Vom Motorsport zur Serienproduktion: Boris Kirchner über die Fahrwerksentwicklung und Zukunft der Mobilität
Shownotes
In dieser Episode spricht Boris Kirchner von Team Rosberg Engineering GmbH (TRE) über die neuesten Entwicklungen in der Fahrwerksentwicklung, insbesondere im Hinblick auf die Elektrifizierung und die damit verbundenen Herausforderungen. Wir werfen einen Blick auf die wachsende Bedeutung der Software in der Fahrwerksdynamik und welche Trends in der Automobilindustrie die Zukunft der Fahrwerkssysteme prägen werden.
Zentrale Themen:
- Der Unterschied zwischen Motorsport- und Serienfahrwerkentwicklung
- Herausforderungen und Innovationen durch Software in Fahrwerksystemen
- Der Einfluss von Batterien und Gewicht auf die Fahrdynamik
- Wie Zulieferer von der Transformation der Automobilindustrie profitieren können
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Kontakt: Marco.Lohrey@fir.rwth-aachen.de
Team Rosberg Engineering GmbH: https://tre-gmbh.com/
Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/@TeamRosbergEngineering
LinkedIn TRE GmbH: https://www.linkedin.com/company/tre-gmbh/
LinkedIn Boris Kirchner: https://www.linkedin.com/in/boriskirchner/
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, ich glaube wir erleben gerade eine der spannendsten Phasen in der Automobilentwicklung seit vielen Jahrzehnten.
00:00:05: Elektrifizierung, Software-defined Vehicles, ganz neue Entwicklungsprozesse mit KI und das wird die Branche fundamental verändern und gleichzeitig bleiben aber die physikalischen Grundlagen gleich.
00:00:22: Herzlich willkommen bei Tuva's Talkline dem Podcast zum Thema Wandel der Wertschöpfungsketten im Antriebsstrang!
00:00:27: Mein Name ist Marco Lorey und heute habe ich zu Gast Boris Kirchner, Geschäftsführer beim Team Rosbeck Engineering GmbH kurz TRE.
00:00:35: TRE zählt zu den führenden Engineering-Unternehmen im Bereich der Fahrwerksentwicklung und Fahrdynamik, und arbeitet an innovativen Lösungen für Fahrzeugplattformen, Fahrwerksysteme und Vehicle Motion Control.
00:00:46: Boris bringt dabei langjährige Erfahrungen aus der Automobilentwicklung mit.
00:00:50: Zuvor war er unter anderem bei der Lotus Tech Innovation Center GmbH tätig, wo er den Aufbau eines globalen Exzellenzklasters für Fahrwerksentwicklungen verantwortet hat.
00:00:59: Weitere Stationen führten ihn zu Porsche Engineering, Daimler sowie Mercedes-AMG High Performance Power Trains in Formel I. Damit bringt er eine sehr spannende Perspektive auf die Entwicklung moderner Fahrwerksysteme mit.
00:01:11: Schön dass du heute hier bei mir bist!
00:01:13: Was treibt dich persönlich an?
00:01:16: Mich treibt vor allem die Faszination für Fahrdynamik an.
00:01:19: Das schreibt die Frage, wie man ein Fahrzeug nicht nur unbedingt schneller macht sondern auch präziser sicherer emotionaler.
00:01:26: Wir sagen dazu dass das Fahrzeug mit ihr spricht.
00:01:29: Ich komme ursprünglich aus der fahrwerksentwicklung habe über viele jahre erlebt wie kleine Änderungen an einem fahrwerk das gesamte fahrerlebnis verändern können und das ist technisch unglaublich spannend weil es eine mischung ist aus mechanik Physik und Software, heutzutage sehr viel Software, die in den modernen Fahrzeugen steckt.
00:01:47: Und ich finde es ungemein spannend wie man damit das Fahrerlebnis schäpen und beeinflussen kann!
00:02:12: Der größte Unterschied ist tatsächlich die Geschwindigkeit der Entwicklung.
00:02:16: Und da passt sich gerade die Serienentwicklung an den Motorsport an, im Motorsport sprechen wir über Entwicklungszyklen von Wochen oder teilweise sogar Tagen und wenn Fahrzeug am Wochenende nicht schnell genug ist dann wird unter der Woche analysiert angepasst und am nächsten Rennen getestet.
00:02:33: In der Serienentwicklung sind die Zyklen sehr viel länger meist über mehrere Jahre und hier stehen Robustheit, Kosten- und Skalierbarkeit viel stärker im Vordergrund.
00:02:43: Ein Serienfahrzeug muss Millionen Kilometer funktionieren unter allen möglichen Bedingungen.
00:02:49: Interessant ist aber sowohl im Motorsport als auch in der Serieentwickling gelten die gleichen physikalischen Grundprinzipien – Reifen, Kräfte, Fahrzeugbewegung.
