das kann immer helfen!

00:34:57: Aber ich sage mal, was wir jetzt erleben mit dem Software Define Vehikel, den Batterie-Elektrischen fahren assistiert dem Fahren, das ist ein angenehmer Vorgeschmack auf was kommt wenn sich das vollautonomische Fahren durchsetzt.

00:35:19: Ich habe mir mittlerweile abgewöhnt Prognosen abzugeben in welchen Jahr es sein wird.

00:35:23: ich gehört zu denen die so Innovationen immer schneller vorher sind als sie dann tatsächlich passieren.

00:35:29: aber wenn sie mal passiert werden wenige Steine auf dem anderen bleiben.

00:35:33: Das wird den öffentlichen Verkehr, den privaten Verkehr sowohl in der Personenbeförderung wie in einer Güterbefördering noch einmal ordentlich durcheinander wirbeln.

00:35:42: Da werden viele neue Geschäftsmodelle entstehen und von manchen werden wir uns auch verabschieden müssen.

00:35:47: aber es ist klar dass das kommt weil beispielsweise auf der letzten Meile wo ich ja mit meinem Team auch über viele jahre Erfahrungen sammeln durfte Der Anteil der Kosten für den Fahrer an den gesamten inklementellen Kosten zu um die sechzig Prozent liegt.

00:36:06: Das heißt, Einsparungen am Personal sich natürlich wahnsinnig schnell rechnen und das befügelt es durchsetzen neuer Technologien im Bereich autonomes Fahren.

00:36:19: Und wie gesagt wenn man sich schwer sich Dinge vorzustellen wie sie in zehn Jahren sein könnten Da kann man auch mal in den Rückspiegel schauen, um einmal sich zu vergegenwertigen was sich in den letzten zehn Jahren so alles verändert hat.

00:36:32: Dann wird einem schon klar was möglich ist auch wenn es noch weit weg erscheint.

00:36:38: Hier sieht man auch dieses komplexe Spannungsfeld indem wir uns einfach bewegen in dieser multidimensionalen Transformation in der sich Mobilitätswende und Energiewende gegenseitig die Handreichen selber ihre Herausforderung haben aber auch selber mit zu ihren Treibern gehören.

00:36:53: Es ist echt ein spannendes Umfeld in dem wir einfach sind.

00:36:55: Wir kommen jetzt langsam zum Abschluss unserer Folge, da möchten wie Ihnen noch die Gelegenheit geben, möchten Sie unseren Zuhörern noch eine persönliche Botschaft oder einen Ausblick mit auf den Weg geben?

00:37:04: Ja gerne!

00:37:05: Also bleibt neugierig und bleibt kritisch.

00:37:08: das wäre so mein Appell an alle probiert Sachen aus niederschwellig wenn man so will.

00:37:15: ist es mittlerweile mal nicht einem Elektro Bus mitzufahren und dann mal selbst für sich herauszufinden, ob das jetzt plötzlich eine andere Nutzererfahrung ist, die man hier sammeln kann oder ich habe beides schon gehört.

00:37:30: Ob es vielleicht so unspektakulär ist, dass man gar keinen Unterschied merkt?

00:37:34: Das muss auch kein Nachteil sein!

00:37:36: Wenn sie über die Chance gibt, sich in ein Robotaxi zu setzen, kann ich jedem nur raten, das auch mal auszuprobieren weil am Ende ist es so viel von dem was sich gerade verändert, auch Veränderungen in unseren Köpfen Und meistens hilft es einem, vor die Tür zu gehen.

00:37:53: Dinge auszuprobieren.

00:37:55: für alle die vielleicht noch nie länger in einem Elektroauto gefahren sind auch das kann eine gute Erfahrung sein mal ein zwei Tage vielleicht eine Woche man kennen zu lernen was der technische Stand heute ist und was mich persönlich immer auch beschäftigt ist.

00:38:13: aber nicht nur die Frage Ist das jetzt eine gute Erfahrung für mich oder kann man da jetzt unternehmerisch gesprochen?

00:38:22: Ein Geschäftsmodell draus entwickeln, kann man damit in Zukunft auch Geld verdienen.

00:38:26: Sondern natürlich auch die Frage denkt es dazu bei dass auf unserem Kontinent in Europa oder vielleicht auf der Welt die Dinge besser werden für uns aber auch für unsere Kinder denen gegenüber wir natürlich auch eine Verantwortung tragen?

00:38:42: Und gerade was das Thema Energie angeht, sage ich.

00:38:46: Besteht schon Anlass zur Hoffnung dass wenn wir in Europa Otaker werden und globale Abhängigkeiten reduzieren können Dass wir damit auch eine sichere Welt für uns und unsere Kinder bauen.

00:39:00: Sie haben es gerade so schön gesagt vor die Tür gehen neugierig bleiben kritisch bleiben Sich einfach mal Themenfälle auch anzuschauen mit ihnen Kontakt treten möchte oder sich über sie und ihre Arbeit informieren möchte, um zu verstehen okay ich möchte hier in den Austausch treten.

00:39:15: Ich möchte was Neues kennenlernen.

00:39:16: Wie kann man sich denn über Sie und Ihre Tätigkeiten informieren?

00:39:21: Am besten ein kurzes E-Mail schreiben oder anrufen!

00:39:25: Ich denke mal die Kontaktdaten können wir in den Show Notes noch platzieren.

00:39:29: Ja gerne!

00:39:30: Ich frage mich immer ganz generell über den Austauch mit Leuten.

00:39:34: Ich bin auch nicht der Meinung, dass ich Wahrheiten vertrete oder vertreten muss.

00:39:39: Ich freue mich über den Dialog und über den Diskurs.

00:39:42: Ich freu mich darüber, wenn ich selber noch etwas lernen kann.

00:39:45: Und wie gesagt, ich habe das große Privileg, dass sich meine Leidenschaft zum Beruf machen durfte.

00:39:52: Wenn ich mit dieser Leidenschaft jemanden anstecken kann... ...wenn ich Mut machen kann, wenn man helfen kann.

00:40:00: Das Mobilität besser.

00:40:02: organisiert wird, Mobilität besser funktioniert dann macht mich das auch sehr froh.

00:40:07: Wenn es da nicht noch meine Rechnungen betalt umso besser.

00:40:10: aber auch als Unternehmer sollte man immer damit beginnen dass da Nutzen beim Kunden entsteht.

00:40:16: In dem Hinblick freue ich mich, dass wir uns zusammen austauschen konnten in der letzten Stunde um gemeinsam Haus finden.

00:40:22: Wo stehen wir aktuell?

00:40:22: Wo geht die Reise hin?

00:40:24: Deswegen erst mal vielen herzlichen Dank für Ihre Zeit und den inspirierenden Austausch!

00:40:29: Wir hoffen das euch liebe Zuhörer diese Folge gefallen hat und schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein bei einer neuen Folge von Tu Was Talk Line.

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