00:02:57: das ist immer dieselbe Physik Und deswegen sehe ich den Motorsport auch als sehr guten Innovationsbeschleuniger für neue Fahrwerkskonzepte.
00:03:06: Du hast gerade auch schon gesagt, dass die Motorsport sehr häufig als Innovationskraft auch für die Serienentwicklung gilt?
00:03:12: Kannst du mir so ein paar Beispiele nehmen was man im Motorsport vielleicht zuerst entwickelt hat dem Bereich und war es dann tatsächlich Einzug in die Serieentwicklungen von Pickervis gefunden?
00:03:21: Also ein sehr gutes Beispiel ist das Thema aktive Fahrwerke Wenn man sieht, der Trend gerade bei asiatischen OEMs in China sehr stark.
00:03:30: Wir sehen das durch NIO, BYD und andere die jetzt alle auf das voll aktive Fahrwerk setzen.
00:03:36: Das heißt ein Fahrwerk was durch elektromechanische, elektrohydraulische Steller, Wanken, Nikken Rollen voll umfänglich kontrollieren kann.
00:03:44: Die Technologie gab es in den in den siebziger-achtiger Jahren schon zum Beispiel in der Gruppe C, Motorsport und da ging es eigentlich darum die Bodenfreiheit konstant zu halten und das Auto in einem perfekten aerodynamischen Fenster zu halten.
00:03:58: Die Systeme damals waren aber unglaublich komplex schwer zu beherrschen haben viele Geräusche gemacht also war nicht wirklich serientauglich bis Mercedes dann in den ersten Serien vollaktiven Fahrwerk in Serie gegangen ist.
00:04:12: Ein anderes Beispiel ist sicherlich die aktive Aerodynamik, die wir aus der Formel I kennen mit dem berühmten DRS-Flügel Der höhere Topspeed erlaubt wenn ich ihn auftlappe und auch das ist ein Thema das gab es ja im Motorsport schon lange teilweise reglementiert, teilweise erlaubteilweise nicht.
00:04:28: und heute sehen wir aber einen allen Performancefahrzeugen auf der Straße.
00:04:31: auch das Thema aktive aerodynamics
00:04:34: Warbster vielleicht auch mal so den umgekehrten Weg, dass man irgendwann in der Serie Entwicklung von Fahrzeugen etwas ausprobiert hat und bis dann im Motorsport bis zum Limit getrieben hat?
00:04:43: Ich denke das sehen wir aktuell beim Thema Hybrid.
00:04:47: Der Hybrid wurde ja eigentlich für Effizienzsteigerungen im Straßenfahrzeug erfunden.
00:04:53: Aber weil der Motorsport mit der Zeit gehen muss, versucht man eben das Thema Elektrifizierung reinzubringen.
00:04:59: Und in der Formel E sehen wir es funktioniert noch nicht so ganz hochemotionalen elektrischen Motorsport den Millionen Zuschauern weltweit nahezubringen.
00:05:08: aber was die Formel Eins jetzt versucht ist eben das Prinzip Hybridisierung nutzen deine elektrische Energie und ja da sehe ich denn umgekehrt im Trend.
00:05:18: Tatsächlich ist eines der Themen darüber wie heute auch sprechen wollen das Thema Und zwar, wie sehr die Elektrifizierung in beide Bereiche mit rein spielt aber vor allen Dingen was da vielleicht auch noch für Querschnittsbereiche dann zum Fahrwerk gelten.
00:05:31: Deswegen erkläre uns doch mal bitte aus deiner Sicht welche spannenden Herausforderungen erlebst du im Fahrwerksbereich durch batterieelektrische Fahrzeuge und inwieweit sie sich dann von klassischen Verbrennerfahrzeugen unterscheiden?
00:05:43: Elektro-Fahrzeuge verändern die Randbedingungen für das Fahrwerk erheblich.
00:05:47: Wir haben zum einen höhere Fahrzeuggewichte durch die Batterie Und gleichzeitig liegt der Schwerpunkt meist sehr tief im Fahrzeug.
00:05:54: Das führt zu einer ganz anderen Dynamik als bei klassischen Fahrzeugen, jetzt denkt man immer das Elektrofahrzeug ist durchaus dynamischer aber das höhere Gewicht ist dann auch wiederum kontraproduktiv und die Masse ist sehr breit verteilt.
00:06:07: also wir sprechen von hohen Trägheitsmomenten gerade um die Gearachse.
00:06:11: dazu kommt dass sofort verfügbare Drehmomente der Elektromotoren und die Kräfte am Rad entstehen sehr spontan und das stellt natürlich höhere Anforderungen an Traktion, Reifen- und Fahrwerksabstimmung dar.
00:06:24: Und schließlich spielt auch der Komfort eine ganz große Rolle.
00:06:27: Viele Elektrofahrzeuge sind sehr leise und dadurch sind Fahrwerkes Geräusche, Schwingung oder das Abrollgeräusch der Reifen viel stärker wahrnehmbar.
00:06:36: Das bedeutet am Ende, Fahrwerkseentwicklung wird bei Elektro-Fahrzeugen eher anspruchsvoller als einfacher.
00:06:43: Kannst du mal so berichten, ob es da so Erfahrungswerte gab aus den allerersten Elektromodellen?
00:06:48: Ob da die Fahrwerksentwicklung noch, ich nenn's mal vor größeren Herausforderungen stand.
00:06:52: Ob man da erst neu lernen musste wie man ein Fahrwerk entwickelt?
00:06:56: Ich glaube man musste nicht komplett neu anfangen.
00:06:59: aber wir haben bei vielen ersten Elektrofahrzeuggenerationen gesehen, dass die Fahrzeuge anders reagierten.
00:07:06: Die zum einen sehr wenig Rollwinkel-Wankwinke gezeigt haben und dann trotzdem wirkte das Ganze irgendwie entkoppelt ein bisschen verzögert auf Einlenkbefehle in der Reaktion.
00:07:18: Ich glaube, das kriegt man heute sehr viel besser hin Und es gibt tolle moderne Elektro-Fahrzeuge, die wirklich großen Fahrspaß generieren.
00:07:26: Wenn du dir aktuell anschaust, wo so die Fahrwerksentwicklung vor zwanzig Jahren war, was sind so gerade aktuelle zentrale Herausforderungen, die die Fahrwächsentwicklungen jetzt derzeitig betrifft?
00:07:38: Derzeit sind es vor allen Dingen die großen Gewichte der Fahrzeuge.
00:07:42: Fahrzeugen werden immer schwerer und das ist so ein Teufelskreis, ein schweres Fahrzeug braucht größere Bremsen, größere brennen wieder mehr Gewicht mit sich.
00:07:50: große Räder, große Bremse, große E-Maschinen brauchen starke Achsen, widerstandsfähige Achsen auch die wiegen mehr.
00:07:57: dem muss man dann durch sehr starken Leichtbau Begegnen, also zum Beispiel dem großflächigen Einsatz von Alu-Schmiedelenkern, Radträgern im Aluschmiedeverfahren.
00:08:09: Und auf der anderen Seite ein nicht zu übersehender Trend ist natürlich das Fahrverhalten mehr und mehr durch Software bestimmt wird.
00:08:15: Also wir haben dadurch, dass Elektronik sehr viel günstiger geworden ist, Elektronikauteile und die Fahrzeuge viel viel vernetzter geworden sind.
00:08:23: Haben wir heute an vielen Fahrwerkssystemen Mikatronik.
00:08:27: Das fängt mit der elektrischen Servolenkung an.
00:08:29: Wir kennen das Bremsregelsystem eigentlich seit zwanzig Jahren Standard in vielen Autos.
00:08:33: Jetzt kommt der Trend zur elektromechanischen Bremse, dann das hohe Drehmoment der Elektromotoren was sehr feingranular Regel war ist und damit wird Fahrverhalten mehr und mehr durch die Software bestimmt.
00:08:46: Damit denen wir auch direkt über zu unserem nächsten Themenfeld.
00:08:49: und was jetzt auch schon angesprochenes Thema Software in der Fahrwerksentwicklung.
00:08:53: und hier ist die Frage wie erlebst du diesen stärkeren softwarelastigen Einfluss?
00:08:59: Wie wird sich das weiterentwickeln, wenn wir in Zukunft deutlich digitalere Fahrwerkssysteme komplett haben?
00:09:05: Ja definitiv.
00:09:06: Also zumindest gibt es viel mehr Möglichkeiten für den Kunden sein Fahrzeug zu konfigurieren und auf seine eigenen Bedürfnisse anzupassen.
00:09:15: Ich glaube auch, was wir sehen werden ist eine starke Vernetzung mit der Cloud.
00:09:19: Also mein Fahrzeug generiert Daten erkennt zum Beispiel Fehler im Fahrwerk ausgeschlagene Gummilager-Buchsen oder der gleichen vielleicht sogar Reifenverschleiß vorab und ich werde proaktiv als Kunde informiert.
00:09:32: Allerdings und das muss ich auch sagen, dass Fahrwerk wird nie allein durch Software bestimmt.
00:09:36: Sondern wir haben eigentlich die Kombination aus Mechanik und Software, die nach wie vor wichtig ist.
00:09:41: Und wir sehen auch immer wieder Firmen oder ich sehe immer wieder firmen, die rein auf Software setzen und dann kapitale mechanische Fehler machen, die dann zu Rückruf-, Aktionen- und Qualitätsprobleme führen.
00:09:54: Jetzt haben wir auch sehr viel über die Digitalisierung gesprochen.
00:09:57: Was glaubst du denn in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren an der Fahrwerkssicht hardwareseitig verändert?
00:10:03: Gerade in der Mechanik?
00:10:04: werden wir da dann deutlich mehr Luft-Fahrwerksysteme haben?
00:10:07: oder gibt es vielleicht ein neues Medium?
00:10:09: Also ich glaube was die Vertikal-Dynamik angeht Federelement wird sich die Luftfeder jetzt ab der Mittelflasse aufwärts sehr stark durchsetzen.
00:10:17: Das hat zum einen mit den höheren Gewichten zu tun Und dann die Komfortfeatures, an die sich die Kunden mittlerweile auch gewöhnt haben.
00:10:26: Das Thema ich kann meinen Niveau verstellen.
00:10:28: es hat auch aerodynamische Vorteile wenn ich das Fahrzeug bei hohen Geschwindigkeiten absenken kann.
00:10:33: Denken wir ans induktive Laden, denke nicht dass Fahrzeug dann in Bodennähe bringen wenn ich zum Beispiel über dem Ladepad stehe.
00:10:39: deswegen ich sage mal oberhalb vom CD-Segment denke ich wird sich die Luftfeder durchsetzen.
00:10:44: aktuell sehen wir einen starken Trend zu Hinterachslenkungen in vielen Segmenten hat auch damit zu tun, die Radstände sind länger geworden.
00:10:52: In Elektroarchitekturen wandern die Räder mehr nach außen an die Ecken des Fahrzeugs.
00:10:56: Ich brauche keinen langen Überhang mehr vorne hinten und leichtheitlich brauche ich in der Mitte viel Platz für große Batterien und damit ist der Radstand langer und der Wendekreis vergrößert sich.
00:11:04: und das kompensiert man jetzt indem man eigentlich flächendeckend auch Hinterachslenkungssysteme einsetzt.
00:11:10: Und in den nächsten Jahren wird sicherlich der Trend zu Steer by Wire sein, der die Automobilhersteller von eine große Herausforderung stellt.
00:11:16: Weil Steer By Wire hat viele, viele Vorteile am Ende.
00:11:19: Diese Vorteile bildet es aber nur ab wenn ich ganze Fahrzeugarchitektur und Plattformen Steer-By-Wire Native habe also alle Derivate Steerby Wire haben.
00:11:30: Ich glaube das traut sich noch kein OEM oder die wenigsten etablierten OEMs trauen sich das.
00:11:35: deswegen gehen sie mit Misch Architekturen in Serie und diese sind sehr teuer.
00:11:40: Man sieht ja schon, hier existieren also auch eine große Menge an Entwicklungen einfach die mit der Elektrifizierung in gewissen Rahmenbedingungen einfach verknüpft sind.
00:11:48: Aber wie gehst du denn jetzt persönlich mit diesen neuen komplexeren Rahmenbedingerung eigentlich um?
00:11:54: Das ist eine sehr spannende Frage Marco.
00:11:56: Also wie haben sich die Rahmenbedingungen geändert?
00:11:59: Ich glaube, die Welt ist sehr viel schneller geworden.
00:12:02: Es gibt auch nicht mehr so die großen etablierten Player auf die du wirklich setzen kannst für die Zukunft.
00:12:07: Ja also wir wissen heute nicht ob der VW-Konzern Der größte Automobilhersteller bleibt oder ob es BYD wird Oder Geely oder wer auch immer.
00:12:16: Das gleiche gilt auf der Zulieferer Seite.
00:12:17: Sicherlich hat da Bosch und ZF noch einen technologischen Vorsprung Aber der schmilzt von Tag zu Tag dahin.
00:12:23: Was kann man also machen?
00:12:24: Man kann sich in alle Richtungen erst mal offen zeigen und ich glaube, was ich immer auszahlt ist Domänexpertise.
00:12:31: Also bei mir ist es die Leidenschaft fürs Fahrwerk für Fahrdynamik für Fahrverhalten.
00:12:35: an dem werde ich festhalten und werde halt schauen.
00:12:38: mit welchen Werkzeugen können wir das am besten bearbeiten und verändern.
00:12:42: Früher war's die Mechanik jetzt ist die Mechanic zusammen der Software.
00:12:46: KI wird uns sehr viel helfen und Arbeit abnehmen, aber ich glaube die Domänexpertise wird auch in zehn, zwanzig Jahren noch sehr wichtig sein.
00:12:56: Du hast gerade schon KI erwähnt?
00:12:58: Was glaubst du, wird KI geregelte Fahrwerksgynamik auch irgendwann Einzug in die Systemarchitektur erhalten?
00:13:04: Also mit Sicherheit wird Software geben, die selbst lernend ist und sich an verschiedene Bedingungen anpasst.
00:13:10: Ich bin jetzt kein KI-Experte.
00:13:12: ob das gleich KI ist also ob man das Large Lengbridge Model was man so kennt dafür einsetzt oder welche Form von künstlicher Intelligenz da die geeignet ist Das kann ich dir nicht sagen.
00:13:21: Aber klar es wird diesen Trend geben Und vor allen Dingen natürlich auch in den Entwicklungstoolketten spielt das eine immer wichtigere Rolle.
00:13:29: Also heutzutage gibt's nicht mehr den klassischen Konstrukteur der mit irgendwelchen Linien in zwei D einen Bauteil beschreibt, was dann aber in drei D eigentlich existiert und realisiert werden muss.
00:13:41: Sondern zukünftig ist die Arbeit des Fahrwerk-Entwicklers eigentlich Randbedingungen zu definieren, Requirements zu definiern.
00:13:48: Und dann werden wir verschiedene Formen von Optimierungsverfahren oder künstlicher Intelligenz haben, die dann viel schneller als der Mensch eigentlich in der Lage ist, Bauteile auf diese spezifischen Zielkorridoren Eigenschaften zu optimieren.
00:14:02: Siehst du da dann auch neue Herausforderungen, die damit einhergehen?
00:14:06: Wenn man sich versucht in den Bereichen Fahrwerk neues Wissen anzeigen und daran Experte zu werden.
00:14:11: Siehst Du da ein schwierigeres Themenfeld als Vergleich zu vor zwanzig dreißig Jahren oder wandelt es sich das stetig mit?
00:14:17: also Die Art und Weise wie ich mir wissen er arbeite die ändert sich natürlich Und manchmal tun wir die jungen Ingenieuren und Ingeniöre die jetzt am Ende ihre Studiums stehen bisschen leid weil sie glaube Ich Ihnen wird viel weniger Zeit zum Experimentieren, Ausprobieren und Lernen gegeben.
00:14:36: Unsere moderne Arbeitswelt erwartet sofort Effizienzeffektivität, sofort Ergebnisse von diesen jungen Menschen.
00:14:43: Und ich sage mal wie sollen sich diese junge Menschen jetzt einen eigenen Erfahrungsschatz aufbauen wenn ihnen an jeder Ecke KI sofort Lösungen vorschlägt?
00:14:54: Auf der anderen Seite sehe ich aber, dass junge Menschen natürlich sehr viel offener sind mit diesen Tools umzugehen, diese Tools auszuprobieren.
00:15:01: Und ich glaube oder meine Hoffnung ist ein bisschen das wir zu einem neuen Miteinander finden in der junge Mitarbeiter und alte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammenarbeiten und die Alten bringen die Erfahrung mit, die Jungen bringen die Tools und Methoden mit und dass wir nach wie vor als Menschen im Austausch darüber bleiben.
00:15:20: Dann lasst uns ganz gerne nach diesem Wandel der Arbeitswelt, wie das auch die Zusammenarbeit beeinflusst.
00:15:25: Ganz gerne auch mal so ein bisschen noch auf den Markt schauen und jeder dann so die Frage siehst du aktuell große Unterschiede bei der Entwicklung von Fahrwerkssystemen im internationalen Vergleich?
00:15:33: also was machen zum Beispiel traditionelle deutsche Marken wie einen VW anders als ein BYD oder vielleicht auch ein US-amerikanischer Konzern?
00:15:42: Traditionell haben deutsche Hersteller eine sehr starke Kompetenz im Bereich Fahrdynamik und auch Systemintegration, Mechatronik.
00:15:49: Das liegt in der langen Geschichte im Premium-Segment wo Fahrverhaltenmarktencharakter schon immer eine sehr große Rolle gespielt haben.
00:15:56: aber internationale Herstelle insbesondere aus China oder die neuen Player aus den USA gehen oft komplett anders an das Thema heran.
00:16:06: da liegt der Fokus häufig auf Geschwindigkeit in Entwicklungssoftware Integration und auf Skalierung von Plattformen.
00:16:12: Ich glaube, wir sehen aktuell eine Annäherung daran.
00:16:15: Die klassischen europäischen Hersteller investieren massiv in Software und Simulationen und fragen sich permanent wie sie schneller werden können während die neuen Herstellern zunehmend erkennen auch durch Qualitätsprobleme im Feld dass man vielleicht gewisse Mindeststandards, Normen ja gewisse Leitplanken in der Entwicklung haben muss und die dann auch anerkennen das man dafür spezielle Fachkompetenzen benötigt.
00:16:40: So wie sich die Aussage angehört hat, so mit dieser Annäherung hört es sich das an als würden sich die europäischen OEMs und so in der H-Angehensweise versuchen schneller zu werden mehr Software einzubringen.
00:16:51: Und die Internationalen würden versuchen mehr Erfahrungswissen, mehr Mechanik mit reinzubringen.
00:16:55: Das führt dann natürlich auch ein bisschen zu einer gewissen.
00:16:58: ich nenn's mal Homogenisierung.
00:17:00: Wie können denn theoretisch Marken im Bereich Fahrdynamik sich vielleicht individualisieren, absetzen und weiter beispielsweise Freude am Fahren in der Fahrdynamik erlebbar machen.
00:17:12: Ich habe mir erlebt dass es am allerbesten ist wenn man sehr früh in der Entwicklungsphase sich intensiv austauscht zwischen den Sales Marketing Leuten oder Produkt definierungsleuten unter den Technikern gerade im Bereich der Attributerentwicklung die am Ende für das Fahrverhalten verantwortlich sind und dass man gemeinsames Bild von einem Zielfahrzeug erstellt.
00:17:32: Es geht am besten Vorgängermodelle, Wettbewerbsfahrzeuge anschaut.
00:17:37: Wenn man typische Kundengruppen definiert durch sogenannte Personas und dann beschreibt wie diese Personas das Fahrzeug nutzen zu welchem Zweck?
00:17:46: Und dass man sich dann wirklich viel Zeit nimmt zur Beginn der Entwicklungsphase um ein Bild im Kopf entstehen zu lassen Wie dieses Fahrzeug aussieht, wie die Menschen damit interagieren und wie es aber auch fahren soll.
00:18:01: Dann kommt am Ende ein sehr rundes Bild dabei raus.
00:18:04: Hast du vielleicht einfach mal so ein bisschen Rost, eine Erfahrung zu berichten?
00:18:08: Ein Best Practice wo dich einen Auto im Bereich der Fahrdynamik sehr stark überzeugt hat oder vielleicht auch ein Worst Practice wo dir dachtest was ist das für eine schlechte Fahrdynamik.
00:18:19: Oh ja oh ja da gibt es einige, da gibt's einige.
00:18:23: aber ja ich meine ich habe größten Respekt vor Autos die einfach unauffällig sind.
00:18:28: Die sind dann meist nicht emotional.
00:18:30: Also nehmen wir den klassischen VW Golf, aber ich weiß wie viel Aufwand in der Fahrwerksabteilung von VW damit getrieben wird dass das Auto eben keine Ecken und Kanten hat sondern sehr rund sehr ausgewogen ist irgendwie durch jeder Mann und jeder Frau nutzbar ist.
00:18:47: Und auf der anderen Seite gibt es dann Autos, die mich immer wieder begeistert haben weil sie so einen einzigartigen Charakter haben.
00:18:53: also ich weiß in meiner Zeit bei Mercedes als ich verantwortlich war für die Fahrdynamik vom SL haben wir natürlich auch uns das Wettbewerbsumfeld angeschaut.
00:19:01: Wir wollten zu dem Zeitpunkt den SL sportlicher machen weg von diesem reinen Cruiser Cabrio Image Und haben uns dann zum Beispiel den Porsche Neuen Elf und damals den Jaguar F-Type angeschaut.
00:19:14: Objektiv wie subjektiv, ich muss sagen in allen objektiven Kriterien war der Porsche Neun Elf der perfekte Sportwagen.
00:19:20: Die Ergonomie passt von groß bis klein.
00:19:22: es ist sehr alltagstauglich.
00:19:24: Es ist trotzdem ein hoch emotionales Auto.
00:19:26: du kannst damit auf die Rennstrecke gehen die Bremsen sind sehr leistungsfähig.
00:19:31: Emotional gepackt hat mich aber immer der Jaguar f-Types der längst nicht so perfekt war.
00:19:36: Er hatte wirklich Ecken und Kanten, er hatte viel Plastik im Interieur damals noch.
00:19:40: Ein ganz schlechtes Infotainment System aber er hat Spaß vermittelt beim Fahren.
00:19:45: Er hatte diesen emotionalen Charakter sowohl in V-Sex mit einem genial gestuften Getriebe ein V-Ach der ihm wirklich Gänsehaut bereitet hat und ein Auto mit dem man sich sehr der Straße verbunden gefühlt hat.
00:19:58: das war ein Auto was mich positiv überrascht hat.
00:20:01: Da muss ich auch sagen, ich war immer ein großer Fan des Heck angetriebenen BMW-Einser.
00:20:05: Schade dass BMW das Konzept aufgegeben hat aber es war so eins der perfekten kompakten Autos für mich.
00:20:11: und ja auch ich bin ein großer fan vom Mazda MX-Fünf Der durch seine Einfachheit überzeugt Aber trotzdem einen rundum gelungenes Produkt ist.
00:20:20: Und ich muss sagen was ich dann immer weil du hast am Anfang über das Thema Luftfeder gefragt und eine unglaublich vielen Benchmarkstudien Auch für internationale OEMs der Benchmark vor fünf Jahren gerade in Ostasien und wir haben immer wieder festgestellt, dass die Audi Luftfahrwerke eine sehr breite Spreizung versuchen zwischen Komfort und Sportlichkeit, deswegen keinen so richtig machen.
00:20:44: Und zu dem Zeitpunkt waren aber die Basisfahrwerke von Audi, nämlich das speziell an den Q-Sieden der war nicht das perfekte Familienauto für mich was alles vereint hat durch ein reines passives mechanisches Fahrwerk trotzdem hochwertig premium Qualität.
00:20:58: und ja also muss man sich jedem Auto immer wieder neu nähern.
00:21:01: Wenn du dir gerade auch anschaust, so die Themenfelde in denen du das Fahrwerk gerade bewertet hast.
00:21:07: Siehst Du hier auch einen gewissen Trend wenn wir uns mal so die Mobilität in zehn fünfzehn Jahren anschauen vielleicht das Thema autonomes fahren plötzlich wieder an Bedeutung gewinnt dass es deutlich mehr geschiftet wird von Leistungen hin zu Komfort.
00:21:19: siehst du das realistisch oder wie begegnest du dieser These?
00:21:23: Ja ist klar ein Großteil der Kunden und Nutzer eigentlich das voll autonome Fahren wünschen, weil dann habe ich Zeit gewonnen im Alltag.
00:21:34: Ich kann E-Mails lesen, vielleicht schlafen oder den Film anschauen während ich mich trotzdem in meinem persönlichen Korn von A nach B bewege, weil ehrlich gesagt das kann nicht alles im ICE auch machen.
00:21:45: aber manchmal ist es eben doch schön nicht achthundert andere Menschen um sich herum zu haben in diesen Momenten.
00:21:51: Und die Frage ist ja, wann und wo kommt das?
00:21:54: Ich glaube wir erleben gerade eine Ernüchterung.
00:21:56: Die Blase ist schon geplatzt, dass wir sehr zeitnah Flächendecken Level V oder Level V sehen.
00:22:03: Ich glaube, dass es nur in strengen eingeschränkten Nutzungsdomänen kommt also im räumlich begrenzten Umfeld.
00:22:11: Oder auch wenn wir an Level III denken dann vielleicht in bestimmten Geschwindigkeitsbereichen auf der Autobahn aber nur wenn das Wetter schön ist.
00:22:18: Wir sehen ja eher ein Rückschritt, das Mercedes bei der aktuellen S-Lasse da schon wieder Abstand genommen hat von Level drei.
00:22:23: Also werden wir jetzt noch bestimmt über zehn, fünfzehn Jahre in dieser Zwickmühle des Assistierten Fahrens mit Level zwei Punkt dreißig gefangen sein.
00:22:34: Die Assistenzsysteme werden immer besser aber der Mensch wird in der Verantwortung bleiben und da ist es schon spannend zu sehen Wie wir diese Assistenzsysteme gestalten.
00:22:44: und was am Anfang keiner auf dem Punkt hatte war, dass man wirklich darauf achtet wie interagiert eine Spurführung mit den Menschen mit dem menschlichen Zutun.
00:22:54: Am Anfang hatten wir diesen Badewannen-Effekt.
00:22:56: ist die Autos immer Schwangenlinien fahren jetzt sind sie eher so auf die Mitte zementiert ja fahren schon fast voll autonom.
00:23:03: Ich glaube aber, dass wir in Zukunft Assistenzsysteme erleben die sich adaptiv an den Fahrer anpassen und mitbekommen.
00:23:09: Ist ja gerade aufmerksam oder ist er nicht aufmerksam?
00:23:11: Und dann wird die Assistierung stärker wenn der Fahrer nicht aufmärksam ist.
00:23:15: Wenn man wahrnimmt das der Fahrrad aktiv fährt, werden sich die Assistenzzysteme hoffentlich auch adaptiv wieder zurücknehmen und nicht so beformundend sein.
00:23:23: Ja lass uns ganz gerne noch auf das nächste Themenfeld mal ein bisschen reinspringen.
00:23:28: Wir betrachten in Tuberst ja vor allem die umformtechnischen Betriebe in der Zulieferindustrie und hier sowohl eigentlich diejenigen, die dann in dem Antriebstrang verhaftet sind aber jetzt auch mit dem spannenden Querschnitt zum Bereich der Unternehmen, die in der Fahrwerksbranche stärker tätig sind.
00:23:42: Wo siehst du denn die aktuellen Herausforderungen wenn Du im Bereich Fahrwerk an Deine Lieferkette denkst?
00:23:49: Die größte Herausforderung ist derzeit die Transformation der gesamten Branche.
00:23:53: Viele Zulieferer kommen aus einer Welt, in der mechanische Komponenten über Jahrzehnte stabil entwickelt wurden und jetzt sehen wir gleichzeitig mehrere Umbrüche.
00:24:03: Die Elektromobilität, Software-Integration neue Fahrzeugplattformen und den Anspruch der OEMs dass eine neue Fahrzeugegeneration in zwei Jahren serienreif ist nach dem Konzept entscheidet.
00:24:15: Und das bedeutet auch die Anforderungen an die Komponenten verändern.
00:24:19: Beispielsweise leichtbau wird immer wichtiger Material, Einsatz, Funktionsintegration und dann aber natürlich auch die Herausforderung sehr schnell von einer ersten Idee einem Konzept zum Serienwerkzeugfallenden teilzukommen.
00:24:34: Ich denke für Zulieferer liegt daher eine große Chance da drin stärker als Entwicklungspartner aufzutreten nicht nur als Teilelieferant also wer ganz früh im Entwicklungsprozess eingebunden ist und die Anforderungen an sein Bauteil versteht.
00:24:48: Der kann wesentlich mehr Wertschöpfung generieren und kann natürlich auch das Design in Richtung lenken, die dann zu den eigenen Fertigungskompetenzen passt.
00:24:59: Das heißt man sieht hier schon quasi dass diese Transformation der Elektrifizierung nicht nur um vom technischen Betrieb dann in dem Antriebsstrang beeinflusst sondern auch sehr stark die in der Fahrwerksentwicklung.
00:25:11: Wenn du dich da dann mit den Unternehmen austausst, was schätzt du?
00:25:14: Wie kriegst Du die überzeugt mit in diese Wertschöpfung einzusteigen.
00:25:18: Wo siehst du die denn aktuell auf dem Weg und gab es vielleicht auch für Dich schon spannende Lösungsansätze wie man das weitertreiben konnte?
00:25:25: Ja, definitiv.
00:25:26: Also ich glaube überzeugen muss man die Firmen gar nicht mehr sondern alle Firmen zulieferer Betriebe gerade in der Unform Technik, die ich kennengelernt habe, die Ich besucht hab in der letzten Zeit.
00:25:35: Die haben die Zeichen der Zeit erkannt und sie sind eigentlich immer auf der Suche nach der nächsten Innovation.
00:25:41: Die Herausforderung ist, glaube ich gerade in der Umformtechnik die Innovation muss sich errechnen.
00:25:46: Sie ist immer mit einem Invest verbunden wenn du jetzt ein neues Verfahren investierst und sie brauchen gewisse Stückzahlen- und Skaleneffekte damit sich dann die Innovation auszahlt.
00:25:56: und da schiebe ich natürlich zu den OEMs die grade nicht wirklich verlässlich sind was ihre Stückzahlprognosen angeht.
00:26:03: Das sind auf jeden Fall echt ein spannendes Umfeld in dem du durch da bewegst.
00:26:07: wir kommen auch langsam schon zum Ende unserer Folge.
00:26:10: Möchtest du unseren Zuhörer noch etwas mit zum Abschluss auf den Weg geben?
00:26:14: Ja, ich glaube wir erleben gerade eine der spannendsten Phasen in der Automobilentwicklung seit vielen Jahrzehnten.
00:26:20: Elektrifizierung Software Defined Vehicles ganz neue Entwicklungsprozesse mit KI und das wird die Branche fundamental verändern und gleichzeitig bleiben aber die physikalischen Grundlagen gleich.
00:26:31: am Ende müssen alle Fahrzeuge sicher effizient fadonomisch überzeugend sein Und für alle die in der Branche arbeiten, egal ob OEM-Zulieferer oder Entwicklungspartner wie wir bedeutet das vor allem eins.
00:26:45: Wir müssen neugierig bleiben offen für neue Technologien sein und den Mut haben Dinge auszuprobieren.
00:26:52: Das sind doch mal schöne Schlussworte.
00:26:54: wenn sich jetzt einer unserer Zuhörer über dich über deine Arbeiten über die Methoden bei TRE informieren möchte Wie kann er das am besten machen?
00:27:03: Zu meinen über unsere Webseite, dann haben wir diverse Social-Media Kanäle.
00:27:07: Also man findet uns auf LinkedIn Facebook oder YouTube Oder gerne auch meinem privaten Linkedin Account folgen und mit mir in Kontakt treten.
00:27:17: Perfekt!
00:27:17: Wir werden das Ganze auch in den Show Notes dieser Folge verlinken.
00:27:21: Lieber Boris, vielen Dank für deine Zeit und das interessante Gespräch.
00:27:24: Wir hoffen dass euch liebe Zuhörer diese Folge gefallen hat Und schaltet auch beim nächsten Mal wieder ein bei einer neuen Folge von Tuva's Talkline.
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